Geheimnisvolles Berlin
Skurrile Geschichten, versteckte Orte und ungelöste Rätsel der Hauptstadt
- Brandenburger Tor Berlin
- hochgeladen von Klaus Tolkmitt
Berlin ist eine Stadt voller Mythen, kurioser Anekdoten und geheimnisvoller Orte. Hinter prachtvollen Boulevards, historischen Monumenten und alltäglichen Straßennamen verbergen sich Geschichten, die selbst viele Berliner nicht kennen.
Wir wollen einige Geheimnisse lüften.
Da ist um Beispiel der geheime Raum im Brandenburger Tor – Die verborgene Soldatenkammer
Das Brandenburger Tor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Europas. Doch kaum jemand weiß, dass sich im Inneren ein großer, fensterloser Raum verbirgt: die sogenannte Soldatenkammer.
Wo sich der Eingang versteckt
Man muss lange suchen, um den Eingang zum geheimen Raum im Brandenburger Tor zu finden. Wer vom Pariser Platz auf die Quadriga blickt, erkennt rechts an der Seite eine schmale Treppe. Sie führt zu einem unscheinbaren Eingang, der in den geheimen Raum führt. Der Hohlraum erstreckt sich über die gesamte Länge des Tores, umfasst rund 250 Quadratmeter und besitzt keine Fenster – ein abgeschotteter Ort voller Geschichte.
Wie Napoleon, die Wehrmacht und die Stasi den Raum nutzten
Der verborgene Raum wurde über die Jahrhunderte immer wieder zweckentfremdet – oft im Schatten der Geschichte.
Nach seinem Einzug in Berlin 1806 soll Napoleon hier Gefangene festgehalten und verhört haben. Belegt ist zumindest, dass französische Truppen das Tor militärisch nutzten.
Gegen Ende des Krieges verschanzten sich hier die letzten Wehrmachtssoldaten – daher der Name Soldatenkammer.
Während der deutschen Teilung installierte die Stasi im Inneren des Tores Abhörtechnik, um Bewegungen am Grenzübergang zu überwachen. Ein symbolträchtiger Ort wurde so zum Werkzeug der Überwachung.
Nach der Wende: Verwüstung, Renovierung – und bis heute verschlossen
Als die Mauer fiel, entdeckten Berliner den geheimen Raum und hinterließen ein Chaos. Erst später wurde er renoviert: weiße Wände - neuer Holzfußboden - technische Sicherungen.
Doch trotz der Sanierung bleibt die Soldatenkammer für die Öffentlichkeit geschlossen. Ein Ort, der weiterhin Rätsel aufgibt und die Fantasie beflügelt.
Diese und andere unbekannten Geschichten lassen sich auf einer Bustour mit dem Bus 100 der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erleben und erfahren. Man benötigt nur sein Handy und die App von lialo um die Tour aufzurufen, die dann erklärt, wo man aussteigen muss, um interessante Dinge zu erfahren. Hier der direkte Link zur Tour Text und Fotos: Klaus Tolkmitt
Bürgerreporter:in:Klaus Tolkmitt aus Berlin |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.