Literaturbesprechung
Putins Angriff auf Deutschland - das Buch

Arndt Freytag von Loringhoven / Leon Erlenhorst: Putins Angriff auf Deutschland Desinformation, Propaganda, Cyberattacken; Ullstein  Buchverlag Berlin 2024 / Bundeszentrale für politische Bildung Bonn 2025; 333 Seiten; ISBN: 978-3-7425-1293-2

Freiheitliche Demokratien und Gesellschaften sind Feindbilder des Kreml. Die militärische Gewalt Rußlands gegen die Ukraine läßt dabei zuweilen aus dem Blick geraten, daß unter Putin längst auch das Arsenal der Desinformation und Propaganda, das schon im Kalten Krieg wirksam war, reaktiviert und professionalisiert wurden.

Inzwischen ist der russische Einfluß via sozialer Medien auch in Deutschland erschreckend groß und technisch auf hohem Niveau.

Putins Strategen verknüpfen reale Ängste, Krisen und Tatbestände - die Corona-Pandemie, die Migration, die Erderwärmung, die Kriege gegen die Ukraine und im Nahen Osten - mit verzerrten Fakten, bewußten Falschmeldungen und Lügen. Ziele sind insbesondere die Delegitimierung und Diskreditierung der Demokatrie, die Verhärtung gesellschaftlicher Spannungen sowie die politische Spaltung Europas. 

Dies ist Band 11293 der "Schriftenreihe", die von der oberen Bundesbehörde herausgegeben wird.

Von Loringhofen ist Jahrgang 1956. Der Diplomat im Ruhestand war Botschafter in Paris, Prag und Moskau, anschließend 2007 bis 2010 Vizepräsident des BND und 2016 bis 2021 Beigeordneter - Generalsekretär der NATO für geheimdienstliche Zusammenarbeit.

Erlenhorst ist Jahrgang 1996. Er hat Philosophie, VWL und Internationale Beziehungen studiert Er ist in der Politik- und Unternehmensberatung tätig.

Die beiden Autoren beschreiben ausführlich und sehr gut recherchiert die russische Desinformationspolitik. Viele Ereignisse davon sind bei uns bekannt, ein Teil davon nicht. Die Ereignisse werden politisch und gesellschaftlich eingeordnet.

Das Buch ist sehr gut und leicht verständlich geschrieben, so daß auch der fachliche Laie einen Zugang dazu finden kann. Interessant ist es auf jeden Fall.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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