HARZ WANDERUNG
Harzgerode - Schönsicht - Verlobungsurne - Birkenhäuschen - Krauses Hütte - Himmelreich - Liebeslaube - Harzgerode
- auf dem Silberhüttenweg
- hochgeladen von Gerd Horenburg
Als Startpunkt zu einer Wanderung hatte der Wanderleiter des Harzklubs Zweigvereins Quedlinburg, der Wanderführer Manfred Böhm, den Parkplatz Wallgarten in Harzgerode ausgesucht. Die frühere Bergarbeiterstadt liegt im Ostharz und ist Bestandteil des Landkreises Harz in Sachsen - Anhalt.
Harzgerode - Judenteich - Silberhüttenweg - Röderbach - Schönsicht
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Wanderroute durch den Wanderleiter setzte sich eine kleine Wandergruppe in Bewegung. Auf der Wallstraße erreichten wir nach ca. 150 m den Mühlweg. Dieser führt neben den Gleisen der Selketalbahn in nordwestlicher Richtung. Leider wird seit rund zwei Jahren die von Alexisbad nach Harzgerode führende Nebenstrecke der Selketalbahn nicht mehr befahren. Nach ca. 400 m mündete der Mühlweg in den Förstereiweg. Gleich hinter den letzten Siedlungshäusern geht ein schmaler, nicht ausgeschilderter Wandersteg hinunter zum Hagenröder Teich. Gleich neben den Hagenröder Teich befindet sich der etwas größere Judenteich. Über den, zwischen beiden Teichen befindlichen, Damm verläuft dieser Wanderstieg weiter. Bald erreichten wir die B242, die wir am Ortsende von Harzgerode überquerten. Dort befindet sich am Silberhüttenweg ein weiterer Teich, den Röderteich auch Kunstteich genannt. Alle diese künstlich angelegten Teiche dienten den dortigen Bergwerken mit ihrer Wasserkraft beim Abbau der Erze. Über dem Silberhüttenweg und den Schneidmühlenweg erreichten wir die Schutzhütte Schönsicht. Von dort aus hatten wir, wie der Name schon aussagt, eine schöne Sicht ins Selketal und dem von der Kreuzung Silberhüte/Alexisbad nach Harzgerode führenden Langem Tal. Auch den Blick auf unser nächstes Ziel, die gegenüberliegende Verlobungsurne mit den Klippen des Habichtsteines, konnten wir von der Schutzhütte aus genießen.
Klippenweg - Verlobungsurne - Habichtstein - Krauses Hütte
Nach einer kurzen Pause ging es auf 300 m relativ steil hinunter in das schon erwähnte Seitental der Selke, dem Langen Tal. Nach Überquerung der B242 und den Gleisen der Nebenstrecke der Selketalbahn erreichten wir das Lange Tal mit dem Langem Talbach. Parallel zu dem Langen Talbach verläuft anfangs der Lange Tal Weg. Dieser Lange Tal Weg ist ein Teil des 74 km langen Selketal - Stieges. Dieser Selketal - Stieg kann in diesem Jahr sein 20- jähriges Bestehen feiern. Auf dem Zick - Zack - Stieg ging es relativ steil bergauf. Nach etwa 1 km gelangten wir auf den Klippenweg. Dieser Klippenweg wurde für die betuchten Alexisbader Kurgäste, zum besseren Erreichen der vielen Aussichtspunkte, bereits im 19. Jahrhundert angelegt. Nach wenigen Metern auf dem Klippenweg erreichten wir die Verlobungsurne. Hier befindet sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel (HWN 177). Von dort wanderten wir auf dem Klippenweg zum Birkenhäuschen. Diese Schutzhütte bietet einen schönen Ausblick auf den Kurort Alexisbad. Nach ca. 100 m verließen wir den Klippenweg und somit den Selketal - Stieg um über den Alexisbader Fußweg bis zur Paul - Krause - Hütte zu wandern. Paul Krause (1864 -1941) war ein Harzgeröder Lehrer und Vorsitzender des Harzklub Zweigvereins Harzgerode. Ihm zu Ehren wurde vor vielen Jahren eine Schutzhütte errichtet, die im Jahre 1990 wieder errichtet wurde. In dieser Schutzhütte legten wir unsere Mittagspause ein.
Himmelreich - Steinbruch Schneckenberg - Liebeslaube
Nach der Mittagspause wanderten wir in südlicher Richtung weiter. Nach gut 100 m trafen wir auf den Abzweig ins Himmelreich. Auf diesem kurvenreichen Forstweg kamen wir an einem ehemaligen Steinbruch am Schneckenberg vorbei. Hier konnten wir uns mit Hilfe einer Infotafel über den Steinbruch und die dort gefundenen Fossilien informieren. Gegenüber dem Aussichtspunkt Steinbruch befindet sich die Schutzhütte Liebeslaube. Nach knapp 500 m erreichten wir wieder den Förstereiweg. Damit hatte sich die Rundwanderung geschlossen. Über den Förstereiweg, den Mühlweg und der Wallstraße erreichten wir wieder den Parkplatz Wallgarten. Für die schöne knapp 8 km langen Wanderung möchte ich mich bei dem Wanderleiter Manfred Böhm recht herzlich bedanken. Weiterhin möchte ich mich bei ihm bedanken, dass er auch relativ kurze Wanderungen anbietet, damit auch ältere Wander:innen an seinen Wanderungen teilnehmen können. Für Diejenigen , den die Wanderroute zu kurz ist, empfehle ich, den Klippenweg nicht schon hinter dem Birkenhäuschen über die Alexisbaderweg zu verlassen, sondern den Klippenweg bis zur Mägdetrappe zu benutzen. Von diesem Weg aus, der wie schon erwähnt ein Teil des Selketal - Stieges ist, kann man das Friedensdenkmal, die Köthener Hütte, den Luisentempel, die Luisenklippe, die Freundschaftsklippe, das Alexiuskreuz und die Mägdetrappe erreichen. Auf zurück gelangt man über den Harzgeröder Naturlehrpfad, am Trompel vorbei, wieder zur Krauses Hütte. Ich schätze, dass die Gesamtstrecke, wenn dieser Vorschlag voll genutzt wird, d.h. wenn alle Anlaufstellen abgewandert werden, sich die Wanderung um 5 bis 6 km verlängert. Für den Beitrag und dem Erweiterungsvorschlag habe ich Bilder aus meinem Archiv benutzt.
Bürgerreporter:in:Gerd Horenburg aus Aschersleben |
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