"Christus soll König sein"
Gedenken an den Seligen Dr. Max Josef Metzger
- Foto: Beim feierlichen Gottesdienst v.l.n.r. die Geistlichen Ludwig Hihler, Karl Kraus, Dr. Christian Heß, Ulrich Müller, Gerhard Krammer, Josef Hosp. (Bild: PG Meitingen)
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„Was möchtest DU ausstrahlen in der Nachfolge des Christkönigs?“
Bei der Christkönigsfeier geht es um den Meitinger Seligen Dr. Max Josef Metzger
Von Rosmarie Gumpp
Meitingen: Am 12. Mai 2025 wurde in Meitingen der Förderverein Max Josef Metzger e.V. Für Frieden und Einheit gegründet. „Sein Vermächtnis soll lebendig gehalten und in die Gegenwart getragen werden“, so der Vorsitzende Domvikar Ulrich Müller. Dr. Max Josef Metzger (1887 – 1944), katholischer Priester, war ein radikaler Zeuge der Friedensbewegung und ein Pionier der Ökumene. Bis in die heutige Zeit hinein inspirieren sein Einsatz für eine friedliche Welt, eine geeinte Kirche und eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Über seinem Leben stand die Devise „Christus muss König sein“ und diese Meinung vertrat er auch in der Zeit des Nationalsozialismus. Seinen Mut und seine Tapferkeit bezahlte er am 17. April 1944 in Görden (Brandenburg) mit dem Leben. Am 17. November 2024 wurde er im Freiburger Dom, seiner Heimatdiözese, unter großer Anteilnahme und Freude der Bevölkerung (auch ein Bus aus Meitingen war da) von Kardinal Kurt König aus Rom in die Schar der Seligen aufgenommen. Am Fest Christkönig lud der Förderverein zunächst zu Kaffee und Kuchen in das Meitinger Pfarrheim ein. Mit seinem Vortrag zum Thema „Zwischen kirchlicher Tradition und moderner Spiritualität – Mit Max Josef Metzger heute dem Christkönig nachfolgen“ fesselte Pfarrer Dr. Christian Heß aus Freiburg seine Zuhörerschaft und regte anschließend auch zur Diskussion an. Bruder Paulus, wie Metzger sich auch nannte, war ein großer Verehrer von Christus, dem König. Daher rühren auch sein großes Engagement für Frieden, Ökumene und Caritas. Er wagte es beispielsweise auch, öffentlich für die jüdische Bevölkerung zu beten, getragen von dem Gedanken, dass nur Christus allein König sein kann. Bereits 1919 gründete Dr. Max Josef Metzger die „Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz“, heute das Christkönigs-Institut in Meitingen. Der Referent bedankte sich bei Generaloberin Annemarie Bäumler und ihrer Vertretung Regina Fuchshuber, die einen langen Weg für ihren Gründer Bruder Paulus gehen und auch schon gegangen sind. Dank ging auch an die kirchliche und politische Gemeinde, die helfend unterstützen. Domvikar Ulrich Müller war der Hauptzelebrant beim anschließenden Gottesdienst in St. Wolfgang. Die Festpredigt hielt der Referent des Nachmittags, Pfarrer Dr. Christian Heß aus Freiburg. Beeindruckend seine Frage an die Mitfeiernden: „Was möchtest DU ausstrahlen in der Nachfolge des Christkönigs?“ Auch die starke Aussage „Machtlose Liebe entkräftet lieblose Macht“ wird manchen Gottesdienstbesucher auch im Alltag noch begleiten. Feierlich umrahmten der Kirchenchor der Pfarreiengemeinschaft Meitingen (Leitung: Ryan McKown) und ein Bläserquartett den Gottesdienst mit einer Messe von Wolfram Menschick. Pfarrer Christian Heß bezeichnete die anschließende Lichterprozession mit über 100 Teilnehmenden zum Grab des Seligen als eine Demonstration des Glaubens. Mitglieder des Fördervereins legten nach der Statio weiße Rosen an der letzten Ruhestätte Metzgers nieder.
Bürgerreporter:in:Rosmarie Gumpp aus Ellgau |
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