Kolumne
christliche Wissenschaftler in Krefeld
Die Kirche Christi, Wissenschaftler wurde 1866 von der Amerikanerin Mary Baker Eddy ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder werden Christliche Wissenschaftler genannt; bekanntestes Mitglied dieser christlichen Sondergemeinschaft bei uns in Deutschland ist der ehemalige Fußballprofi Bernd Schuster.
Seit 1952 ist die Kirche auch mit einer Gemeinde in der niederrheinischen Metropole Krefeld, der Stadt von Samt und Seide. vertreten. Einen ersten Eindruck erhält der interessierte Leser in der Broschüre "Was glaubt Krefeld? 28 Interviews Krefelder Religionsgemeinschaften stellen sich vor".
Ist das Interesse an einem persönlichen Kennenlernen gewecks, macht man sich auf den Weg nach Krefeld. Die Straßenbahnhaltestelle "Philadelphiastraße" liegt in erreichbarer fußläufiger Entfernung von den gemeindlichen Räumlichkeiten.
Der sonntagliche Gottesdienst ist - neben dem gemeinsamen Bibelstudium am Mittwochabend - einer der Höhepunkte im wöchentlichen Leben der Gemeinde.
Die Christlichen Wissenschaftler habe keine eigene Kirchengebäude, sondern sind in einem Mehrfamilienhaus auf der Dießemer Straße untergebracht. Ist der Besuchswillige unaufmerksam, läuft er leicht an der Häuserzeile vorbei, ohne den Eingang zu sehen.
Die Räumlichkeiten sind nur eingeschränkt barrierefrei; auch mobilitätseingeschränkte Besucher müssen weinige wenige Treppenstufen überwinden. Es gibt eine Sanitäranlage.
Der Lesesaal wirkt fast schon wie ein Sekretariat. Passiert man ihn, gelangt man in den eigentlichen Gottesdienstsaal. Auf den ersten Blick ist er schmucklos. Mehrere Stuhlreihen machen ihn aus, eine kleine Orgel kommt hinzu. An derStirnseite seht ein geräumiger Lesepult für die beiden Lektoren. Darüber stehen die Worte "Gott ist Liebe" in hölzerne Buchstaben auf einem Holzschild.
Es gibt Gebete sowie Kirchenmusik einschließlich Gesang im Gottesdienst. Die Predigt ist gewöhnungsbedürftig. Es werden nämlich nur Bibelzitate soswie Abschnitte aus Baker Eddy`s Mammutwerk "Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift" vorgetragen. Eine Interpretation erfolgt.
Da es sich hierbei nicht um leicht verdauliche Gedanken aus den Hauptströmungen des Christentums handelt, wird an dieser Stelle leicht deutlich, warum die Christliche Wissenschaft als Sondergemeinschaft angesehen werden kann.
Die Gemeinde ist über die vergangenen Jahrzehnte offensichtlich massive geschrumpft. Zu den sonntäglichen Gottesdiensten kommen jedenfalls nur noch wenige, zum Teil lebensältere Damen und Herren.
Es bleibt abzuwarten, wie lange es diese Gemeinde noch geben wird.
Bürgerreporter:in:Felicia Rüdig aus Duisburg |
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