Literatur Heinrich-Böll - Stiftung

Heinrich Böll ist ein erfolgreicher deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger. Die Stiftung steht den Bündnis 90 – Grünen als politische Stiftung nahe und hat ihren Sitz in Berlin. Die Stiftung existiert in ihrer heutigen Form seit 1996.

Ihr geht es um „„die politische Bildung im In- und Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung“.“ So beschreibt die Stiftung auch im Hinblick auf den Namensgeber ihren Ansatz.

ihrem Leitbild zufolge hat die Heinrich-Böll-Stiftung sieben Hauptanliegen:it-
• Ökologie und Nachhaltigkei
• Demokratie und Menschenrechte
• Selbstbestimmung und Gerechtigkeit
• Geschlechterdemokratie
• Gleichberechtigung kultureller und ethnischer Minderheiten
• soziale wie politische Partizipation von Immigranten
• Gewaltfreiheit und eine aktive Friedenspolitik.

Daß die Stiftung in Rußland eine unerwünschte Organisation ist, seit hier nur am Rande erwähnt.

Ökologisch korrekt gibt die Stiftung ihre Veröffentlichungen nur in elektronischer Form heraus(spart bei Bedarf auch die Versandkosten).

Schauen wir uns die Veröffentlichung „Elternschaft rechtlich neu denken: Mitmutterschaft, Verantwortungsgemeinschaft und Kleines Sorgerecht“ einmal genauer an.
Sie stammt aus dem Jahre 2023 und aus der Feder von Sevda Evcil und Alicia Schlender. Der Umfang: 21 Seiten. Der Text ist als PDF-Datei und epub abrufbar

„Die Lebensentwürfe der Menschen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfältigt. Die Ampelkoalition hat sich vorgenommen, darauf zu reagieren und eine rechtliche Absicherung von Familien, die jenseits der bisherigen rechtlichen Norm leben, zu realisieren.

Dieses Policy Paper des Gunda-Werner-Instituts untersucht die angekündigten Neuerungen der sogenannten Mitmutterschaft, der Verantwortungsgemeinschaft und des Kleinen Sorgerechts. Es zeigt den rechtlichen Status quo und die geplanten rechtlichen Neuerungen auf und nimmt letztere aus geschlechtertheoretischer Perspektive kritisch in den Blick. Aus der Kritik werden einige konkrete politische Empfehlungen abgeleitet“ berichtet die Inhaltsangabe.

Diese Publikation ist eien Reaktoin auf tagesaktuelle Ereignisse (es geht um den rot-grün-gelben Koalitionsvertrag) und in der breiten Öffentlichkeit völlig unbekannt. Was auch gut so ist. Hier wird Beliebigkeit Vorschub geleistet.

Laut Verfassung sind Ehe und Familie das Fundament unseres Staates und seiner Gesellschaft. Idealtypischerweise leben die Kinder bei ihren biologischen Eltern. Schwul-lesbische Familien?Scheidungen und Wiederverheiratung? Gibt es dabei nicht.

Die Stiftung sollte lieber darüber nachdenken, wie die Geburtenrate deutlich erhöht werden kann, statt sich mit solchen Gedankenspielen zu befassen.

Betrachten wir noch die Veröffentlichung „Reproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin neu Denken Eizellabgabe und Leihschwangerschaft“. Sie wurde im Jahre 2024 herausgegeben und stammt aus der Feder von Sevda Evcil und Ronja Schütz. Der Umfang beträgt 20 Seiten. Der Titel ist als PDF-Datei sowie Epub im elektronischen Weltnetzauftritt der Heinrich-Böll-Stiftung abrufbar. Die Publikation stammt aus dem Jahre 2024.

„In vielen europäischen Ländern ist Eizellabgabe erlaubt, in manchen Ländern sind es auch altruistische Formen der Leihschwangerschaft, was zu einem vermehrten reproduktiven Reisen deutscher Staatsangehöriger führt und Risiken wie Ausbeutung und Rechtsunsicherheit birgt. Diese Praxis erhöht den Druck zur Legalisierung auch in Deutschland. Die aktuellen Verbote basieren auf dem Embryonenschutzgesetz und dem Abstammungsrecht, die die sogenannten «gespaltenen Mutterschaften» verhindern sollen. Die Ampel-Koalition versprach im Koalitionsvertrag, die Legalisierung dieser Verfahren zu prüfen, und berief 2023 die «Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin» ein. Der abschließende Bericht der Arbeitsgruppe 2 der Kommission, der im April 2024 vorgelegt wurde, wird in diesem Beitrag kritisch analysiert, um Empfehlungen zu benennen und Versäumnisse zu beleuchten, berichtet die Einführung in das Thema.

Sevda Evcil(-Cetin) ist Geschäftsführerin des Frauennotrufs Hannover und Promovendin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim. Ihr Dissertationsthema lautet «Trennungs- und Erziehungsberatung im Wandel familiärer Lebenswelten – Eine familienrechtliche und -soziologische Analyse». Außerdem ist sie Mitglied der Forschungsgruppe PRiNa (Politiken der Reproduktion).

Ronja Schütz ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als Dozentin für Politische Bildung mit Schwerpunkten auf Care-Arbeit und Familienpolitik sowie globale Ungleichheit.

Sieht man von der Tagesaktualität ab, wird hier ein Spezialthema, das für den Nicht-Fachmann unverständlich ist, aus feministischer Sicht behandelt. Ein praktischer Nutzen ist nicht ersichtlich.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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