Des Schwabens Zwetschgendatschi - das Originalrezept

Des Schwabens Zwetschgendatschi – das Originalrezept - die Zwetschge am Zwetschgenbaum

Unbestritten gilt der hier gezeigte Zwetschgendatschi als urschwäbische Augsburger Delikatesse. Zur Herstellung dieser feinen Spezialität braucht es vor allem eine wichtige Zutat: Zwetschgen. Zwetschen wachsen an Zwetschgenbäumen – keinesfalls an Pflaumenbäumen – der Unterschied ist in einschlägigen Naturfreundewerken hinreichend dokumentiert.

Zwetschgendatschi hat einen Hefeteigboden – alle anderen Teig-Missgriffe können unumwunden als schlichte Fälschungen bezeichnet werden. Nach der Ernte der Zwetschgen beginnt erst einmal die Arbeit vor dem Vergnügen. Ganz bewusst beginnt die Arbeit erst nach der Ernte der Früchte, weil während der Zwetschgenpflückerei die eine oder andere Frucht zur Gaumenfreude wird. Die Zwetschgenernte wird jetzt von den Kernen befreit; die Früchte werden dabei halbiert, die Hälften werden aber keinesfalls durchgetrennt. Der Fachmann spricht hier vom sogenannten "Zweidrittelschnitt".

In der Hoffnung, dass die Herstellung von Hefeteig allgemein bekannt ist, wird hier auf eine tiefere Erläuterung dieses Produktionsschritts verzichtet. Als einzigen kleinen Hinweis sei das sogenannte "Fietzelchen von Limonschale" erwähnt, welches dem Hefeteig eine sogenannte Sabinische Note verleiht. Die Teigmasse bestäubt man mit etwas 405er Mehl, stellt sie in den sonnigen Garten und lässt sie nicht zu weit fortgehen. Nach einiger Zeit – der Hefeteig möchte jetzt gerne seine Teigschüssel verlassen – entfernt man das jetzt nicht mehr gebrauchte Mehl mit etwas Druckluft.

Der Hefeteig wird auf dem Backblech ausgerollt und mit zackigen Gabelstichen belüftet. Der Hefeteig wird durch diese Behandlung beim Backen unten knusprig und oben und fluffig. Die zweidrittelgeschnittenen Zwetschgen werden jetzt an den beiden Spitzen nochmals halb eingeschnitten. Die derart präparierten Früchte werden schräg auf der Teigplatte angebracht und anschließend sanft festgedrückt. Für 30 Minuten wandert jetzt dieses jetzt schon sehr appetitliche Schmankerl bei 200 Grad Ober- Unterhitze in den vorgeheizten Backofen. Der noch heiße, fertige Zwetschgendatschi wird sofort nach der Befreiung aus dem Ofen mit Zimtzucker bestäubt. Jetzt darf die "Augschburger" Spezialität ein wenig abkühlen.

Mit einem Klecks Sahne und einem Täschen Eiskaffee oder Kaffee lässt sich der Augsburger Schwabe seinen "Zwetschgadadschi" schmecken.

Weitere Informationen:

So wird Hefeteig hergestellt:
Hefeteig - wie er am besten schmeckt

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8 Kommentare zum Beitrag
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Elisabeth Patzal aus Garbsen am 28.08.2011 um 23:35 Uhr  
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Kathrin Zander aus Meitingen am 29.08.2011 um 09:43 Uhr  
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Silvia B. aus Neusäß am 29.08.2011 um 10:16 Uhr  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 29.08.2011 um 18:49 Uhr  
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Gerda Landherr aus Neusäß am 30.08.2011 um 07:08 Uhr  
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Franz Scherer aus Friedberg am 30.08.2011 um 16:33 Uhr  
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Gaby Floer aus Garbsen am 31.08.2011 um 12:51 Uhr  
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Silke Krause aus Dillingen am 05.09.2011 um 07:15 Uhr  
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