Noch bis Oktober wird hier gewerkelt
Am Raschplatz entsteht Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk
- Die „CRASH PIPE“ von Florentina Holzinger ist Bestandteil des Bodenkunstwerks „Art Underground“ auf dem hannoverschen Raschplatz.
- hochgeladen von Jens Schade
Einige finden es gut, andere blicken eher mit Unverständnis auf die neue Installation auf dem Raschplatz. Aber Kunst soll ja auch zur Diskussion anregen. Hier hinterm Bahnhof entsteht derzeit „Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk“, so die Pressemitteilung der Stadt Hannover.
„Art Underground“ heißt das Werk, das auch die „CRASH PIPE“ (eine Skateboardanlage mit vier Schrottaustos) von Florentina Holzinger integriert. Nach endgültiger Fertigstellung wird das Kunstwerk eine Fläche von 4.000 Quadratmetern umfassen. Kuratiert wird die künstlerische Umsetzung von „Art Underground“ vom hannoverschen Street-Art-Künstler Jascha Müller. Sie liegt in den Händen gleich mehrerer internationaler Graffiti- und Street-Art-Künstler. Die Stadt: „DELTA aus den Niederlanden mit geometrischer, architektonischer Bildsprache, dendyden, gebürtig aus Russland und heute in Berlin lebend, mit 3D-Illusionen und perspektivischen Effekten sowie IOTA aus Belgien mit organischen Formen und dynamischen Linien. DELTA und dendyden haben ihre Arbeiten bereits auf die Fläche gebracht. Iota wird ab dem 7. Juli ihren Part auf die Fläche malen. Ergänzt wird das Bodenkunstwerk dann durch Arbeiten der lokalen Streetart-Szene, die sich auf einen „Open Call“ bewerben kann.“
Auch Obdachlose, die bislang den Raschplatz bevölkerten, haben bei der Gestaltung mitgemacht. „In Kooperation mit den Partnern Straßensozialarbeit Sucht der Landeshauptstadt Hannover, dem Konsumraum Stellwerk und dem Kontaktladen Mecki haben sich täglich bis zu 40 Menschen gemeldet, um mitzumachen“, heißt es in einer städtischen Mitteilung und weiter: „Die Nachfrage war so groß, dass in Schichten gearbeitet wurde. Die Teilnehmenden waren von montags bis donnerstags in die vorbereitenden Arbeiten, wie das Reinigen des Platzes, die Grundierung und in das Malen mit Farbe und Farbrolle eingebunden.“
Noch ist das Werk nicht vollendet. Die Künstlerin IOTA aus Belgien wird voraussichtlich vom 7. Juli bis voraussichtlich Mitte Juli vor Ort sein. Die zweite Umsetzungsphase wird nach Ausschreibung und Vergabe des Open Calls an die hannoversche Streetart-Szene wohl im September stattfinden. Anfang soll dann „Art Underground“ vollendet sein und dem bislang vorherrschenden „Grau“ des Platzes eine intensive Farbigkeit entgegensetzen.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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