Meine Sicht auf den Bundestag
Schlechtes Erscheinungsbild des Bundestages (2)
- (aus dem Internet)
- hochgeladen von Uwe Zerbst
Während ich mich über den „optischen Eindruck“ bereits ausgelassen habe im Beitrag
„Schlechtes Erscheinungsbild des Bundestages (1)“,
möchte ich hier ein paar Worte zu den Diskussionen sagen.
Erst einmal gehe ich davon aus, dass die meisten Themen bereits in vorherigen Gruppen diskutiert wurden und natürlich auch nach der Plenarsitzung mitunter erneut in die einzelnen Ausschüsse zur weiteren Diskussion gehen.
Welche Bedeutung hat da aber eine Diskussion im Plenum?
Natürlich möchte jeder Redner (Rednerin) seine Meinung zum Thema deutlich machen. Klar wird gesagt, woran kein anderer vorbeigehen könne, Dieser Grund leuchtet mir ein.
Dann aber wird nicht selten die Meinung anderer Reden derart auseinandergenommen, dass sie einen unmöglichen Standpunkt darstellt. Selbst Unfähigkeiten werden geäußert bis hin zu Behauptungen, dass die andere Meinung deutlich macht, mangelnde Lebens/Berufserfahrung eine grundsätzliche Ablehnung klar zur Folge habe.
Beleidigende Äußerungen gegenüber anderen Abgeordneten sowie gegenüber anderen Fraktionen sind schier Normalität.
Dass LINKE und RECHTE gleichermaßen abzulehnen seien, wird immer wieder betont.
Abgesehen davon, dass „in einen Topf werfen“ mangelnde Unterscheidung kennzeichnet, soll damit herausgestellt werden, dass man selbst in der Mitte „und damit im Recht“ ist.
Diese „Mitte“ wird schon deshalb verwandt, um dadurch mit allen anderen „mittigen“ verbunden zu sein.
Eine Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, um Gemeinsamkeiten oder noch zu klärende Unstimmigkeiten herauszuarbeiten, findet in wahrlich sehr seltenen Fällen statt. Anerkennungen fehlen auf jeden Fall.
Gemeinsam um etwas ringen wird verdrängt vom Niederringen anderer Meinungen.
Was soll damit in der jeweiligen Sache und auch gegenüber den beobachtenden Zuschauern im Plenarsaal sowie an den Bildschirmen gezeigt werden?
Ist es wünschenswert das „Gegeneinander“ herauszukehren und das „Miteinander für ein Thema“ hinten herunterfallen zu lassen?
Wurden die Abgeordneten dafür gewählt?
Haben sie sich so weit von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernt?
Haben die Wähler bei ihrer Wahl mitunter zu wenig oder gar nicht darauf geachtet, wen sie da wählten?
„Also ich habe Die nicht gewählt!“ – ist eine fadenscheinige Ausrede und kann nicht anerkannt werden!
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Siehe dazu auch zu den Reden selbst:
Schlechtes Erscheinungsbild des Bundestages (3)
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Nachtrag:
Meine eMail an den Bundestag
Bürgerreporter:in:Uwe Zerbst aus Gotha |
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