Sternenkinder-Initiative Meitingen
Kinder und verstorbene Familienmitglieder
- hochgeladen von Nicole Kessler
Kinder und verstorbene Familienmitglieder
Um ihren Nachwuchs zu schützen, weil es früher nicht üblich war, weil Kinder auf dem Friedhof nichts zu suchen haben - weder im Sarg noch am Sarg -, weil Kinder das mit der Endlichkeit angeblich eh noch nicht verstehen (wer versteht das schon vollumfänglich?), weil man „keinen Nerv“ dafür hat seinen Nachwuchs zur Beisetzung mitzunehmen, weil man nicht möchte, dass der Nachwuchs Erwachsene sieht, die zusammenbrechen, aus eigener Hilflosigkeit oder Überforderung - Gründe, warum man Kinder nicht zum Kennenlernen und Verabschieden eines Sternenkindes bzw. zur Beerdigung des Sternenkindes oder einem anderen verstorbenen Familienmitglied mitnimmt und auch womöglich Gründe, warum man das Thema ggü. Kindern bzw. Geschwisterkinder von Sternenkindern totschweigt.
Gehören Trauer und Tod aber nicht auch zum Leben und Kinder nicht auch zur Familie? Oder sind Kinder nur auf fröhlichen Familienfeiern erwünschtes Mitbringsel?
Machen wir mit diesen Ausschließen nicht mehr kaputt in der Seele der Kinder? Malen sich die Kinder dann nicht noch mehr schreckliches aus in ihrer Phantasie, z.B. wie der Verstorbene ausgesehen hat? Plagen sie dann nicht noch Schuldgefühle? Und werden sie mit Befürchtungen, wie etwa „Mama und Papa hätten lieber das verstorbene Kind lebend hier als mich.“ allein gelassen?
Nehmt Kinder an der Hand und nehmt sie bitte ernst.
Foto/Text: Kessler Nicole Kristin, Meitingen
Bürgerreporter:in:Nicole Kessler aus Meitingen |
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