Ver.di
65 Jahre Gewerkschaftsmitglied
- Von links, Hermann Vitzthum (65 Jahre), Ekkehard Schindele (30 Jahre), Daniela Junk, Betriebsrätin Postbank, Gerald Wenzke, Vertrauensperson Schwerbehinderte, Edeltraud Manka (50 Jahre), Gustl Fischer, Vorsitzender und Wilhelm Schwarzwalder (50 Jahre).
- hochgeladen von Hans Bucsek
Denklingen Mit einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Zum Vogelherd“ in Denklingen begann die Jahreshauptversammlung der Postseniorinnen und -senioren von Ver.di Landsberg-Schongau. In seinem Rechenschaftsbericht berichtete Gustl Fischer, Vorsitzender, über Aktivitäten, vor allem über die durchgeführten Veranstaltungen, Reisen, Geburtstags- und Krankenbesuche. Gina Flechtners Kassenführung fand keine Beanstandung. Der Vorstand wurde entlastet. Für Gustl Fischer war es ei-ne große Ehre Urkunden und ein kleines Präsent an langjährige Mitglieder zu überreichen, die zwischen 30 und 65 Jahre der Deutschen Postgewerkschaft und der Nachfolgeorganisation Ver.di die Treue hielten.
Das Gastreferat hielt Daniela Junk, Betriebsrätin bei der Postbank München. Seit der Übernahme der Postbank 2020 durch die Deutsche Bank dümpelt das Unternehmen gerade mal so vor sich hin. Von 350 Filialen sollen 40% geschlossen werden. Das be-trifft die 4650 Beschäftigten, darunter noch 530 Beamte. Mit einem guten Tarifabschluss konnte die Gewerkschaft Ver.die erreichen, dass zumindest bis 2026 keine Kündigungen erfolgen. Warum werden Filialen geschlossen? Die Postbank prüft laufend das Kundenverhalten im Vertriebsnetz. Durch die vorankommende Digitalisierung beobachtet das Unternehmen eine deutliche Veränderung im Verhalten der Postbankkunden. Online-Angebote werden zunehmend stärker genutzt. Ein anderes Dilemma: Seit der Privatisierung der Deutschen Bundespost wurden sukzessive Im-mobilen verkauft und zu teureren Mieten zurückgemietet. Dies betrifft auch die Post-bank, die mit dem Logistikunternehmen Post Kooperationsverträge unterhält.
Auch die Landsberger Postfiliale und damit auch die Postbankfiliale soll 2026 von der Schließung betroffen sein. Ob die Filiale der Deutschen Bank die Bankgeschäfte der Postbank übernimmt, war die Frage einer Seniorin. Denn es gibt noch viele Seniorin-nen und Senioren, die statt Onlinebanking noch mit Formular und Geldschein ihre Bankgeschäfte erledigen. Theoretisch können diese Filialen die Bankgeschäfte wahr-nehmen. Nur bisher wurde nicht bekannt, ob das im Einzelfall auch funktionieren wird, so Junk.
Einfach die Bank wechseln, war ein Rat aus dem Teilnehmerkreis. Es gibt noch Genossenschaftsbanken, die Bankgeschäfte auch vor Ort wahrnehmen. Weiter will er erfahren haben, dass sich das Logistikunternehmen Post einen neuen Kooperationspartner in der Nähe der jetzigen Postfiliale suchen wird. Damit wird die Kundschaft auch nach der Schließung der Filiale eine Post und vielleicht Postbankdienstleistungen vor Ort haben. Die Postbank gehört mit Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank zur Cash Group. Kunden der Postbank können alle Geldautomaten der Cash Group Banken kostenlos benutzen. „
Bürgerreporter:in:Hans Bucsek aus Landsberg am Lech |
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