HARZ - WANDERUNG
BAD SUDERODE - CALCIUMQUELLE - LAUENBURG - WOLFSBERGSICHT - PARACELSIUS KLINIK- TEMPELBERG

Stecklenberger Calciumquelle (Archivbild)
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Zu der 1. Wanderung im neuem Jahr hatte der Wanderführer des Harzklubs Zweigverein Quedlinburg, Manfred Böhm, nach BadSuderode eingeladen. Bad Suderode ist ein Ortsteil von der Welterbestadt Quedlinburg. Der Ort liegt am Rande des nördlichen Unterharzes. Für  echte Schneewinterwanderung  war das Wetter optimal. Leider musste ich gleich zu Beginn der Wanderung feststellen, dass meine Reisekamera defekt ist. So musste ich mit dem Handy begnügen. Deshalb habe ich für diesen Beitrag relativ viele Bilder aus meinem Archiv eingefügt.
Vom Parkplatz am Friedhof an der Grünstraße  bewegten wir uns es in westlicher Richtung. Nach dem wir die Elfenwiese passiert hatten, ging es bergauf in Richtung der Calciumquelle von Stecklenberg.

Calciumquelle - Radiumquelle - Calciumquelle

Diese Mineralquelle erhielt bereits im Jahre 1870 eine steinerne Einfassung. Im Jahre 1898 entdeckte die französische Forscherin Marie Curie das radioaktive Radium. Damals war man von der Heilwirkung des Radiums, einem Erdalkalimetall, überzeugt. Um die Calciumquelle für wirtschaftliche Zwecke besser nutzen zu können, verlegte man sie im Jahre 1923 und faste sie neu ein. Aus der Calciumquelle wurde nun eine Radiumquelle. Im Jahre 1938 erkannte ein Forscherteam die Schädlichkeit von Radium in höheren Konzentrationen. Im Jahre 1953 wurde die Quelle  im Rahmen des "Nationalen Aufbauwerkes" neu eingefasst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde aus der Radium Quelle wieder die Calcium Quelle. In einer Wasseranalyse von 1973  betrug der Anteil von Calciumchlorid und Natriumchlorid (Kochsalz) jeweils 1 Gramm/Liter. Hinzu kommen noch 15mg Kaliumchlorid. 26 Becquerel beträgt der Radioaktivanteil des Radiums der Calciumquelle. Zulässig sind  100 Becquerel  pro Liter. Ohne jede Einschränkung kann man das leicht, salzige Quellwasser trinken.

Ruine Lauenburg

Von der Calciumquelle wanderten wir weiter bergauf bis zur Ruine Lauenburg. Die Lauenburg wurde in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Die Reichsburg war die zweitgrößte Burg im Harz. Nach mehreren Besitzerwechsel wurde die, zuletzt als bischöfliche Schloss des Bischofs von Halberstadt genutzte, Lauenburg aufgegeben. Ab 1477 wurde aus ihr ein Steinbruch. Bereits Anfangs des 20. Jahrhunderts war die Ruine ein beliebtes Ausflugsziel. An der Hauptburg legten wir unsere Mittagspause ein.

Wolfsbergblick - Roter Steiger - Tempelberg

Von der Lauenburg ging es wieder bergauf in Richtung Friedrichsbrunn. Hinter der Georgenquelle verließen wir diesen Forstweg und wanderten in Richtung Wolfsbergblick weiter. Um zu dem Aussichtspunkt Wolfsbergblick zu gelangen, mussten wir den, ebenfalls zum Roten Steiger führenden, Forstweg verlassen. Am  Aussichtspunkt konnten wir den Ausblick auf den Vorharz genießen. Nach dem kleinem Abstecher zum Wolfsbergblick  wanderten wir weiter bis den  Roten Steiger erreichten. Bei dem  Roten Steiger handelt es sich um eine alte Chaussee die, bis zum Bau der Brinkstraße (L239), Suderode mit Friedrichsbrunn verband.  Auf diesem Forstweg (Roter Steiger) wanderten wir in Richtung Bad Suderode bergab. Auf der Höhe der Paracelsius Klinik, zu DDR - Zeiten 1959 als Silikose Heilstätte erbaut, verließen wir den Roten Steiger und wanderten wir  vor bis zur Paracelsius Klinik. Von dort erreichten wir bald den Tempelberg. Der Tempelberg kam  durch die jüdische Kurgäste in Bad Suderode zu seinem Namen. Da sich in dem kleinem Ort Bad Suderode  weder eine Synagoge noch ein  Gebetsraum befand, trafen sich die jüdischen Kurgäste auf dem Tempelberg, um dort oben ihren  Gottesdienst abzuhalten. Damals befand sich an Stelle der heutigen Schutzhütte ein kleiner Pavillon als Gebetsstätte. Auch ein Aussichtsturm hatte sich dort oben befunden. Vom Tempelberg hat man eine wunderschöne Ausblick auf den Ort Bad Suderode. Leider fehlt bis heute die, vor über einem Jahr zerstörte, Informationstafel an der Schutzhütte. Von der Schutzhütte bis zum Parkplatz waren es nur noch ein paar hundert Meter. Mein Dankeschön geht an der Wanderführer Manfred Böhm für die schöne Winterwanderung.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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