Museumsfest 2025 des Heimatmuseum Seelze
Das war ein Fest!

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Viele Kräfte, viele Hände haben in der Rekordzeit von einer Stunde das Museum vorbereitet und alle Stände vor dem Museum aufgebaut. Kaum waren sie fertig, da waren schon die ersten der ca. 400 BesucherInnen dabei zu stöbern.

Das begann schon an dem kleinen Stand, an dem das Museum aus seinem Archivbestand überschüssige Bücher anbot. Übrigens ein Angebot, das gut angenommen wurde. Direkt daneben saß Maren – die Spinnerin – an ihrem Spinnrad. Und diesen Platz hat sie gefühlt nur einmal verlassen. Eine Pause am Spinnrad war auch gar nicht möglich, denn ihr wurden viele Fragen gestellt. Es wurden auch Möglichkeiten der Weiterverarbeitung des entstehenden Fadens diskutiert. Die jungen Mädchen, die hinter ihr ein breites Angebot zum Selbstbasteln präsentierten, wurden zur Herstellung von Buttons mit den unterschiedlichsten Motiven gefordert. Aber sie hatten auch eine starke Konkurrenz. Man konnte direkt auch dort Butter selbst herstellen und diesen „Sport“ übten so einige BesucherInnen aus. „Ich muss wieder kräftig Stricken“, sagte Petra Wolff am Schluss des Tages. Ihre gestrickten Tiere wanderten in so manchen Haushalt. Ähnlich ging es Susanne Richter, die nicht nur an ihre Stammkunden duftende Seifen verkaufte. Dabei störte auch nicht, dass direkt daneben das Weinangebot des Museums von Walter Otto angeboten wurde. Der Rohmilchkäse von der Insel Föhr, der schon seit Jahren als Angebot Tradition ist, wurde direkt nachgefragt, wenn er wegen der Sonne nicht direkt auf dem Tisch stand. Aus Letter-Süd wurde dieses Mal durch Michael Rohs und seiner Frau Honig angeboten. Die Fachkenntnis der Imker war gefragt, als es um die Honigsorten ging. Auch daneben ging es lebendig zu. Dort hatten die Igel-Freunde ihren Stand und für ihre possierlichen Patienten kamen viele Fragen. Es sind aber Wildtiere und sollen auch welche bleiben, damit sie wieder ausgewildert werden können, darum waren ihre ersten kleinen Patienten zwar dabei – aber nicht zu sehen. Zu sehen waren aber und auch zum Ausprobieren die Hüte, die durch Silke Töpfer tolles Handwerk zeigen. Für so einen handwerklich auf hohem Niveau hergestellten Hut entscheidet man sich nicht sofort am Stand. Hier wurde der Terminkalender mit Terminen in der Werkstatt vollgeschrieben. Gestöbert wurde dann am Stand der Bürgerstiftung Seelze bei Karin Schallhorn und ihrer Helferin in den Taschenbüchern und die Bürgerstiftung konnte über 100 Bücher an neue LeserInnen vermittelt werden. Der Seelzer Brotkorb verkaufte gut schmeckende Bratwürste und Pommes. Sie konnten an diesem Stand auch unmittelbar mitbekommen, wie die Reeperbahn von Dr. Gerald Dräger bedient wird und Seile entstehen.

Der Andrang der Besucherinnen weit über die Region hinaus steigerte sich schnell über den Tag. Der rote Teppich, der alle empfing, eröffnete nicht nur diese Angebote. Es gab auch über den ganzen Tag ein breites Programm. Natürlich waren Führungen durch das Museum und gerade die mit dem plattdeutschen Teil von Dr. Lüder Benne fand besonderes Interesse.

Maren Dräger, die Spinnerin, machte nur eine Pause, als sie Teil der Hutmodenschau wurde. Von Nanette Bystron, Vera Guddat und Susanne Wörster gestaltete Hüte wurden von Svenja Voskuhl präsentiert. Und es waren ganz besondere Hüte. Die Drei hatten sich dem Ehrenamt im Heimatmuseum Seelze gewidmet, ohne das dieses Museum nicht bestehen würde. So erhielten nach einer tollen Einführung wie: „Er ist der Kopf, das Herz und leitet mit Hand und Fuß und Leib und Seele dieses Haus“ und er hat auch noch heute Geburtstag …. einige der Aktiven einen genau für sie kreierten Hut und starken Applaus des vollen Museumsplatzes. Bei diesen HutträgerInnen waren auch Evelyn & Hans-Jürgen Gorslar. Sie und das „Küchenteam“ um Christa Wolter mit Ula Slaby hatten ein schier sich immer wieder erneuerndes Kuchenbuffet von natürlich von Ehrenamtlichen selbst gefertigten Torten und Kuchen im Angebot. Es wurde restlos leergegessen. Überall im Museum waren Ehrenamtliche, damit Fragen zu den Ausstellungen beantwortet werden konnten. Mit gut geschnittenen Haaren verließen BesucherInnen das Museum, die von Roswitha Schulz einen historischen Haarschnitt in der Frisörstube erhalten hatten.
Der Tag endete mit Gute-Nach-Geschichten für Alt und Jung. Während dieser Geschichten wurde draußen vor dem Museum abgebaut. Erst dann fuhr der „Gast“ der wohl die längste An-/Abfahrt hatte und den ganzen Tag über die helfende Hand an jeder Stelle war – Rainer Mentel – wieder nach Hause. Zuletzt fuhr Lothar Wolff mit den Tischen und Bänken der Pfandfinder wieder nach Lohnde, wissend: Diese Tische und Stühle sind am 25. Oktober 2025 vor dem Heimatmuseum Seelze wieder im Einsatz, wenn es um den 400. Todestag von Michael Obentraut geht.

Bürgerreporter:in:

Evelyn Werner aus Seelze

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