Wildkräuter erobern den Langenhagener Stadtpark: Viele einstmals liebevoll angelegte Blumenbeete sind verschwunden

Springkraut soweit das Auge reicht
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Von den Elisabeth-Arkaden aus lädt der Langenhagener Stadtpark zum Verweilen ein. Angelegte Beete mit bunten Blumen, der Mehrgenerationenbewegungsplatz, ein Kinderspielplatz und ein inzwischen zeitweise bewirtschafteter Kiosk machen einen viel versprechenden Eindruck.
Aber schon bald verlässt man diesen ansprechenden Parkteil. Zwei parallel verlaufende Wege führen nun durch den ehemaligen Skulpturenpark. Die Skulpturen sind inzwischen weitgehend verwittert und verfallen. Linkerhand führt noch ein Rundweg durch den ehemaligen Rhododendronpark. Ich schreibe hier bewusst "ehemalig", denn die Rhododendren sind fast alle eingegangen und nahezu komplett von Wildkräutern und Gebüsch überwachsen. Die Parkbänke, von denen aus früher die Rhododendronblüte genossen werden konnte, laden schon lange nicht mehr zum Sitzen ein. Sie sind verschmiert oder zerstört. Es ist jetzt ein dunkler, unheimlicher Ort geworden. Da er sich anscheinend schon länger selbst überlassen worden ist, ist er auf dem besten Weg, demnächst ein Naturwald zu werden. Zurück auf dem Hauptweg kann man noch beidseits die ehemaligen Beetanlagen erahnen. Wo früher der kleine, aber feine Rosengarten war, wachsen nun Wildkräuter. Sie haben die Beeteinfassungen schon lange verlassen. Auf dem Weg zu den Teichen im Zentrum des Parks bietet sich dort ein ähnliches Bild. Auch hier gab es früher liebevoll angelegte Blumenbeete und Parkbänke mit Blick auf das Wasser. Die Beete sind nun fest in der Hand der Wildkräuter. Die Teiche laden jedoch weiterhin dazu ein, dort eine kleine Auszeit zu nehmen und den Enten zuzusehen oder die herrlichen Spiegelungen auf dem Wasser zu beobachten. Wendet man den Blick der Narzissenwiese zu, entdeckt man hier ein riesiges Springkrautfeld.
Nicht weit davon entfernt befinden sich die einmalig schöne historische Allee und die neu angelegte Obstbaumallee, die beidseits von weitläufigen bunten Wildwiesen gesäumt wird. Die blühende Artenvielfalt bietet vielen Insekten eine Heimat. Am Ende der Obstbaumallee kann man den Park in Richtung Schulzentrum verlassen.
Von den verwilderten Parkarealen profitieren bestimmt viele Tiere und Insekten. Ich selber vermisse jedoch die Rhododendren, die Rosen, die bunten Blumenbeete an den Teichen und die allgemeine Pflege und Aufmerksamkeit, die diesem ehemals wunderschönen Park wahrlich gebührt.
Hier geht es zu meinem Artikel über die Einweihung des Mehrgenerationenbewegungsplatzes: http://www.myheimat.de/langenhagen/regionsentdecke...

Bürgerreporter:in:

Shima Mahi aus Langenhagen

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