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Siegfried und die Banane
Xanten heißt ein Ort am linken Niederrhein. Dort gibt es nicht nur den St. Viktor – Dom mit seinem benachbarten Stiftsmuseum; auch das Siegfried-Museum hat dort seine Heimat.
Thomas Baumgärtel macht dort im Sommer 2026 mit seiner „NiederrheinTour 2026 Freiheit für Kunst“ Station. Die Werkgruppe Porträts Psychologische Präsenz ist dort zu ausgestellt.
„Die Werkgruppe „Porträts“ verbindet realistische Erkennbarkeit mit künstlerischer Überformung und betont die psychologische Präsenz der Darstellten innerhalb einer oft monochromen, gelb dominierten Bildwelt,“ stellt die Werbung die ausgestellte Werkgruppe vor.
Das Interesse ist geweckt. Machen wir uns auf den Weg an den Niederrhein. Da das Museum in der örtlichen Innenstadt direkt in der Fußgängerzone liegt, erfolgt die Anreise mittels Öffentlichem Personennahverkehr. An sommerlichen, sonnigen und warmen Tagen ist die Reise durch den Niederrhein immer wieder himmlisch.
Was man vom Museum und seinen Ausstellungen nicht sagen kann. Es beginnt mit der Unannehmlichkeit, daß das eigentliche Museum nur über eine Treppe zu erreichen ist. Auch innerhalb des Gebäudes sind Treppenstufen zu überwinden. Barrierefreiheit sieht anders aus – mobilitätseingeschränkte Besucher werden (beispielsweise) Aufzüge vergeblich suchen.
Die Bananen – Ausstellung ist die zweite Ausstellung des Tages. Sie befindet sich im Eingangsbereich des schlauchartigen Museumsgebäudes und ist als Sonderausstellung der eigentlichen Dauerausstellung vorgelagert. Was gibt es zu sehen? Porträts realer Personen – Einstein, Stephen Hawkins, Alice Schwarzer: mehr nicht. Bezüge zur Kultur gibt es mit Peter und dem Wolf, dem traurigen Clown sowie – selbstverfreilich – die Siegfried – Sage. Mit dem Gaza-Konflikt und der türkischen Innenpolitik gibt es Ausflüge in die politische Tagesaktualität.
Dann geht es in die eigentliche Dauerausstellung. Im Obergeschoß werden die Auswirkungen der Siegfried – Sage auf Kultur und deutsche Politik bis 1945 vorgestellt. Die Ausstellung ist teilweise klassisch – konventionell. Hauptsächlich Bücher, Fotos, Zeichnungen und Lesetafeln gibt es hier, aber auch beispielsweise bemaltes Porzellan.
Die museumspädagogische Moderne hat auch schon Einzug gehalten. Hörstationen bieten akustische und optische Informationen. Einige dieser Hörstationen sind eine Art örtlich gebundener Museumsführer, die Hintergrundinformationen zur Dauerausstellung bieten.
Läßt man sich darauf ein und zieht die zahlreichen Lesetafeln ergänzend hinzu., ist das Informationsangebot schon groß.
Geht man als Besucher hinunter ins Untergeschoß (das wahrscheinlich eigentlich das Erdgeschoß ist), erreicht man einen katakombenartigen Gang. Auf gläsernen Stelen, die von innen heraus beleuchtet sind, gibt es erneut Lesetexte. Sie stellen diejenigen Personen vor, die ind er Siegfried – Sage vorkommen. Die Texte sind in deutscher, englischer und niederländischer Sprache gehalten.
Wer dann die Siegfried – Sage als solche kennenlernen möchte, geht zum Abschluß ins den Museumsladen. Dort gibt es ein Hamburger Leseheft, das die Sage ausführlich erzählt.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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