Eiserne Hochzeit Bruno und Hannelore Klemski
Mit 24 Jahren schon vierfache Eltern
- Bruno und Hannelore Klemski feiern am 25. August das immer noch außergewöhnliche Fest der Eisernen Hochzeit. Mit dabei sind natürlich die vier Kinder, zehn Enkelkinder und zehn Urenkelkinder.
Foto: privat - hochgeladen von Reiner Terhorst
Die Voraussetzungen für ein langes, glückliches Eheleben waren und sind eine intakte Familie, ein erfülltes Berufsleben, erlebte und gelebte Freizeitgestaltung und ansteckende Fröhlichkeit. Von alledem haben Bruno und Hannelore Klemski eine ganze Menge.
Sie haben jetzt einen stolzen Grund, dankbar zurückzublicken und sich zugleich auf viele weitere schöne gemeinsame Jahre zu freuen. Sie feiern am 25. August das immer noch außergewöhnliche Fest der Eisernen Hochzeit. Mit dabei sind natürlich die vier Kinder, zehn Enkelkinder und zehn Urenkelkinder.
Die Ehejubilare sind beide Jahrgang 1941. Krieg und Wiederaufbau prägten ihre Kindheit. Brunos Vater ist im Krieg geblieben und Hannelore, geboren in Oberschlesien, das als Kriegsfolge zu Polen kam, führte der Weg 1957 nach Deutschland.
Leben, lieben, lachen
Die Begriffe Zusammenhalt, Gemeinschaft, An- und Zupacken, Zuverlässigkeit und Engagement haben sie regelrecht „gelebt“. Geselligkeit und Lachen spielten ebenfalls eine große Rolle. So wundert es nicht, dass es zwischen beiden im bunten Duisburger Karneval so richtig „funkte“. In der damaligen Neumühler Kultkneipe Heiden nahm im Februar 1960 der gemeinsame Lebensweg seinen Anfang. Schon eineinhalb Jahre später gaben sie sich am 25. August 1961 das Ja-Wort.
Und das Familienglück ließ nicht lange auf sich warten. Zwischen 1961 und 1966 wurden die vier Kinder geboren, so dass die Beiden bereits im Alter von 24 Jahren stolze vierfache Eltern waren. Hannelore widmete sich mit viel Herzblut als Vollzeitmutter dem quirligen Nachwuchs. Aber sie leistete dann auch durch ihre Arbeit bei Edeka und später in der Rhein-Ruhr-Halle einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Lebensunterhalts.
Bruno arbeitete als junger Mann zunächst im Straßenbau, danach als Dachdecker, bis er schließlich einen Job als Lokführer bei Eisenbahn und Häfen bekam, den er bis zur Rente zuverlässig und vor allem gerne ausgefüllt hat. Auch sinnvolle Freizeitbeschäftigungen kamen nicht zu kurz.
Fußball und Taubensport
Bruno war leidenschaftlicher Fußballer und bei Hamborn 90 und dem TuS Buschhausen Stammspieler. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er dem „runden Leder“ treu und engagierte sich stark im Frauenfußball bei den „90ern“ und bei Hamborn 07. Bis heute hat der Name Bruno Klemski einen guten Ruf im Duisburger Sport.
Und dann gab und gibt es ja noch die Brieftauben. Sei mehr als 70 Jahren schlägt Brunos Herz für den Taubensport. In der Reisevereinigung Neumühl hatte er viele Jahre leitende Funktionen inne. Und als heute ältestes Mitglied hält er immer noch „seine“ Tauben und freut sich über sportliche Erfolge der „Rennpferde des kleinen Mannes“. Von den Taubenzüchtern werden seine Tipps und Ratschläge gerne angenommen.
Die Liebe zu Tieren ist halt eine große Gemeinsamkeit des Jubelpaares, ganz gleich, ob es sich um Tauben, Hunde oder Katzen handelt. Aber es gibt noch viele Dinge, die ihnen zusammen Spaß und Freude bereiten. Da werden schöne Erinnerungen wach., etwa an die vielen gemeinsamen Fußballtouren. Jetzt lachen beide: „Wir haben das immer AOK genannt, Auszeit ohne Kinder.“
Werte leben und vermitteln
Natürlich gab es, wie in jeder langen Ehe, Höhen und Tiefen. Wieder lachen beide: „Besonders dann, wenn Bruno die Geselligkeit mit seinen Kumpels bei Heiden oder bei Oploh zu sehr genoss.“ Aber es wurde gemeinsam das Leben gelebt und ausgiebig gefeiert. Damals in der Zechensiedlung an der Alfredstraße gab es einen großen Partykeller und heute ist die Gartenlaube am Zechenhaus an der Felix-Dahn-Sttraße das Herzstück für alle Familienfeiern, so auch am Tag der Eisernen Hochzeit.
Tochter Bärbel Winsberg bringt es für alle Familienmitglieder auf den Punkt: „Hannelore und Bruno sind einfach großartige Eltern, Oma und Opa, Uroma und Uropa. Sie sind immer da, wenn man sie braucht und haben der Familie vorgelebt, was echte Werte bedeuten.“
Bürgerreporter:in:Reiner Terhorst aus Duisburg |
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