In Zeiten des Umbruchs
Berlin ist in Aufregung
Alle, die irgendwie anders sind als Andere, spüren es. Es wird zunehmend unlustiger für sie, hier in diesem schönen Lande.
Von der Migration hat Berlin enorm profitiert.
Service-Personal in der Gastronomie, in Kaffeehäusern, bringt häufig einen internationalen Backround mit.
Von zuhause lernen sie oftmals vorbildliche Gastfreundschaft, viele junge Migranten haben sehr viel Respekt vor Senioren.
Wenn ich mit meiner Mutter, Gott hab sie selig, in der Berliner U-Bahn unterwegs war, dann sind regelmäßig junge Frauen und Mãnner mit dunkler Haarfarbe und dunklen Augen blitzartig für sie aufgestanden, um ihr einen Sitzplatz anzubieten.
Wie mir ein jüdischer Invetment-Banker bestãtigte, Berlin ist für Minderheiten oftmals nicht mehr witzig.
Hochsensible Menschen spüren es ganz deutlich, Sinti und Roma, wahre Meister in sehr vielen Künsten, werden mit dem "Z-Wort" bedacht, was tatsächlich als Kränkung verstanden wird.
Oftmals ist es auch so gemeint.
Berlin ist meine Heimat, ich versuche mich einzumischen, wenn Menschen in Streit geraten.
Vor circa dreißig Jahren schlichtete ich einen Streit in einem U-Bahn-Waggon zwischen einem türkischen und einem deutschen Jugentlichen.
Der "Tûrke" verabschiedete sich lachend von mir mit den Worten "wollen wir eine Pfeife rauchen ?" und stieg aus.
Der deutsche Dummkopf gab mir als Dank einen Tritt mit dem Knie in die Magengrube.
Von den Migranten haben zum großen Glück viele Berliner gelernt.
Jetzt kommt es darauf an, den Frieden im Alltag zu bewahren und auszubauen.
So sehe ich es.
Bürgerreporter:in:Lorenz George aus Berlin |
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