KSG-Politiker warnt
Kommt Ausbau von Rodenkirchener Brücke, kippt Rheinspange
- Kommt der Ausbau der Rodenkirchener Brücke, dann kippt das Projekt Rheinspange. Davon ist KSG-Politiker Torsten Ilg überzeugt. Er fordert deshalb den sofortigen Stopp der Ausbaupläne und eine schnelle Umsetzung des Rheintunnels bei Wesseling (Projekt Rheinspange).
- Foto: Frei von Rechten Dritter KSG Köln Pressefoto
- hochgeladen von Ricky Schmidberger
(Köln-Rodenkirchen/Poll) Die Wählergemeinschaft Kölner StadtGesellschaft (KSG) warnt erneut eindringlich vor dem achtspurigen Ausbau der Rodenkirchener Brücke.
Nach Einschätzung von Torsten Ilg, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen, ist die viel beschworene Rheinspange 553 längst kein gesichertes Projekt – auch wenn andere Parteien den Bürgerinnen und Bürgern genau das weismachen.
„Wer behauptet, Rheinspange und Brückenausbau kämen sicher gemeinsam, sagt den Menschen im Kölner Süden nicht die Wahrheit“, erklärt Ilg. Fakt ist: Die Rheinspange befindet sich noch immer im frühen Planungsstadium. Weder Trassenführung, Genehmigungen noch Finanzierung sind sicher beschlossen. Massive Widerstände von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und betroffenen Kommunen sowie drohende Klagen machen deutlich: Das Projekt wackelt – politisch, rechtlich und finanziell.
Rodenkirchen wird dauerhaft zum „Autobahn-Zubringer“ wenn Rheinspange kippt
Hinzu kommt: Auf Bundesebene werden Autobahnprojekte derzeit überprüft und neu priorisiert. Ob die Rheinspange am Ende tatsächlich gebaut wird, ist völlig offen. Ein Scheitern oder jahrelange Verzögerungen sind realistische Szenarien. Trotzdem halten insbesondere SPD, CDU und andere Parteien öffentlich am gleichzeitigen Ausbau der Rodenkirchener Brücke und an der Rheinspange fest. Das ist Augenwischerei. Einmal ausgebaut, bleibt die A4 dauerhaft eine achtspurige Fernverkehrsachse mitten durch den Bezirk Rodenkirchen – ganz unabhängig davon, ob die Rheinspange jemals kommt.
Ilg stellt klar: „Der Ausbau der Rodenkirchener Brücke ist kein Druckmittel für die Rheinspange – er ist ihr Todesurteil. Wer heute Ja zum Ausbau der Brücke sagt, nimmt billigend in Kauf, dass der Kölner Süden dauerhaft Transitverkehr schluckt.“
Fazit des KSG-Politikers
Nur ein klares Nein zum Ausbau der Rodenkirchener Brücke hält den politischen Druck für eine alternative Rheinquerung aufrecht. Alles andere bedeutet, Rodenkirchen, Poll und den gesamten Kölner Süden zu opfern – auf Basis eines Projekts, dessen Realisierung höchst unsicher ist.
Bürgerreporter:in:Ricky Schmidberger aus Köln |
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