Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)
Essen wie die Schamanin aus Bad Dürrenberg
- Feuerschale mit Granitsteinen, zerspringen nicht in der Glut
- hochgeladen von Yvonne Rollert
Das Landesmuseum lud zu einem spektakulären Abendessen ein. Das besondere, ein Essen mit Obst, Gemüse, Geflügel, Schwein und Nüsse zubereitet wie in der Steinzeit, in einem Erdofen. Angekommen, im Garten des Museums, gab es einen Erdofen, der im Februar 26 von Museummitarbeitern, gebaut wurde. In der Feuerschale lagen erhitzte Granitsteine, bereit zum Garen der angebotenen Geflügelstücken und Kammscheiben, anstelle von Wildschwein. Gewürzt wurden mit kleingeschnittenen Lauch das zusammen den ausgesuchten Fleischstücken in die Wirsingkohlblätter gewickelt wurde. Im Ofen zwischen Granitsteinen gelegt, gegart. Salz später, in Halle gab es Salzquellen.
In der einstündigen Führung ging es um neue Erkenntnisse die durch die Blockgrabung gewonnen wurden. Schamanin von Bad Dürrenberg und die einzigartigen Grabbeigaben, sowie Schamanismus in Sibirien. Das Schamanengewand aus dem Jahr 1788 trug ein Ewenke und war Teil der Sammlung Barons von Asch. Der russische Baron studierte in Berlin Medizin und kam so in Berührung mit Ethnologie. https://www.uni-goettingen.de/de/121177.html
Fünfundzwanzig Gäste versammelten sich um den Erdofen. Freudestrahlend, mit Tellern und gegartem Fleisch, auf zum Büffet.
Büffet mit gekochten Möhren, Pastinaken und Kohl, Lotuswurzeln und Wasserkastanien, anstelle von Farnwurzeln, Haselnüsse, Pinienkerne und Pistazien gehörten dazu, Beerenfrüchte mit Honig und die gewickelten Fleischstückte perfekt gegart. Auf Spuckbier aus Süßgräsern oder Getreide wurde verzichtet. Als Ersatz Flaschenbier und köstliches Wasser.
https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/veranstaltungen/museum-mit-allen-sinnen
Jäger gingen auf Pirsch um Schalenwild, Wildschweine, Wisente, Auerochsen, ebenso Wolf, Fuchs und Kraniche, Wasservögel zu erlegen. Beeren, Pilze, Nüsse, Eier und saure Holzäpfel, Pflanzen und Wurzeln ergänzten die Nahrung. Ebenso Fische, Muscheln und Schildkröten. Im Mesolithikum, zogen mobile Jäger und Sammler durch das Land. Die Temperatur lag 2-3 Grad C niedriger. Die beiden letzten Bilder zeigen die Entwicklung der Flora in unseren Breiten vor 12.000 und 8.000 Jahren, Gejagt wurde mit Harpunen aus Hirschgeweih und den verschiedenes Formen von Pfeilen für Wildvögel flache und spitze Pfeilspitzen für Wild. Angefertigt aus präparierte Lachshaut wurde Kleidung.
14 durchbohrte fossile Gyrauslus Schneckenhäuser, mit einer Größe von 5 mm, ebenso Microliten und ein Kranichknochen in der diese aufbewahrt wurden, der konnte verschlossen werden und viele andere wertvolle Beigaben. Mit ihr, in der Grube lag ein männlicher Säugling im Alter von ca. 4-6 Monaten. Sie waren nicht direkt verwandt, 3 oder 4 Verwandtschaftsgrad. Beiden fanden ihre letzte Ruhestätte in einem geflochtenen Korb, der außen mit einer Schicht von Lehm/Mörtel bestrichen war. Nach einer Blockgrabung legten Archäologen außerdem zwei Felsenbeine, Pars petrosa ossis temporalis, von ein kleinen Junge und einem weiteren Säugling frei, alle drei waren Brüder. Nach DNA Recherche hatte die Schamanin dunkle Haare, blau-graue Augen und dunkle Hautfarbe, 30 bis 35 Jahre alt, wurde am Saale Hochhang überblickend die Saale begraben. Weg von Mücken und anderen Insekten. Die Grabbeigaben bestehen aus einer Reh Maske, Zähnen von Wildschweinen, Muscheln und Resten von drei Schildkröten, Pfeilspitzen, durchbohrte Tierzähne und Eberzahnlamellen als Kleidungsbesatz, und vieles mehr.
Dank an alle die dieses Essen möglich machten.
https://www.lda-lsa.de/vortraege
Der nächste Vortrag in Englisch über die Levante und der dortigen Masken.
Die Kuratoren bieten die Führungen für Kita Kinder und auch Exkursionen für Schulklassen, in die nahgelegene Heide, an.
Kuratoren Führungen für Erwachsene unterschiedlichen Themata sind natürlich auch im Angebot.
Nutzt diese Angebote!
Bürgerreporter:in:Yvonne Rollert aus Halle |
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