Einfach nur noch oberpeinlich
Skandalband N2E abermals disqualifiziert
- Mittlerweile wird die Skandalband N2E von vielen Beobachtern nur noch als oberpeinlich wahrgenommen. Nach zahlreichen Sperren bei Charts versuchten sie diesmal eine Sperre zu umgehen und wurden abermals disqualifiziert.
- Foto: HubertPhotographer
- hochgeladen von Peter Hellbeck
Die deutsche Skandal Band N2E kommt bei diversen Charts-Formaten nicht aus den Schlagzeilen. Nachdem die Gruppe bereits wegen Manipulationsvorwürfen (rechtlich gilt die Unschuldsvermutung) rund um ihren Song „In meinem Kopf“ aus mehreren Wertungen ausgeschlossen worden war, sorgt nun ein erneuter Vorgang für Aufsehen. N2E trat trotz bestehender Sperre unter einem leicht veränderten Namen bei „Die Hörercharts“ an.
Unter dem Namen N2E-NottwoEasy wurde ein neues Spotify-Profil angelegt. Darüber reichte die Band ihren neuen Song „Unendliche Nacht“ für die deutschen Hörercharts ein. Das veränderte Profil wurde vom System zunächst nicht automatisch mit der gesperrten Band in Verbindung gebracht, sodass der Titel tatsächlich ins Voting gelangte.
Damit hätte die Geschichte zunächst unbemerkt weiterlaufen können. Doch der Versuch flog auf. Chartshow-Organisator und Moderator Chris Kelle griff ein und disqualifizierte N2E, erklärte und argumentierte das auch live auf Sendung. Nach der Auswertung wäre „Unendliche Nacht“ auf Platz 2 der Hörercharts gelandet. Der Platz blieb nach der Disqualifikation unbesetzt, das hat aber nur Programmier-technische Gründe. Der Band wurden jedenfalls alle Punkte aberkannt.
Für N2E ist das ein weiterer Rückschlag. Bereits zuvor war die Band nach den massiven Manipulationsvorwürfen rund um „In meinem Kopf“ bei verschiedenen Chartwertungen ausgeschlossen worden. Bei den „Die Hörercharts“ war eine temporäre Sperre ausgesprochen worden, während andere Chartanbieter deutlich härtere Konsequenzen zogen bis hin zu lebenslangen Sperren. Die damaligen Vorwürfe führten gleich zu Ausschlüssen und Disqualifikationen bei Wertungen wie den Schweizer Alpencharts, den Austria Top 30 oder den German Listener Charts, rechtliche Schritte wurden zwar überlegt aber es gab sie in diesem Zusammenhang schlußendlich nicht.
Auch die ebenfalls wegen eines Umgehungsversuchs disqualifizierte deutsche Gruppe Tris Mannheim verlor ihren Platz ebenfalls. Da die beiden Positionen nachträglich eben nicht neu vergeben wurden, blieben Platz 2 und Platz 11 diesmal frei. An der Spitze blieb unterdessen Kuupa & The Gang mit „Wunderland“. Die bayerische Band konnte damit Platz 1 der deutschen Hörercharts halten. Der Song ist eher mittelmäßig, aber er regt nicht auf.
Für die Hörercharts dürfte der aktuelle Fall N2E damit zunächst abgeschlossen sein. Ob darüber hinaus weitere Konsequenzen gegen die Band folgen, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht allerdings, dass der erneute Versuch, trotz bestehender Sperre in die Wertung zu gelangen, die Diskussion um N2E weiter verschärft hat.
Die Geschichte um die Band ist damit um ein weiteres Kapitel reicher. Nach den früheren Manipulationsvorwürfen und den daraus resultierenden Ausschlüssen geht es nun erneut um die Frage, ob eine ausgesprochene Sperre über einen neuen Account umgangen werden kann. Bei den Hörercharts lautet die Antwort darauf inzwischen eindeutig: Nein, denn es gibt auch ergänzend den Faktor Mensch in Form von Organisator Chris Kelle. Und der nimmt es sehr ernst, wenn Sperren versucht werden zu umgehen. Das summa summarum vieler Hörer und auch in anderen Zeitungsartikeln: "N2E ihr seit einfach nur noch oberpeinlich".
Bürgerreporter:in:Peter Hellbeck aus Hamburg |
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