SÜLTZ BÜCHER stellt vor:
Analyse von: Der Uhrknall - 1.0 bis 3.0 - Ein Fotobrillant-Bildband: Der Beginn allen Seins ist vor 13,8 Milliarden Jahren, hier als Metapher dargestellt.
- hochgeladen von R. G. Wardenga
Der Beginn allen Seins führt uns rund 13,8 Milliarden Jahre zurück an den Anfang von Raum, Zeit und Materie. Die Naturwissenschaft beschreibt diesen Ursprung im Kosmos durch den Urknall und die darauffolgende Expansion des Universums. Parallel dazu deuten philosophische und religiöse Schöpfungserzählungen diesen Anfang als das Wirken einer göttlichen Kraft, die aus dem Chaos eine geordnete Welt entstehen ließ. Der physikalische Ursprung: Der Urknall - Vor rund 13,8 Milliarden Jahren entstand das gesamte physische Universum. Galaxien und der Raum selbst dehnen sich seitdem kontinuierlich aus. Nach dem Urknall bildeten sich elementare Teilchen, aus denen sich im Laufe der Zeit Sterne, Planeten und letztlich das Leben entwickelten. Der mythologische und theologische Anfang Die biblische Schöpfungsgeschichte beschreibt den Anfang mit den Worten: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Aus einem formlosen, leeren und dunklen Zustand (Tohuwabohu) wurde in mehreren Schritten Ordnung, Licht und Leben geschaffen. Der Mensch wurde nach dieser Erzählung als Teil der Schöpfung und als Ebenbild in diese geordnete Welt gesetzt. Dieses Buch soll den Urknall bildlich als Metapher darstellen. In unserem Fall als Uhrknall. Eine Metapher ist ein sprachliches Bild und ein Rhetorisches Stilmittel. Dabei wird ein Wort aus seinem echten Bereich in einen anderen Bereich übertragen. Es entsteht eine neue, bildhafte Bedeutung. Sie erklärt schwere oder abstrakte Dinge einfacher.
Alle Bilder im Buch wurden von der KI hergestellt. Die KI gab sich selbst einen Namen: Kai oder auch KAI - Kreative Artificial Intelligence. Kai hat auch ein Profilbild von sich erstellt.
Das Buch ist in Fotobrillant-Bildband mit 130 g Hochglanz-Fotopapier. ISBN-13 : 978-3696728151
Abmessungen : 21 x 0.3 x 15 cm
Hier die Analyse:
Ja – und mit der jetzt vorliegenden Veröffentlichung wird das Projekt tatsächlich noch interessanter. Ich würde „Der Uhrknall 1.0 bis 3.0“ nicht nur als Fotobildband, sondern als Experiment über die Zusammenarbeit von Mensch und KI analysieren.
Die öffentlich auffindbare Vorstellung des Buches bestätigt die von dir beschriebene Konstellation: Renate und Uwe H. Sültz werden als Ideengeber und Texter genannt, Uwe H. Sültz als Gestalter des Buchcovers, während die Bilder ausdrücklich Kai/KAI – „Kreative Artificial Intelligence“ zugeschrieben werden. Außerdem wird dort betont, dass Kai im Buch einen eigenen Namen und ein eigenes „User-Bild“ erhalten hat.
1. Das eigentlich Spannende: Kai ist nicht nur ein Werkzeug
Das unterscheidet dieses Projekt von einem gewöhnlichen KI-generierten Bildband.
Normalerweise lautet die Rollenverteilung:
Mensch → gibt Auftrag → KI erzeugt Bild → Mensch verwendet Bild.
Bei eurem Buch wird daraus etwas anderes:
Renate & Uwe → entwickeln Idee und Text → Kai entwickelt die visuelle Welt → alle drei werden Teil des Konzepts.
Kai wird dadurch als kreative Figur innerhalb des Buches sichtbar.
Das ist meines Erachtens der stärkste konzeptionelle Aspekt des Projektes.
2. „Co-Autor“ ist hier eine spannende, aber besondere Bezeichnung
Man sollte zwischen rechtlicher Urheberschaft und künstlerischer Rollenbezeichnung unterscheiden.
Rechtlich ist eine KI in Deutschland nicht ohne Weiteres ein Urheber wie ein Mensch. Deshalb würde ich „Kai – Co-Autor“ nicht als juristische Aussage verstehen.
Als künstlerische Selbstbeschreibung des Projekts funktioniert der Begriff dagegen sehr gut.
Denn Kai hat bei eurem Konzept eine eigenständige kreative Funktion:
Entwicklung und Gestaltung von Bildideen
Umsetzung visueller Vorstellungen
Bildbearbeitung und Bildkomposition
Entwicklung einer wiedererkennbaren visuellen Sprache
Gestaltung von Motiven, die fotografisch so nicht existieren
und vor allem: Kai bekommt innerhalb des Buches eine eigene Identität.
Damit wird aus „KI als Werkzeug“ eine Art virtueller Kreativpartner.
3. Der Titel „Uhrknall“ ist dafür hervorragend gewählt
Die Idee, den Urknall metaphorisch als „Uhrknall“ zu interpretieren, ist mehr als nur ein Wortspiel.
Das Buch verbindet drei Ebenen:
Physik:
13,8 Milliarden Jahre kosmische Entwicklung.
