Aufbruchstimmung auf dem Lechfeld
Ausbildungskompanie und High-Tech-Schild festigen Standort-Zukunft

Transparenzhinweis: Ich schreibe hier rein privat und aus persönlichem Interesse. Meine Berichte erfolgen ohne jegliche Beauftragung durch Dritte. Ich erhalte für meine Beiträge weder Bezahlungen noch sonstige Vergünstigungen oder Vorteile. | Foto: Symbolbild by KI
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31.03.2026 Untermeitingen/Lagerlechfeld – Es herrscht Bewegung in der Ulrichkaserne. Was an diesem Tag vordergründig als feierlicher Akt des Kommandowechsels im Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme (ZentrEKFlgWaSys) begann, entpuppte sich schnell als ein handfestes Signal für die langfristige Stärkung des Militärstandortes Schwaben. Unser Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) nutzte den Rahmen, um eine Nachricht zu verkünden, die für die Region weit über die Kasernenzäune hinaus von Bedeutung ist: Das Lechfeld wird zum Ausbildungsstandort.

Ein neues Kapitel für die Ulrichkaserne
Mit der symbolischen Übergabe des Kommandos von Oberstleutnant Rüdiger Bieler an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Daniel Peisker, schlägt das Zentrum für Elektronischen Kampf eine neue Seite auf. Doch es ist nicht nur das Personal an der Spitze, das sich ändert. Wie Stracke betonte, wird die Ulrichkaserne bereits im Oktober 2026 eine neue Grundausbildungseinheit beheimaten.

„Der Deutsche Bundestag hat den neuen Wehrdienst beschlossen, und das Lechfeld liefert die Infrastruktur für die Umsetzung“, so Stracke. Rund 200 Personen – davon 144 Rekruten und 50 Mann Stammpersonal – werden ab 2026 das Bild in der Kaserne prägen. Ein neues Gebäude in Modulbauweise soll zügig entstehen, um die nötige Infrastruktur für die Vierer-Stuben und den Dienstbetrieb zu schaffen. Besonders die hiesigen Standortvorteile wie die Schießanlage und das eigene Schwimmbad hätten den Ausschlag gegeben. Perspektivisch steht sogar eine zweite Kompanie ab 2029 im Raum.

Das Lechfeld im strategischen Fokus: Von der Grundausbildung bis zu Arrow-3
Diese Entwicklung ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil eines größeren Puzzles, das das Gesicht der Bundeswehr in unserer Region massiv verändert. Wer die jüngsten Meldungen verfolgt hat, erkennt ein klares Muster: Während die Entscheidung, das neue stationäre Radar nach Kaufbeuren zu vergeben, auf dem Lechfeld zunächst für gemischte Gefühle sorgte, wird nun deutlich, dass Lagerlechfeld eine ganz andere, strategisch vielleicht sogar gewichtigere Rolle im deutschen Verteidigungsdispositiv einnimmt.

Nur wenige Kilometer von der Ulrichkaserne entfernt, auf dem angrenzenden Flugplatzareal, entsteht möglicherweise mit der Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow-3 ein „High-Tech-Schutzschirm über Schwaben“. Wo künftig modernste Abfangraketen über die Sicherheit des deutschen Luftraums wachen, braucht es ein starkes Fundament. Die Ansiedlung der Ausbildungskompanie fungiert hierbei als personeller Anker. Während Arrow-3 die technologische Speerspitze bildet, sorgt die Grundausbildung für die notwendige Präsenz und weitere Belebung des Standorts.

Dialog auf Augenhöhe: Der „Runde Tisch“ lebt weiter
Ein erfahrener Politiker wie Stephan Stracke weiß jedoch, dass solch ein Aufwuchs an Personal und Material nur im Einklang mit der Bevölkerung funktioniert. „Die Bundeswehr ist hier Teil der Familie“, heißt es oft in den Lechfeld-Gemeinden. Damit das so bleibt, regte Stracke bereits im Februar die Fortführung des „Runden Tisches“ an – ein Dialogformat zwischen Militär und Kommunen.

Dass der neue Kommandeur, Oberstleutnant Peisker, diesen Ball in seiner Antrittsrede direkt aufgriff und für Mai zum Gespräch einlud, ist ein wichtiges Signal an die Bürgermeister von Untermeitingen bis Graben. Es zeigt: Die Bundeswehr will nicht nur über, sondern mit der Region wachsen.

Fazit: Sicherheit als Standortfaktor
Die Botschaft ist klar: Das Lechfeld ist weit mehr als nur ein Relikt des Kalten Krieges. Durch die Kombination aus hochspezialisierten Einheiten wie dem ZentrEKFlgWaSys, dem künftigen High-Tech-Schutz durch Arrow-3 und der soliden Basis durch die neue Ausbildungskompanie festigt die Region ihren Ruf als einer der wichtigsten Pfeiler der Luftwaffe. Für die Ulrichkaserne und die Menschen in der Region ist die heutige Ankündigung eine Nachricht, die Sicherheit gibt – im doppelten Sinne des Wortes. Wir freuen uns auf die neuen Nachbarn und Mitbürger auf dem Lechfeld.

Quelle: https://www.stephan-stracke.de/

Bürgerreporter:in:

Wolfgang Weiss aus Untermeitingen

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