„Ich will doch einfach nur hier sitzen“, Loriot
Alle Künstler bestätigen es mir
Es wird kalt in Deutschland. Wer anders ist als Andere, hat es zunehmend schwerer in diesem schönen Lande.
„Und dann find ich Trost in einem Lied“, „Über sieben Brücken musst Du gehen“, Karat, DDR-Band.
Es gibt so sehr viele gute, tröstende Lieder, die mir Hoffnung machen. In der DDR gab es viele wirklich gute Künstler.
„Du musst ein Schwein sein in dieser Welt“, haben die Prinzen gesungen, ein flammender Appell dafür, eben gerade k-e-i-n Schwein zu werden, ein Plädoyer dafür, darüber nachzudenken, wie wir hier zusammen leben in Anstand und Würde.
Im Zweifel entscheide man sich für menschlichen Anstand, ohne den Anderen zu verurteilen.
Von „den“ Amerikanern, von der amerikanischen Alltagskultur können wir sehr viel lernen. Grundton ist der Konsens der Freiheit, die relativ junge Nation ist ein Völkergemisch, jeder lernt von jedem, von vorne herein ist man erst mal offen für das Gegenüber.
Die richtig fiesen menschenverachtenden Geheimdienste sind die amerikanischen.
„Skull & Bones“ ist entgegen langläufiger Meinung eben gerade k-e-i-n-e Freimaurerloge, es ist eine elitäre Studentenverbindung.
Ich kannte einen Franzosen, der hier in Berlin lebte und seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer verdiente, und ja, ich lernte ihn kennen, weil er regelmäßig meinen Schuhen zu einem guten Aussehen verhalf.
Er verabschiedete sich aus Deutschland, als er etwas Geld erbte, um mit Freunden in Frankreich ein Kunst-Projekt zu leben.
Genau das importiert mir. Menschen, die ihrer Leidenschaft folgen und mit Startkapital ganz genau ihren Traum realisieren.
Eine Welt, in der so viele Menschen wie möglich eine Arbeit haben, die sie gerne machen, ist eine sehr viel bessere Welt.
Die junge Generation macht genau das, sie folgt ihrer Leidenschaft, sie will nicht in erster Linie endlos viel Geld verdienen.
Die alten Männer in unserer Gesellschaft müssen auf SIE hören.
So sehe ich es.
Bürgerreporter:in:Lorenz George aus Berlin |
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