Sültz auf Sylt
Was Onkel Koli aus Tinnum noch wusste - was nie vergessen werden darf! Die Sylter Inselbahn
- hochgeladen von R. G. Wardenga
Onkel Koli erzählt von der Sylter Inselbahn:
„Vom dänischen Hafen Hoyerschleuse aus trafen die Inselgäste im Hafen Munkmarsch auf Sylt ein. Um diese Gäste nach Westerland zu bringen, wurde die Ostbahn gebaut und ab 1888 eröffnet. Gäste, die über Helgoland nach Hörnum auf Sylt kamen, wurden ab 1902 von der Südbahn nach Westerland gebracht. Ab 1903 fuhr die Nordbahn von Westerland nach Kampen. 1908 ging es dann bis List. Als 1915 die Verbindung zwischen dem Südbahnhof und dem Nord/Ost-Bahnhof in Westerland fertiggestellt wurde, bestand nun eine Verbindung zwischen dem im Süden gelegene Hörnum und dem im Norden gelegene List. Der alte Südbahnhof lag etwa an der heutigen Käpt’n-Christiansen-Straße. Die Trasse in Westerland ist der heutige Bahnweg. Etwa zwischen dem Fernsehturm, der neuen Post und dem Rathaus war das Bahngelände mit Nord/Ost-Bahnhof und den Werkstätten.
1923 wurden beide Bahnhöfe geschlossen. Der neue Bahnhof ZOB wird in Betrieb genommen (Zentraler Omnibus-Bahnhof). 1927 wird die Ostbahn geschlossen, da der Hindenburgdamm die Überfahrt Hoyerschleuse nach Munkmarsch überflüssig macht. Mit der Zeit wurden die Fahrten immer unrentabler. Außerdem entsprachen die in den losen Sand gebauten Schienen nicht mehr den Sicherheitsansprüchen.
Die Fahrten wurden von Bussen übernommen. Die letzte Fahrt der Inselbahn fand im Dezember 1970 statt. Die Trasse der Inselbahn ist heute zum größten Teil ein Wanderweg. Die Achsen erinnern am Bahnhof in Westerland an die Sylt-Bahn.“
Bürgerreporter:in:R. G. Wardenga aus Königsborn |
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