Unterwegs in Schwabmünchen
Das hellgrüne Haus Ferdinand-Wagnerstraße 15
- hochgeladen von Alfred Vogler
Die Ferdinand-Wagner-Straße, benannt nach dem heimischen Kunst- und Historienmaler, gehörte bis 1930 zur Bahnhofstraße; als Staatsstraße war sie aber privilegiert und erhielt schon sehr früh eine Asphaltdecke. Zu beiden Seiten entstanden repräsentative Bürgerhäuser, die mittlerweile größtenteils nach den Schäden des Bombenangriffs von 1945 oder später wegen Modernisierung verschwunden sind. Geblieben, aber mittlerweile auch vom Zahn der Zeit angenagt, ist das grüne Haus Nummer 15. Erbaut 1872 für den damaligen Obermedizinalrat Dr. Michael Schwab, bleibt es im Besitz der Familie, bis es 2013 verkauft wird. Dr. Schwab wurde als stattlicher und gütiger Mann beschrieben, der, so wird erzählt, das Vertrauen seiner Patienten gerne dadurch festigte, dass er nach einer Diagnose sagte, diese Krankheit habe er auch schon gehabt….und wunderbar überstanden. Die Freundlichkeit dieses Mannes hat sich wohl vererbt: sein Nachkomme Walter Schwab, langjähriger Kollegstufenbetreuer am Leonhard-Wagner-Gymnasium, ist vielen Kollegiaten immer noch als gütiger „Papa Schwab“ in Erinnerung, und in dem schönen Garten hinter dem Haus wurden dem Vernehmen nach nette Feste gefeiert. Leider bedarf das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nun einer gründlichen Sanierung; was von dem jetzigen Eigentümer geplant ist, konnte leider nicht eruiert werden.
(Quelle: Elmar Pfandzelter, Schwabmünchner Geschichten Bd.2/ Bilder: Haus und Gartenwildnis)
Bürgerreporter:in:Alfred Vogler |
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