Ein Avantgarde Festival der Inspiration
Kulturtag Oberscheid 2026

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Der Kulturtag Buchholz Oberscheid 2026 im Westerwald begann mit einem eindrucksvollen Naturschauspiel. Ein großzügiger Sommerregen zog über die Obstwiese und verwandelte die ersten Stunden des Festivals in ein sanftes Abenteuer für jene, die sich für das Zelten unter den Bäumen entschieden hatten. Viele nahmen diesen Moment mit gelassener Freude an, während andere in den umliegenden Gebäuden einen ruhigen Platz zur Nacht fanden, wo die warme Atmosphäre des Zusammenkommens bereits spürbar war.

Als der Regen nachließ und der Himmel sich öffnete, wandelte sich die Stimmung in eine geteilte Vorfreude auf ein Wochenende, das ganz dem Klang, der Kunst und der Gemeinschaft gewidmet war. Im Verlauf des Festivals entfaltete sich – laut Programm – ein außergewöhnlicher Bogen experimenteller Musik, ein Markenzeichen von Oberscheid und einer der Gründe, weshalb dieser Ort von Künstlerinnen, Künstlern und Publikum gleichermaßen geschätzt wird.

Der Garten sollte sich mit dem leuchtenden Timbre wohlgestimmter Orgeln füllen, die ein sanft vibrierendes Resonanzfeld entstehen lassen, das mit der Landschaft zu atmen schien. Oberton-Gesang war ebenso angekündigt wie die charakteristischen, gleitenden Klangspuren des Theremins. Bass und Viola sollten diese Eindrücke mit warmen, tragenden Tonfarben ergänzen und die Grundlage für originelle Texte aus Lyrik, Prosa und gesprochenem Wort bilden. All diese Elemente waren als vielschichtiges Klanggewebe vorgesehen, in dem Instrumente, Stimmen und Ideen miteinander wirken. Auch die bildende und performative Kunst war im Programm als intensiver Bestandteil des Wochenendes angekündigt. Malerei, Fotografien, Installationen und Live-Performances sollten in einem kuratorischen Rhythmus präsentiert werden, der die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, sich frei zwischen Garten, Haus und Wiese zu bewegen. Kunst sollte nicht einfach gezeigt, sondern erlebt und geteilt werden. Unter den Gästen wurden mehrere Mail-Art- und Postkunst-Künstlerinnen und Künstler erwartet, die das Festival als Ort des Wiedersehens und der Inspiration nutzen. Einer von ihnen, Rainer Wieczorek aus Berlin, war erneut mit seiner unverwechselbaren Handschrift und seinem Engagement für Kunstdemokratie und Frieden angekündigt. Asma Ounine und Lars Schumacher als Besucher des Festivals setzten ihre inspirierte Zusammenarbeit aus dem Vorjahr fort und brachten – wie geplant – Ideen für künftige Kunstprojekte zusammen.

Die weite Ausstrahlung des Kulturtags zeigte sich während des gesamten Wochenendes. Autokennzeichen verrieten Gäste aus Bremen, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und sogar aus den Niederlanden. Diese Reisebereitschaft unterstreicht die besondere Anziehungskraft des Festivals – ein Ort, an dem Menschen aus vielen Regionen zusammenkommen, neue Verbindungen entstehen und vertraute Begegnungen erneuert werden. Die Atmosphäre blieb von Anfang bis Ende warm, aufmerksam und von gegenseitiger Wertschätzung getragen. Musikerinnen, Künstler, Gäste und Gastgeber bewegten sich in einem harmonischen Miteinander, das dem Kulturtag seinen unverwechselbaren Charme und seine kreative Lebendigkeit verlieh. Als das Wochenende ausklang, sprachen viele bereits mit freudiger Erwartung über ihre Rückkehr im nächsten Jahr. Diese vorwärtsgewandte Begeisterung ist vielleicht das schönste Zeichen für die Kraft dieses Festivals: Es hinterlässt nicht nur Eindrücke – es weckt den Wunsch, wiederzukehren, weiterzugehen und Teil seiner fortlaufenden Geschichte zu bleiben. Der 18. Kulturtag Oberscheid entfaltete sich über drei lebendige Tage und präsentierte eine sorgfältig kuratierte Vielfalt musikalischer, literarischer und visueller Beiträge.

Der Freitag eröffnete mit einer Offenen Bühne, die im Programm als Raum für spontane Begegnungen und künstlerischen Austausch vorgesehen war. Sicher belegt ist der Auftritt der Blue George Bluesband, die zum Sonnenuntergang im starken Sommerregen einen energiegeladenen Gig spielte und drei Zugaben gab. Weitere Beiträge wie achrolber und WAM waren im Programm als improvisatorische und experimentelle Darbietungen angekündigt.
Der Samstag sollte diesen Bogen erweitern. Im Programm standen Beiträge von HAU, dem Trio Alexius – Radzetskyi – Grankin sowie literarische und performative Arbeiten von Jeannette Abée und Marina Linares. Am Nachmittag waren Kohmann/Zöllner/Weiß, das Ensemble Polyfolie und das Duo Holtbernd & Stöcker angekündigt. The Improbable Trio, Cumulonimbus und Phalanx sollten den Abend mit kammermusikalischen und experimentellen Klanglandschaften gestalten. Der Tag sollte – laut Programm – mit einem improvisatorischen Finale unter Beteiligung mehrerer Künstlerinnen und Künstler enden.
Der Sonntag setzte diesen Rhythmus der Entdeckung fort. Im Programm standen sanfte musikalische Begegnungen, gefolgt von IMPROCITY, deren improvisatorischer Ansatz den Geist künstlerischer Freiheit widerspiegeln sollte. Erneut waren Lesungen und Performances von Jeannette Abée und Marina Linares vorgesehen. Am Nachmittag sollten About Aphrodite, Subversity und Doppelplus experimentelle Zugänge zu Klang und Struktur präsentieren. Den Abschluss bildeten – laut Programm – die Oberscheid Allstars, ein gemeinsames Happening als festlicher Schlusspunkt.
Die bildende Kunst war ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Festivals. Im Programm waren Werke von Rolf Schwechheimer, Karl Eppelsheimer, Brigitta Leber, Rainer Wieczorek, Marina Linares, Lala Randela und Jeannette Abée angekündigt, die über das Gelände hinweg einen fließenden Parcours zwischen Garten, Haus und Wiese bilden sollten. Das Organisationsteam rund um den „Master of Ceremonies“ Rolf Schwechheimer führte – wie vorgesehen – mit charakteristischer Großzügigkeit und künstlerischer Vision durch das Festival und verband die vielen Beiträge zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk.

Bürgerreporter:in:

ART PROJECT aus Hannover-Vahrenwald

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