Maieröffnung in Friedberg
Maria als Vorbild für gelebte Solidarität
- Foto: Achim Lüders
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Mit einer festlichen Messe in der vollbesetzten Wallfahrtskirche St. Afra im Felde wurde am 1. Mai das Hochfest Patrona Bavariae gefeiert – zugleich der offizielle Auftakt in den Marienmonat Mai. Zahlreiche Gläubige aus Friedberg und Umgebung nahmen an der Feier teil, die musikalisch vom Kirchenchor St. Jakob unter Leitung von Monika Trinkel-Peters gestaltet wurde.
Marienverehrung mit historischer Tiefe
In seiner Predigt erinnerte Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl daran, dass der Mai seit Jahrhunderten als Marienmonat begangen wird. Dieser Brauch gehe auf die italienische Volksfrömmigkeit zurück und habe sich in Bayern zu einer besonderen Form der Marienverehrung entwickelt – mit Maiandachten, Bittgängen und Marienmessen.
Für Bayern kommt eine besondere Note hinzu: Seit 1917 wird Maria am 1. Mai als Patrona Bavariae, als Schutzfrau Bayerns, verehrt – ein Fest, das mitten im Ersten Weltkrieg auf Bitten von König Ludwig III. von Papst Benedikt XV. eingeführt wurde.
Maria als Vorbild für gelebten Glauben
Pater Brühl betonte, dass es dabei nicht um nostalgische Frömmigkeit gehe, sondern um eine hochaktuelle Frage: Was heißt es für unser Land heute, Maria zur Patronin zu haben? „Maria steht auf der Seite derer, die ohne großes Aufheben ihr Bestes geben, um anständig durchs Leben zu kommen. Sie verweist uns dabei immer wieder auf ihren Sohn“, so der Stadtpfarrer. Das zeige sich etwa in ihrem Wort bei der Hochzeit zu Kana: „Was er euch sagt, das tut.“ Dieser Satz sei auch heute für das Handeln der Christen wegweisend.
Solidarität als Auftrag
So schlug der Stadtpfarrer in seiner Predigt die Brücke zu aktuellen sozialen Themen: Rentnerinnen und Rentner, die mit knapper Rente leben, Familien, die steigenden Lebenshaltungskosten gegenüberstehen, Frauen, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordern. Maria als Patronin Bayerns, so Pater Brühl, sei ein Aufruf zu mehr gesellschaftlicher Solidarität. „Die Erkenntnis ist das eine, die Umsetzung das andere. Daran darf es nicht fehlen.“
Maiandacht und Bayernhymne beschließen den Festtag
An die Eucharistiefeier schloss sich eine Maiandacht mit Aussetzung des Allerheiligsten und eucharistischem Segen an. In einem Wechselgebet wurde Maria als Wegbegleiterin angerufen, die stets auf Christus verweist – gegenwärtig im Sakrament der Eucharistie. Den Abschluss bildete traditionell die Bayernhymne, in der die Gemeinde ihren Dank und ihr Vertrauen auf Gottes Segen für das Land Bayern zum Ausdruck brachte.
Ein ganzer Monat im Zeichen Mariens
Mit dem 1. Mai beginnt auch in der Pfarrei St. Jakob offiziell der Marienmonat. In zahlreichen Maiandachten, dem Mariensingen sowie bei der traditionellen Wallfahrt zur Gottesmutter nach Andechs wird Maria als Fürsprecherin und Begleiterin der Menschen angerufen.
Weitere Termine:
MARIENSINGEN
Wallfahrtskirche St. Afra im Felde
Samstag, 10. Mai, 16:00 Uhr
Traditionelle Marienlieder zum Mitsingen, gemeinsam mit der Musikgruppe Martina Steinbach
MAIANDACHTEN
Wallfahrtskirche St. Afra im Felde
Dienstag, 13. Mai, 19:00 Uhr
Samstag, 17. Mai, 14:30 Uhr
Dienstag, 20. Mai, 19:00 Uhr
Samstag, 24. Mai, 18:30 Uhr, (Erstkommunionkinder)
Dienstag, 27. Mai, 19:00 Uhr
St. Stephan Friedberg-Süd
Donnerstag, 08. Mai, 19:00 Uhr
Donnerstag, 15. Mai, 19:00 Uhr
Donnerstag, 22. Mai, 19:00 Uhr
Stadtpfarrkirche St. Jakob
Freitag, 16.Mai, 18:30 Uhr
Samstag, 31. Mai, 18:30 Uhr (feierlicher Maiabschluss)
Bürgerreporter:in:Kath. Pfarrei St. Jakobus maj. aus Friedberg |
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