Literatur Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Gesellschaftsanalyse und politische Bildung (RLS) ist eine deutsche parteinahe Stiftung der Partei Die Linke mit Hauptsitz in Berlin. Benannt ist sie nach Rosa Luxemburg, der Politikerin, Theoretikerin und Vertreterin des Marxismus bzw. Kommunismus, und versteht sich als der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus verpflichtet. Formal als Verein organisiert, gibt es die Stiftung seit 1990.
Im Jahr 2025 wurde die Stiftung in Russland zur unerwünschten Organisation erklärt.
Schauen wir uns nun eine Veröffentlichung der Stiftung an.
Rosa-Luxemburg-Stiftung (Hrsg.): Vänsterpartiet Handbuch zum innerparteilichen Feminismus Ein Leitfaden der schwedischen Linkspartei; Selbstverlag Berlin 2022; 55 Seiten; ISBN: 978-3-948250-49-2
Geht es nach den schwedischen Linken, sollte der innerparteiliche Feminismus Teil der regulären Parteiarbeit sein. Die Parteiführung muß dann planen, wie, wann und was für den innerparteilichen Feminismus getan werden muß. So ist beispielsweise vor jedem Wahlausschuß ein arbeits- und zeitintensives Engagement zu erwarten, um eine ausgewogene Kandidatenliste zu erreichen.
Die Broschüre ist unbefriedigend. Es fängt damit an, daß die schwedische Linkspartei, ihre Struktur sowie ihre Bedeutung für die schwedische Innenpolitik nicht vorgestellt werden. Für den deutschen Leser wäre es schon interessant, zu erfahren, wie erfolgreich sie ihre eigenen Ideen umgesetzt hat.
Hinzu kommt die Frage: Muß es wirklich Frauenförderung mit aller Gewalt und um jeden Preis geben? Geschlechtergerechtigkeit orientier sich an den Talenten, Fähigkeiten und Interessen der Beteiligten und nicht an Erbsenzählerei. Die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ist nicht unbedingt von sich aus ein Qualitätsmerkmal. Ansonsten seien die Fragen erlaubt, ob ich wirklich Feigenblatt-Frauen brauche und ob auch Situationen denkbar sind, in denen Frauen willentlich und wissentlich Männer diskriminieren...
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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