KI-Sicherheitsinstitut
Dr. Mehring will KI-Sicherheitsinstitut des Bundes nach Bayern holen

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Bayerns Digitalminister wirbt in Berlin für München als Standort

Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring macht sich dafür stark, das von der Bundesregierung geplante nationale KI-Sicherheitsinstitut in Bayern anzusiedeln. In einem Schreiben an Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger wirbt Mehring dafür, München bei der Standortentscheidung besonderes Gewicht beizumessen. Sein Argument: Nirgendwo sonst in Deutschland treffen technologische Exzellenz und Sicherheitskompetenz in vergleichbarer Dichte aufeinander.

Mehring: „Bayern ist das sicherste Bundesland Deutschlands und gleichzeitig KI-Standort Nummer eins in unserer Republik. Wo, wenn nicht hier, sollte Deutschlands KI-Sicherheitsinstitut seine Heimat finden? Wer ein Institut für sichere KI gründet, sollte dorthin gehen, wo maximale Sicherheitskompetenz auf KI-Spitzenklasse trifft. Genau das bietet München.“

Für Mehring ist die Standortfrage dabei weit mehr als eine Frage nach einer Adresse. Entscheidend sei, das neue Institut von Beginn an mitten in ein leistungsfähiges Technologie- und Sicherheitsökosystem einzubetten. „Bei KI entscheidet Nähe über Geschwindigkeit. Ein KI-Sicherheitsinstitut gehört nicht auf die grüne Wiese, sondern mitten ins digitale Kraftzentrum unseres Landes. Es muss dort sitzen, wo die besten Köpfe forschen, Start-ups neue Ideen auf die Straße bringen, Unternehmen KI in die industrielle Praxis übersetzen und Sicherheitsbehörden digitale Gefahren abwehren. Bei uns in München bekommt das Institut dieses Netzwerk vom ersten Tag an frei Haus.“

Bayern hat seine Spitzenposition bei Künstlicher Intelligenz über Jahre strategisch aufgebaut. Mit der Hightech Agenda Bayern hat der Freistaat 5,5 Milliarden Euro in seine technologische Zukunft investiert, 13.000 zusätzliche MINT-Studienplätze geschaffen und 1.000 neue Professuren auf den Weg gebracht – darunter 134 im Bereich Künstliche Intelligenz. Im Global Tech Ecosystem Index 2026 liegt München im Bereich KI auf Platz drei in Europa und Platz elf weltweit – vor allen anderen deutschen Standorten.

Das Münchner Ökosystem reicht dabei von Spitzenforschung und Ausbildung über Start-ups und Technologietransfer bis hin zu Kapital und industrieller Anwendung. Mit der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität verfügt die Stadt über zwei international renommierte Exzellenzuniversitäten. Hinzu kommen das vom Bund geförderte Munich Center for Machine Learning, das Leibniz-Rechenzentrum in Garching sowie starke Strukturen in Cybersicherheit, Robotik, Supercomputing und digitaler Resilienz. UnternehmerTUM und appliedAI stehen zudem für den engen Schulterschluss von Wissenschaft, Start-ups und Wirtschaft.

„Wir haben in Bayern kein KI-Schaufenster gebaut, sondern einen kompletten Maschinenraum für Innovation: von Forschung und Talenten über Transfer und Gründung bis zu Kapital und industrieller Anwendung. Wer KI-Sicherheit auf Weltklasse-Niveau organisieren will, muss mitten in diesem Maschinenraum sitzen – nicht kilometerweit davon entfernt“, so Mehring.

Besonders stark sei München laut Mehring durch die Verbindung von KI- und Sicherheitskompetenz. Mit der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) sitzt bereits eine zentrale Bundesbehörde an der Schnittstelle von Technologie und staatlicher Sicherheit in der bayerischen Landeshauptstadt. Hinzu kommt die internationale Vernetzung Münchens als Sicherheitsstandort, unter anderem durch die Munich Cyber Security Conference im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz.

Mehring sieht darin die Chance, ein Institut mit internationaler Strahlkraft aufzubauen: „Sichere KI entsteht nicht im Elfenbeinturm. Deutschlands KI-Sicherheitsinstitut muss Sensor, Kompetenzzentrum und Brückenbauer zugleich sein – mit einem Ohr an der Forschung, einem Fuß in der Wirtschaft und einem festen Platz in unserer Sicherheitsarchitektur. München bringt diese Welten an einem Ort zusammen.“

Für den Digitalminister geht es dabei auch um Deutschlands technologische Souveränität und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Innovation und Sicherheit dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vertrauen in neue Technologien sei vielmehr Voraussetzung dafür, dass KI ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial entfalten könne.

Mehring: „Bei Künstlicher Intelligenz wartet die Welt nicht auf Deutschland. Deshalb dürfen wir Zeit und Schlagkraft nicht mit künstlichen Parallelstrukturen verschenken. Wir sollten Exzellenz bündeln, statt Kompetenzen zu zerstreuen. Bayern steht bereit, gemeinsam mit dem Bund ein KI-Sicherheitsinstitut aufzubauen, das vom ersten Tag an Geschwindigkeit aufnehmen kann. Als sicherstes Bundesland mit dem besten KI-Standort sind wir dafür der ideale Standort.“

Der Freistaat sei bereit, den Aufbau des Instituts konstruktiv, zügig und partnerschaftlich zu unterstützen, versichert Mehring in seinem Schreiben an den Bundesdigitalminister.

Bürgerreporter:in:

Team Fabi aus Meitingen

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