Getötet im sozialen Dienst für uns Menschen!
Und wieder bleibt die Frage.... Warum???
- hochgeladen von Alfred Benende
Ich bin selbst seit vielen Jahren für Menschen in schwierigen Lebenssituationen tätig und begleite diese Menschen in ihrem Alltag. Oftmals sind die persönlichen Kontakte sehr herausfordernd, weil es sich häufig auch um psychische Krankheitsbilder handelt. Darum konnte ich die furchtbare Tat von Stade, bei dem sechs Menschen getötet wurden, aber auch einigermaßen gut nachempfinden. Ich habe dem Amt kondoliert und diese Antwort bekommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Und darum gebe ich sie hier wieder. Ich bin mit meinen Gedanken noch immer viel bei den Angehörigen, Freunden und Kolleg:innen der im sozialen Dienst getöteten Menschen:
Sehr geehrter Herr xxx,
herzlichen Dank für Ihre einfühlsamen Worte und Ihre aufrichtige Anteilnahme.
Der entsetzliche Verlust unserer Kolleg*innen erschüttert uns tief. Er hinterlässt eine Leere, die kein Wort zu füllen vermag.
Unsere Kolleg*innen waren mit großem Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien da. Sie haben Hoffnung gegeben, Halt geschenkt und unzählige Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet. Dass sie ausgerechnet bei der Ausübung ihres verantwortungsvollen Dienstes getötet wurden, lässt uns fassungslos zurück.
Was bleibt, sind die Spuren, die sie in unseren Herzen und in den Lebenswegen derer hinterlassen haben, denen sie geholfen haben. Wir werden sie nicht vergessen.
Es ist jetzt wichtig, zusammenzustehen. Darum bedeuten uns Ihre Verbundenheit und Ihre Anteilnahme sehr viel. Sie spenden Trost und geben Halt.
Es wird Zeit brauchen, bis der Alltag Schritt für Schritt zurückkehrt. Wir werden unsere Mitarbeitenden auf diesem schweren Weg auch weiterhin eng begleiten und ihnen die Unterstützung geben, die sie benötigen – so lange, wie es nötig ist, und ohne zu erwarten, dass sie schon bald wieder funktionieren müssen.
Mit tiefem Dank und in stiller Verbundenheit
Bürgerreporter:in:Alfred Benende aus Pinneberg |
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