HARZ WANDERUNG
Grenzparallelweg - Spaltenmoor - Friedrichsbrunner Straße - Kleine und Große Teufelsmühle - Schutzhütte Rammbergweg

Bank mit Großer Teufelsmauer
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Zu einer Rundwanderung im Ostharz hatte der Harzklub Zweigverein Quedlinburg eingeladen. Der Treffpunkt war der, an der L239 zwischen Bad Suderode und Friedrichsbrunn gelegene Parkplatz. Nach der Begrüßung und einer Vorstellung der Wanderung durch den Wanderleiter Manfred Böhm überquerten wir die L 239 und trafen auf der Forststraße nach knapp 600 m auf den Grenzparallelweg. Auf diesem Grenzparallelweg wanderten wir am Rande des Spaltenmoors etwa 1,1 km stetig in südwestlicher Richtung bergauf. Jahrhunderte lang verlief, parallel zum Wanderweg,  die Grenze zwischen dem Herzogtum Anhalt und dem Königreich Preußen.

Spaltenmoor - Teufelsmühlen - Schutzhütte

Das erwähnte 81 ha große Spaltenmoor ist ab 1983 ein Naturschutzgebiet. Bereits vor einhundert Jahren wurde ein kleiner Teil davon (5 ha) zum Naturschutzgebiet erklärt. Von den 81 ha sind heute 43 ha als Totalreservat ausgewiesen. Das Spaltenmoor gehört zur Gruppe der Hochmoore. Hochmoore werden nur von Regenwasser gespeist, deshalb werden sie auch als Regenmoore bezeichnet. Sie wölben sich nach oben. Niedermoore dagegen werden von Quell- und Grundwasser gespeist. Es gibt noch die Übergangs- oder Zwischenmoore, die teils von Grundwasser und Regenwasser gespeist werden. In der Nähe des Wegnerskopfes mit 587 m erreichten wir die Friedrichsbrunner Straße. Auf dieser Forststraße wanderten wir jetzt in südöstlicher Richtung weiter. Nach ca. 2 km erreichten wir den Abzweig zur Viktorshöhe. Auf diesem Forstweg  gelangten wir zu der Großen und anschließend zu der Kleinen Teufelsmühle. Die Teufelsmühlen bestehen aus  Ramberg - Granit. Es scheint, als ob einzelne Granitquader übereinander bzw. nebeneinander aufgestapelt wurden sind. Man spricht hier von ein einer Wollsack- oder Matratzenverwitterung. Diese Art der Verwitterung des Ramberg Granits findet man auch im Oberharz. Über die Entstehung der Teufelsmühlen gibt es natürlich mehrere Sagen. An der Großen Teufelsmühle legten wir eine kurze Pause ein. Hier befindet sich auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Weiter ging es bergauf bis kurz vor der ehemaligen beliebten Waldgaststätte Viktorshöhe in 582 m Höhe.. Da sie nach der Wende nur noch ein Lost Places darstellt, verzichteten wir auf einen Besuch. An der Abbiegung ging es nun in östlicher Richtung wieder bergab. Bevor wir auf dem Paulswiesenweg in nördlicher Richtung weiter wanderten, besuchten wir das Soldatengrab aus dem 2. Weltkrieg. Nach einem guten Kilometer, immer stetig bergab, erreichten wir die Schutzhütte am Rambergsweg. An dieser Wegkreuzung  legten wir eine längere Pause  ein. Von nun ging es fast eben auf einer in westlicher Richtung führenden Forststraße weiter.

Butterstein

Etwa auf de Hälfte der 2,5  km langen Strecke bis zum Parkplatz kamen wir an den sogenannten Butterstein vorbei. An diesem sollen Butterfrauen die ihre Produkte aus den Harzdörfern in der Stadt Quedlinburg auf dem Markt verkaufen wollten, sich zum Ausruhen angelehnt haben und ihre schweren Kiepen auf dem Stein abgestützt haben. Da der Markt in Quedlinburg um 7:00 Uhr begann, kann man sich vielleicht vorstellen, um welche Uhrzeit sie mit ihren bis zu 40 kg schweren Kiepen an diesem Stein sein mussten, denn von diesem Stein  bis zum Markt in Quedlinburg sind es über 11 km Luftlinie. Ich denke, es werden um die 15 km gewesen sein, die diese Butterfrauen allein von dem Butterstein mit ihrer Last bis zum Markt gehen mussten. Das ist heute kaum noch vorstellbar. Unsere Wanderung endete nach ca. 8 km am Parkplatz. Insgesamt mussten wir auf der relativ kurzen Wanderstrecke über 300 Höhenmeter bewältigen. Für die schöne Wanderung möchte ich wieder recht herzlich bei unserem Wanderführer Manfred Böhm bedanken. Meinen Beitrag habe ich wieder Bildern aus meinem Archiv ergänzt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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