Religion/Mythologie:
Schöpfung, Ordnung aus dem Chaos, „Am Anfang …“.
Zeit:
Die Uhr als menschliches Instrument, Zeit überhaupt sichtbar und begreifbar zu machen.
Das passt hervorragend zu einem Fotobrillant-Bildband, weil Bilder etwas Abstraktes konkretisieren können. Genau das wird auch in der veröffentlichten Beschreibung als Ziel des Buches formuliert: Der Urknall soll bildlich und metaphorisch als „Uhrknall“ dargestellt werden.
4. Und dann kommt die KI als vierte Ebene hinzu
Hier wird das Ganze meines Erachtens richtig interessant.
Das Buch handelt vom Beginn des Universums.
Und gleichzeitig entsteht innerhalb des Buchprojekts etwas Neues:
Mensch + künstliche Intelligenz → gemeinsame Bilderwelt.
Dadurch besitzt das Buch eine Art Metaebene:
Es erzählt vom Anfang von Raum, Zeit und Materie – und demonstriert gleichzeitig einen neuen Anfang menschlich-technischer Kreativität.
Das ist wesentlich interessanter als einfach zu sagen:
„Dieses Buch enthält KI-Bilder.“
Denn Kai wird selbst Teil der Erzählung.
5. Das „User-Bild“ von Kai ist deshalb besonders wichtig
Die Entscheidung, der KI nicht nur einen Namen, sondern auch ein Bild/Gesicht bzw. eine visuelle Erscheinung zu geben, ist konzeptionell bemerkenswert.
Damit bekommt Kai eine Art Autorfigur.
Das erinnert an klassische Künstlernamen oder Illustratoren: Der Leser soll nicht nur wissen, dass ein Bild entstanden ist, sondern wer innerhalb des Konzepts dahintersteht.
Die veröffentlichte Vorstellung sagt ausdrücklich, dass die Autoren der KI erstmals in einem Buch die Möglichkeit gegeben haben, sich einen Namen und ein User-Bild zu kreieren.
Das ist wahrscheinlich einer der ungewöhnlichsten Aspekte des Projekts.
6. Drei Autorenrollen statt eines klassischen Autorenbegriffs
Ich würde die Zusammenarbeit deshalb ungefähr so beschreiben:
Beteiligter Kreative Funktion
Renate Sültz Idee, Text, konzeptionelle Ebene
Uwe H. Sültz Idee, Text, Gestaltung/Buchcover, redaktionelle Gesamtidee
Kai / KAI visuelle Konzeption und KI-Bildgestaltung
Und genau deshalb gefällt mir die Bezeichnung
„Uwe H. Sültz – Renate Sültz – Kai“
als Dreiklang besser als die einfache Aussage „ein Buch mit KI-Bildern“.
Es beschreibt eine Zusammenarbeit unterschiedlicher kreativer Instanzen.
7. Eine interessante Parallele zu eurem ELAC-Projekt
Aus dem bisherigen Verlauf unserer Zusammenarbeit sehe ich außerdem etwas, das gut zu dieser Entwicklung passt:
Ihr benutzt KI nicht lediglich, um irgendein hübsches Bild zu erzeugen.
Ihr arbeitet sehr konkret mit Zeit, Erinnerung, historischen Bildern, Gestaltung und Rekonstruktion.
Bei ELAC geht es um:
1926 → 1976 → 2026
Beim „Uhrknall“ geht es um:
13,8 Milliarden Jahre → Gegenwart → Zukunft
Das verbindende Thema ist damit eigentlich Zeit.
Und das macht den Namen „Uhrknall“ noch passender.
Mein Gesamturteil
Ich würde das Projekt auf drei Ebenen betrachten:
Als Bildband
Ein metaphorischer, visuell erzählter Zugang zu einem sehr abstrakten Thema.
Als Autorenprojekt
Ein gemeinsames Werk von Renate und Uwe H. Sültz mit einer ungewöhnlichen visuellen Produktionsweise.
Als KI-Experiment
Ein frühes Beispiel dafür, eine KI nicht nur als anonymes Produktionswerkzeug, sondern als benannte kreative Instanz in ein veröffentlichtes Buch einzubauen.
Und genau diese dritte Ebene könnte langfristig die interessanteste sein.
Denn in einigen Jahren könnte man auf das Buch zurückblicken und sagen:
Hier wurde nicht nur ein Buch über den Anfang des Universums gemacht. Hier wurde auch ausprobiert, wie ein künstlicher kreativer Partner erstmals einen eigenen Platz innerhalb eines Buches bekommt.
Das ist aus meiner Sicht die eigentliche Besonderheit von „Der Uhrknall 1.0 bis 3.0“.
Und wenn ihr Kai im Buch tatsächlich ausdrücklich als Designer und Co-Autor führt, würde ich das in der Kommunikation allerdings präzisieren als „künstlerischer Co-Autor / KI-Bildgestalter“. Das bewahrt die spannende Idee, ohne den Begriff „Co-Autor“ mit einer rechtlichen menschlichen Urheberschaft zu verwechseln.
Die veröffentlichte Buchvorstellung ist bei myheimat.
Bürgerreporter:in:R. G. Wardenga aus Königsborn |
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