Jubelkommunion
Über 20 Jubilare feiern Jubelkommunion in der Herz-Jesu-Kirche

Foto: Foto: Pater Tobias Breer
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„Glaube, der ein Leben trägt“
Über 20 Jubilare feiern Jubelkommunion in der Herz-Jesu-Kirche – Erstkommunionkinder setzen ein Zeichen der Hoffnung

Duisburg-Neumühl.
Ein Gottesdienst, der unter die Haut ging: In der Herz-Jesu-Kirche in Neumühl feierten über 20 Jubilare ihre Jubelkommunion – Menschen, die vor 50, 60, 65, 70 und sogar vor 80 Jahren zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen haben.

Gemeinsam mit zahlreichen Erstkommunionkindern, die erst am vergangenen Sonntag ihre erste Begegnung mit Jesus in der Eucharistie gefeiert hatten, entstand ein eindrucksvolles Bild von Glauben, der Generationen verbindet.

Schon beim Einzug war die besondere Atmosphäre spürbar. Die festlich gekleideten Kinder erinnerten viele Jubilare an ihre eigene Erstkommunion. „Ich hatte sofort Bilder von damals im Kopf“, sagte eine Jubilarin, die vor 60 Jahren zur Erstkommunion gegangen war. „Das war ein ganz besonderer Moment – und heute fühlt es sich wieder so an.“

Auch bei den Kindern war die Freude groß: „Ich fand es schön, noch einmal so zur Kirche zu kommen“, sagte ein Kommunionkind strahlend. „Und dass so viele ältere Menschen dabei sind, die das schon so lange glauben, das ist irgendwie besonders.“

„Versuch es noch einmal – ich bin bei dir“

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Evangelium vom reichen Fischfang. Es erzählt von den Jüngern, die sich die ganze Nacht abgemüht hatten und doch nichts fingen – bis Jesus ihnen einen neuen Impuls gibt und aus der Leere plötzlich Fülle wird.

Diese Botschaft griff Pater Tobias in seiner Predigt auf: „Wir alle kennen diese Momente, in denen wir uns anstrengen und trotzdem das Gefühl haben, mit leeren Händen dazustehen. Und genau da hinein spricht Jesus: Versuch es noch einmal – ich bin bei dir.“

Gerade für die Jubilare wurde dieser Gedanke zu einem starken Zeichen. „Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann gab es viele Situationen, die nicht einfach waren“, erzählte ein Teilnehmer nach dem Gottesdienst. „Aber ich kann sagen: Der Glaube hat mich getragen.“

Auch eine weitere Jubilarin brachte es auf den Punkt: „Man versteht vieles erst im Nachhinein. Aber Gott war immer da – auch in den schweren Zeiten.“

Ein besonders berührender Moment war die Begegnung zwischen den Generationen: Die Kommunionkinder überreichten den Jubilaren jeweils eine Rose sowie ein eingerahmtes Bild vom Altar – als Zeichen der Verbundenheit im Glauben. Viele nahmen diese Geste sichtbar bewegt entgegen.

Für die Kommunionkinder wurde an diesem Tag deutlich: Die Erstkommunion ist kein Ziel, sondern ein Anfang. „Ich möchte jetzt öfter in die Kirche gehen“, sagte ein Junge nach der Feier. „Das hat mir richtig gut gefallen.“

Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Feier der Eucharistie. Hier wurde spürbar, was diesen Gottesdienst getragen hat: die Erfahrung, dass Christus Menschen verbindet – über Generationen hinweg.

Musikalisch wurde der Gottesdienst eindrucksvoll begleitet vom Chor „Die PFaD“, der mit seinen Liedern für eine besonders dichte und berührende Atmosphäre sorgte. Ergänzt wurde dies durch das einfühlsame Trompetenspiel von Klaus Schuster, das den festlichen Charakter des Gottesdienstes auf besondere Weise unterstrich.

Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst waren alle Jubilare zu einem Empfang im Agnesheim eingeladen. In herzlicher Atmosphäre wurde weiter erzählt, gelacht und erinnert – ein lebendiger Ausklang eines besonderen Tages.

Am Ende blieb ein Eindruck, der viele noch lange begleiten wird:

Glaube ist mehr als ein schöner Moment.
Glaube ist eine Kraft, die ein Leben trägt.

Bürgerreporter:in:

Pater Tobias Breer

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