Fronleichnam in Friedberg
Ein Zeichen für Gerechtigkeit und Frieden
- Die Jugendbanner-Tragenden bei der Fronleichnamsprozession 2025 in Friedberg (Bayern)
- Foto: Peter Kleist
- hochgeladen von Kath. Stadtpfarrei St. Jakob
Mit einem eindrucksvollen Zeichen des Glaubens und der gelebten Gemeinschaft feierten Hunderte Gläubige das Fronleichnamsfest 2025 in Friedberg. Der Tag begann mit dem festlichen Gottesdienst in der übervoll besetzten Wallfahrtskirche Herrgottsruh, musikalisch begleitet von Monika Trinkl-Peters an der Orgel.
Glaube braucht öffentlichen Raum und Sichtbarkeit
Stadtpfarrer P. Steffen Brühl stellte in seiner Predigt die Frage, wie viel Glaube der öffentliche Raum heute noch vertrage: „Fronleichnam ist keine Demonstration, sondern ein Zeichen, eine Erinnerung: Unser Gott ist da – und zeigt uns, dass es mehr gibt als Leistung, Konsum und Selbstoptimierung.“
Verantwortung, die aus dem Glauben wächst
P. Brühl betonte auch die Verantwortung, die aus dem Glauben erwächst: „Wer das Brot des Lebens empfängt, wird es teilen. Wer an das Reich Gottes glaubt, kann nicht schweigen, wenn Ungerechtigkeit geschieht. Christen setzen sich für die Schwachen in der Gesellschaft ein – und holen die an den Rand Gedrängten zurück in die Mitte.“
Prozession durch die Stadt
Nach dem Gottesdienst führte die Prozession – musikalisch begleitet von der Städtischen Jugendkapelle unter der Leitung von Andreas Thon – durch die Straßen der Stadt. Das Allerheiligste wurde abwechselnd von Wallfahrtsdirektor P. Hans-Joachim Winkens, P. Rüdiger Kiefer und Stadtpfarrer P. Steffen Brühl getragen. Den Baldachin trugen traditionell Friedberger Landwirte. Ein engagiertes Vorbeterteam begleitete den Zug mit Gebeten und Litaneien.
Sicherheit im Hintergrund
Wegen der erhöhten Gefahrenlage wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Fronleichnamsprozession in diesem Jahr verstärkt. Dass diese Maßnahmen den Ablauf der Feier in keiner Weise beeinträchtigten und von den Teilnehmenden kaum wahrgenommen wurden, ist dem engagierten und umsichtigen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg – mit ihrem Kommandanten Michael Geiger und Vorsitzendem Markus Rietzler – zu verdanken.
Dank für das Miteinander
Stadtpfarrer P. Steffen Brühl sprach in diesem Zusammenhang seinen besonderen Dank für das gute Miteinander in Friedberg aus. Er würdigte das reibungslose Hand-in-Hand-Arbeiten von Stadtverwaltung, Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz und bedankte sich ausdrücklich bei Erstem Bürgermeister Roland Eichmann und den verantwortlichen Stellen der Stadt.
P. Brühl konnte seinen Dank direkt persönlich anbringen, denn Bürgermeister Eichmann nahm zusammen mit dem Zweitem Bürgermeister Richard Scharold, den Altbürgermeistern Albert Kling und Peter Bergmair sowie mehreren Stadträtinnen und Stadträten an der Feier teil.
Das gebrochene Brot als Zeichen
In diesem Jahr wurde in der Monstranz das Allerheiligste in Form des gebrochenen Brotes öffentlich gezeigt. So wollte Stadtpfarrer P. Brühl auf die zerrissene Welt mit ihren Kriegen, Auseinandersetzungen und Ungerechtigkeiten hinweisen und deutlich machen: „Auch hier ist uns Gott nicht fern. Jesus hat sich für diese Welt zerbrechen lassen, verletzlich gemacht, sich der Öffentlichkeit ausgesetzt. Nur um uns den wahren Weg zu zeigen – zu Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“, so P. Brühl.
Altäre mit gesellschaftlicher Botschaft
Am Altar beim Krankenhaus wurde für den Frieden in der Welt gebetet. Der zweite Altar am Pilgerbrunnen griff das Thema Einsamkeit auf – eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Antwort der Kirche? Räume der Nähe schaffen – wie etwa im Begegnungs-Café „Divano“.
Feierlicher Ausklang und großer Dank
Nach dem feierlichen Schlusssegen mit Te Deum in der Stadtpfarrkirche St. Jakob klang das Fest bei strahlendem Sonnenschein mit einem Weißwurstfrühstück aus.
Ein herzlicher Dank gilt überdies dem Mesnerteam, den Ministranten, Zugführer Helmut Schamberger, den Technikern, den Lektorinnen, dem Arbeitskreis „Feste und Feiern“ des Pfarrgemeinderats, dem Blumenteam, den zahlreichen Fahnenabordnungen – und allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Fest des Glaubens so würdig und schön gefeiert werden konnte.
Bürgerreporter:in:Kath. Stadtpfarrei St. Jakob aus Friedberg |
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