Historische Sammlung vom Hatzfelder Müller Pfeil
Einblick in das 18. und 19. Jahrhundert der Müllerfamilie Pfeil in Hatzfeld
- Lageplan Mühle Hatzfeld
- hochgeladen von Rainer Mengel
Historische Dokumente aus der Sammlung Müller Pfeil aus Hatzfeld: Einblick in das 18. und 19. Jahrhundert
Derzeit werden umfangreiche historische Unterlagen aus der Zeit zwischen 1700 und 1899 sorgfältig gesichtet, sortiert, digitalisiert und übersetzt. Diese wertvolle Sammlung, die vom Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld betreut wird, umfasst rund 4.500 Seiten originaler Dokumente. Sie gewährt faszinierende Einblicke in die Bauphasen der Hatzfelder Mühlen, den privaten Schriftverkehr sowie Gerichtsverfahren Pfeil gegen Hermann Anton von Hatzfeld zu Trachenberg und umgedreht.
Die Unterlagen wurden von der Urenkelin des letzten Müller Pfeil aus Hatzfeld auf dem Dachboden aufbewahrt und dem Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld freundlicherweise übergeben. Frau Mechthild Banff, eine engagierte Geschichtsinteressierte, die in ihrem Haus Sophienhöhe wohnt, hofft, dass die Dokumente verantwortungsvoll genutzt und für die Nachwelt bewahrt werden.
Seit der Übergabe im Juli 2025 widmet sich ein Mitglied des Vereins täglich drei bis vier Stunden der Übersetzung, Digitalisierung und Archivierung der Unterlagen. Bisher konnten bereits 1.500 Seiten erfolgreich übersetzt, fotografiert und eingescannt werden. Die verbleibenden circa 3.000 Seiten befinden sich derzeit in der Bearbeitung. Ziel ist es, diese bedeutenden Quellen für die Forschung zugänglich zu machen und die Geschichte der Region sowie bedeutender Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts zu dokumentieren.
Unter den Dokumenten befinden sich detaillierte Baupläne und Berichte zu den Mühlen, die Einblicke in technische Entwicklungen und den Ausbau dieser wichtigen Wirtschaftseinrichtungen gewähren. Zudem sind Briefe und Akten des privaten Schriftverkehrs erhalten geblieben, die das Alltagsleben und die sozialen Verhältnisse jener Zeit widerspiegeln.
Besonders interessant sind die Gerichtsunterlagen von Hermann Anton von Hatzfeld zu Trachenberg, die Einblick in rechtliche Auseinandersetzungen und gesellschaftliche Strukturen des 19. Jahrhunderts bieten. Diese Dokumente sind sehr langatmig und die Verhandlungen haben sich über viele Jahrzehnte hingezogen.
Dieses Projekt trägt wesentlich dazu bei, das kulturelle Erbe der Region zu bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Die Digitalisierung und Übersetzung dieser Dokumente sind wichtige Schritte, um die Geschichte lebendig zu erhalten und wissenschaftliche Forschungen zu fördern.
Bürgerreporter:in:Rainer Mengel aus Hatzfeld (Eder) |
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