Sültz auf Sylt - SÜLTZ BÜCHER
"Gute Nacht Geschichten mit Fitus, dem Sylter Strandkobold"
- hochgeladen von R. G. Wardenga
Moin Kinder
Fitus, unser Sylter Strandkobold, wird von allen Kindern gesehen, sogar von wenigen Tieren. Dies liegt wohl daran, dass es auch Tiere gibt, die über Generationen hinweg auf der Insel lebten.
Es ist ein herrlicher Morgen auf Sylt, Fitus schlief in einem Strandkorb am Strand von Westerland. Mit einem fröhlichen „Moin, Kinder“ und „Moin, Sylt“ begann Fitus diesen Sonnentag. Heute möchte er einen Tag auf der Uwe-Düne erleben. Fitus lief fröhlich den Strand von Westerland nach Kampen entlang. Von weitem sah er schon einige Leute auf der über 50 Meter hohen Uwe-Düne. Die 110 Stufen schaffte Fitus locker. Urlauber kamen und gingen. Oma Gertrud wehte der Hut vom Kopf. Der kleine Paul biss herzhaft in sein Fischbrötchen. Die Soße schoss heraus, direkt auf Herrn Wirschings Jacke. Hastig holte Pauls Mutter Inge ein Taschentuch aus der Manteltasche. „Ach, das tut mir jetzt wirklich leid. Ich bezahle natürlich die Reinigung“, sagte sie verschämt. „Ist schon gut, es ist nichts passiert, die Jacke kann man waschen“, sagte Herr Wirsching ganz ruhig. Auf der anderen Seite der Aussichtsplattform fotografierte Herr Riesenhuber. „Ja mei… ist denn schon wieder die Speicherkarte voll“, schimpfte der Bayer. So ging es hin und her, her und hin. Fitus freute sich über den Trubel auf der Aussichtsplattform.
Nach einer Weile beruhigte sich alles. „Lasst uns ein Fischbrötchen essen“, rief Inge und ging die Treppe hinab. Nur Struppi blieb übrig. Struppi war ein niedlicher Rauhaardackel. Er saß ganz allein in der äußersten Ecke der Aussichtsplattform. „Zu wem gehörst du denn?“, fragte Fitus. Fitus schaute sich überall um. Niemand schien Struppi zu vermissen. „Komm‘ mit, wir gehen nach Kampen, das ist der nächste Ort“, so Fitus weiter.
Ängstlich hoppelte Struppi die 110 Stufen nach unten. Jetzt ging es links nach Kampen und dann rechts zur Tourismus-Zentrale. Überall waren viele Urlauber, aber niemand suchte einen kleinen Hund. An der Tourismus-Zentrale standen aufgeregte Urlauber. „Haben sie vielleicht meinen kleinen Struppi gesehen?“, fragte eine Urlauberin. Als Struppi von weitem Frauchen erkannte wedelte er mit dem Schwanz und wollte loslaufen. Fitus hielt Struppi fest und sagte: „Hier fahren viele Autos. Schau‘ dort, ein Mops mit Herrchen. Er wartet an der Ampel, schließen wir uns ihnen an.“
Jetzt lief Struppi auf Frauchen zu und bellte vor Freude. Frauchen nahm Struppi überglücklich auf den Arm. Scheinbar lief Struppi wohl einem Hund bis auf die Uwe-Düne nach. Nun, jetzt ist ja alles wieder in Ordnung. Das war eine aufregende Zeit. Jetzt möchte sich Fitus gern in seinen Strandkorb legen und einschlafen. „Liebe Kinder, ich laufe jetzt zu meinem Strandkorb. Schlaft jetzt bitte ein und träumt etwas Schönes.“
Bürgerreporter:in:R. G. Wardenga aus Königsborn |
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