Ofenkacheln
Archäologische Funde auf der Burg Hatzfeld

Blattkachel mit Spielleuten 16. Jahrhundert
Burg Hatzfeld
16Bilder
  • Blattkachel mit Spielleuten 16. Jahrhundert
    Burg Hatzfeld
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Archäologische Funde auf der Burg Hatzfeld

Die archäologischen Funde auf der Burg Hatzfeld von den Mitgliedern des Verein für Burg- und Heimatgeschichte, Hatzfeld.e.V. zwischen 1989 und 1993 bieten einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und das alltägliche Leben im Mittelalter. Besonders bemerkenswert sind die Funde von Ofenkacheln, darunter auch Exemplare des Typs Tannenberg, 14. Jahrhundert , die während der Ausgrabungen am Ostturm der Burg entdeckt wurden. Diese Kacheln lagen in einer charakteristischen schwarzen Erdschicht, die stark nach Ruß roch , hier wurden außerdem Tierknochen und andere Scherben von Gebrauchsgegenstände gefunden, man kann vermuten, das es sich hier um einen Abfallplatz gehandelt hat.

Im Rahmen der Grabungen in den Planquadraten O4, O2 und P2 wurden nicht nur die grün lasierten Kacheln gefunden, sondern auch eine Vielzahl anderer Kacheltypen. Dazu zählen Plattkacheln und Halbzylinderkacheln, die in unterschiedlichen Ausführungen von bunten Lasuren bis hin zu unglasierten Oberflächen reichten. Die Motive der Kacheln sind besonders vielfältig und reichen von stilisierten Darstellungen von Löwen, Spielleuten und Wagenrädern bis hin zu kunstvollen Darstellungen von „Musen des Tanzes“, Blumen, Säulen, Rittern und eine Burg, ein Kachelfragment zeigt einen Umhang daneben ein D ( hat es etwas mit Albrecht Dürer zu tun ?)

Diese Funde sind datierbar auf das 14. bis 16. Jahrhundert . Die Kacheln wurden sowohl für die Beheizung von Wohnräumen als auch für repräsentative Zwecke genutzt , was ihre Bedeutung als Alltagsgegenstände und Kunstwerke unterstreicht.

Insgesamt tragen die Funde auf der Burg Hatzfeld zu einem tieferen Verständnis der regionalen Geschichte und der materiellen Kultur des Mittelalters bei und sind ein wichtiger Bestandteil der archäologischen Forschung .

In der Inventarbeschreibung von 1571 wird beschrieben, in welchen Räumen sich die Kachelöfen befanden.
Am Dienstag den 22 Mai 1571 hat Philip Ort Renth (Meister) in Battenberg mit Gunter dem Gerichtsschreiber das Inventarium der Burg Hatzfeld aufgenommen.

Die große Stube mit 7 Fenstern (Gläser ) angenagelt 10 Hirschgeweihe und 2 Rehgeweihe
ein alter Schrank mit Zinn darin , an den 2 Schubladen alte angemachte Bänke.
Ein kleiner Stuhl bei dem Kachelofen.

Das kleine Stübchen mit drei Fenstern, an der Außenseite ein hölzernes Gehänke angenagelt und ein Kachelofen.

Das kleine Stübchen im hintersten Haus, darin sind 3 Gläserne Fenster und 3 eiserne Rahmen, darin ein Kachelofen und angenagelter Bank.
Insgesamt wurden 3 Kachelöfen, 3 eiserne Öfen, und 4 Öfen beschrieben.

Bürgerreporter:in:

Rainer Mengel aus Hatzfeld (Eder)

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