HARZ WANDERUNG
Alexisbad - Friedenstal - Marienquelle - Christinenweg - Beckstraße - Feldküche - Schwefelgrund

Selkefall zwischen Alexisbad und Mägdesprung
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  • Selkefall zwischen Alexisbad und Mägdesprung
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Der im Selketal gelegene Luftkurort Alexisbad war einst die Perle des gesamten Selketals. Heute ist  nichts von dem einstigen Kurbetrieb übrig geblieben. Alexisbad wurde durch den Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt - Bernburg  im Jahre 1810 gegründet.  In den folgenden Jahren entwickelte sich ein umfangreicher Bade- und Kurbetrieb in Alexisbad. Nach 1989 kam auch hier der Kurbetrieb zum Erliegen. Auch die Touristen und Feriengäste blieben weg. Gebäude wie das einst prunkvolle Logierhaus (zu DDR Zeiten ein Ferienheim der Deutschen Bahn) , das Badehaus und auch der Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn zerfielen in den letzten 30 Jahren zusehends. Die mit Hyperschalen versehende hochmoderne Selbstbedienungsgaststätte "Zur Rose" wurde schon bald nach der politische Wende dem Erdboden gleichgemacht. Das einstige quirlende Leben ist in Alexisbad verschwunden. Nach meinen Informationen soll mit Mitteln aus der Städtebauplanung und mit Hilfe mehrerer  Investoren in den nächsten Jahren  35 Millionen Euro in den Kurort Alexisbad  investiert werden. Ich hoffe, dass durch diese Investitionen Alexisbad wieder eine Perle des Selketals werden kann. Dieser im Unterharz gelegene Luftkurort Alexisbad ist ein Ortsteil von Harzgerode im Landkreis Harz in Sachsen - Anhalt.

Hier am kleinem Parkplatz am Bahnübergang der Selketalbahn war der 2. Treffpunkt zu einer Wanderung des Harzklub Zweigvereins Quedlinburg. Sie stand auch diesmal wieder unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm. Vom Parkplatz überquerten wir die B185 um auf den Horst - Schöne - Weg zu gelangen. Dieser alte Wanderweg wurde am 23.03.2019 in Anwesenheit der damaligen Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, Vertretern der Harzer Schmalspurbahn, Vertretern des Harzklubs, den Harzgeröder Bürgermeister Marcus Weise , den Vorsitzenden des Zweigvereins Harzgerode Horst Schöne und vielen, vielen  Wanderern feierlich wieder eröffnet. Durch das Jahrhunderthochwasser der Selke im April 1994 wurde die Brücke zum Forstweg Friedenstal zerstört. Nach dem Neubau der Brücke wurde der alte Wanderweg von seitens der Harzer Schmalspurbahn aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jahrelang kämpfte Horst Schöne für die Freigabe des Wanderweges, der parallel zu den Bahngleisen verläuft. Durch mehrere durchgeführte Maßnahmen, die ich hier nicht im einzelnen aufführen kann,  konnte der Weg wieder eröffnet werden. Als Anerkennung  der Verdienste des Vorsitzenden des Zweigvereins Harzgerode Horst Schöne um diesem Weg bekam der bisher namenlose Weg  den Namen  Horst - Schöne - Weg.

Friedenstal - Marienquelle - Christinenweg  

Auf diesem Weg erreichten wir nach ca. 300 m das Friedenstal. Die Quelle des gleichnamige Baches befindet sich am Ramberg bei Friedrichsbrunn. Auf dem Weg zur Mündung in die Selke durchfließt der Friedensbach den Bergrat - Müller- Teich und den Erichsburger Teich. Am Abzweig zur Marienquelle verließen wir für einen Abstecher zur Quelle das Friedenstal. Nach dem Besuch der Marienquelle wanderten wir immer stetig bergauf auf dem Forstweg weiter. Schon bald stellte sich leichter Regen ein, der uns für den Rest der Wanderung begleitete.  Nach etwa 3,5 km verließen wir das Friedenstal und wanderten auf dem Christinenweg weiter.

Schutzhütte Wanderschuh - Feldküche - Schwefelgrund - Panoramaweg - Petruskapelle

Kurz bevor der Christinenweg auf die Beckstraße trifft, befindet sich seit dem Jahre 2020, die vom Harzklub Zweigverein Friedrichsbrunn geschaffene, Schutzhütte Wanderschuh. Viele ausgediente Wanderschuhe haben dort an den Wänden der Schutzhütte einen Platz gefunden. Im Schutz der Hütte  legten wir dort unsere Mittagspause ein. Anschließend ging es auf der Beckstraße in südöstlicher Richtung weiter. Nach etwa 1,5 km erreichten wir die dortige Feldküche. Nach einem kurzen Aufenthalt wanderten wir in zuerst nordöstlicher Richtung auf dem Forstweg Mittelweg weiter. Bald erreichten wir einen naturbelassenen Wanderweg, der uns hinunter in den Schwefelgrund führte. Trotz des Regens konnten wir das leise plätschern des begleitenden Schwefelbaches hören. Da wir vom Schwefelgrund aus fast am südlichen Ende der Alexisbader Kreisstraße trafen, mussten wir bis zum Parkplatz, der sich am anderen Ende der Kreisstraße befand, noch knapp 1km durch den Luftkurort Alexisbad laufen. Hierzu benutzten wir die, am rechten Ufer der Selke entlangführende, Wilhelm von Kügelgen - Promenade. Auf der Promenade  kamen wir auch an der Petruskapelle vorbei. Sie wurde im Jahre 1815 als Teehaus für den Herzog Alexius, Friedrich, Christian von Anhalt - Bernburg errichtet.
Für die, trotz des Regens, schöne Wanderung möchte ich mich bei dem Wanderleiter, dem Wanderführer Manfred Böhm recht herzlich bedanken.  Den Bericht habe ich mit Archivbildern ergänzt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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