HARZ WANDERUNG
BENNECKENSTEIN - RAPPBODEQUELLE - DREILÄNDERSTEIN

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Der Harzklub Zweigverein Quedlinburg hatte zu einer Wanderung in den Oberharz eingeladen. Der Treffpunkt war der,  zwischen den Orten Benneckenstein und Hohegeiß gelegene, Parkplatz Waldhaus. Zwischen den beiden Orten verläuft schon seit Jahrhunderten eine Grenze. Nach Kriegsende war es ab Juli 1945 die Grenze zwischen der Sowjetischen Besatzungszone und der Britischen Besatzungszone. Ab  dem 3. Oktober 1949 bis zum 9. November 1989 stellte es die, fast unüberwindbare, Grenze zwischen der DDR und der BRD dar. Heute stellt es die Grenze zwischen Sachsen - Anhalt und Niedersachsen dar. Zu den Grenzanlagen der DDR gehörten auch die der Grenze vorgelagerten Kolonnenwege.  Diese Kolonnenwege waren  mit Betonlochplatten versehende, gut befahrbare  Wege der Grenztruppen der DDR. Diese Kolonnenwege sind zu einem Großteil noch vorhanden und sind Bestandteil des  1.393 km langen Grünen Bands Deutschlands. Dieses erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt ist zugleich der größte Biotopverbund Deutschlands. 

Kolonnenweg - Drei-Länder-Stein - Rappbodebrücke

Nach der Begrüßung und Vorstellung der Wanderroute durch den Wanderleiter Manfred Böhm wanderten wir auf dem Kolonnenweg in südlicher Richtung. Später führte unser Weg in unmittelbarer Nähe parallel zur Grenze weiter. Von der eigentliche Grenze ist in diesem Bereich kaum noch etwas erkennbar. Unübersehbar war hingegen die neu errichtete Aussichtsplattform in der Ortslage Rothesütte. In ihrer Form  soll sie an einen Hexenbesen erinnern. Unser Wanderweg führte fast parallel zur B4 jetzt aber in südöstlicher Richtung weiter. Zum Besuch der offiziellen Rappbodequelle mit seinem Quelltopf wechselten wir auf einen anderen Wanderweg. Es gibt natürlich noch mehrere Quelltöpfe aus denen die Rappbode gespeist wird. Zusammen mit der Kalten und Warmen Bode sowie der Hassel wird die größte Talsperre des Harzes, die Rappbodetalsperre,  mit Wasser versorgt. Die Staumauer  ist mit 106 m die höchste Staumauer Deutschlands. Das Fassungsvermögen beträgt beachtliche 110 Millionen Kubikmeter Wasser. Bald erreichten wir nach der Quelle die Hermann- Kerl - Hütte. Die Schuthütte ist nach dem langjährigen Hauptvorsitzenden des Harzklubs benannt. In dieser Schutzhütte ist eine Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel untergebracht. Knapp 50 m von der Hütte entfernt befindet sich der Drei- Länder - Stein. Dieser Stein  befindet sich seit dem Jahre 1750 an dieser Stelle. In diesem Stein sind  unterschiedliche Initialen, der dort früher zusammentreffenden Ländern, eingemeißelt. Heute stellt dieser Stein den Schnittpunkt der Grenzen von Sachsen - Anhalt (im Osten mit dem Ort Benneckenstein), Niedersachsen (im Nordwesten mit dem Ort Hohegeiß)  und Thüringen (im Süden mit dem Ort Rothesütte) dar. Jägerfleck wird diese Stelle seit langem benannt. Die Öffnung der innerdeutschen Grenze erfolgte an dieser Stelle am 12. November 1989. Hier wurde später ein, an der B4 gelegener, Rastplatz eingerichtet. An diesem historischen Ort legten wir unsere 1. Pause ein. Anschließend wanderten wir zunächst in östlicher Richtung, zunächst  auf thüringischem Gebiet weiter. Bald erreichten wir die Alte Straße. Dieser alte Postweg von 1690 führte über Rothesütte nach  Ellrich. Auf dieser Alten Straße wanderten wir jetzt in nördlicher Richtung weiter. Nach ca. 2 km erreichten wir die Waldgaststätte  Waldschlösschen. Vom Waldschlösschen  aus wanderten wir nun in westlicher Richtung weiter. Bevor wir die L 98 überquerten, kamen wir an dem Schullandheim vorbei. Auf der anderen Straßenseite konnten wir einen Blick auf die Benneckensteiner Skischanze werfen. Nach der Überquerung der L 98 war es nicht mehr weit bis zu dem Rastplatz am Großem Rappenberg. Hier legten wir noch eine Pause ein. Dabei konnten wir das herrliche Panorama der Harzberge bewundern. Sage und schreibe acht Bergkuppen kann man von diesem Rastplatz  erkennen. Es sind dies von links: Acker, Bruchberg, Wurmberg, Königsberg Brocken, Renneckenberg, Erdbeerkopf und der Hahnekamm. Nach der Pause ging er weiter zu den Harzer Bachwiesen. Hier haben seltene unter Naturschutz stehende Pflanzen ihr Domizil. Auf dem Weg zur Rappbodebrücke kamen wir durch ein geschütztes Biotop. Aus dem Rinnsal der Rappbodequelle  ist an der Brücke, nach dem Zufluss weiterer Quellbäche und dem Krugbergwasser, schon ein richtiger Bach geworden. Nach knapp 100 m erreichten wir wieder den Kolonnenweg. Auf ihm waren es noch ca. 1 km bis zu unserem Parkplatz. Für diese etwa 10 km lange wunderschöne Wanderung - wir hatten auch Glück mit dem Wetter - kann ich mich nur recht herzlich bei unserem Wanderleiter Manfred Böhm bedanken. Es war wieder eine unvergessliche Erlebniswanderung.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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