Daniela de Santos
Die Königin der Panflöte verzauberte das Publikum im Refektorium des Klosters Roggenburg
- Daniela de Santos
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Musik lädt zum Träumen ein. Dies zeigte sich beim gestrigen Konzert von Daniela de Santos im Refektorium des Klosters Roggenburg auf gefühlvolle Weise.
Im ersten Teil ihres Konzertprogramms „Geh mit dir“ präsentierte die Panflötistin temperamentvolle Lieder. Unter anderem erklangen die Titel „Bella Ciao“ und „El Condor Pasa“. Man merkte, wie sehr die Musikerin mit spanischen Wurzeln für ihre Musik brennt. Auch die Geschichten und Anekdoten, die sie zwischen den Liedern erzählte, kamen beim Publikum gut an. Dabei verriet sie unter anderem, dass sie ein großer Fan von Peter Maffay ist. Als musikalische Verneigung präsentierte sie deshalb den Titel „Ich wollte nie erwachsen sein“.
Im zweiten Teil des Konzerts hörte das Publikum eher ruhige und klassische Stücke. Unter anderem spielte sie den „Einsamen Hirten“ sowie die „Kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Zu Tränen rührte sie die Zuhörer mit dem „Ave Maria“.
Zum Finale spielte sie als Zugabe für das Publikum „Großer Gott, wir loben dich“. Es war ein Konzert, das verschiedene musikalische Welten miteinander verband. Am Ende zeigte sich einmal mehr, dass Musik zum Träumen einlädt und Menschen berühren kann.
Im Rahmen der Veranstaltung durften wir mit der Künstlerin ein Gespräch führen.
Was hat Sie ursprünglich zur Panflöte geführt?
Eine visuelle Begegnung über das Fernsehen mit Gheorghe Zamfir und James Last. Damals war ich acht Jahre alt. Das Instrument ist einfach so schön.
Gibt es einen Musiktitel, der Ihnen besonders am Herzen liegt?
Das kommt ganz auf die Stimmung an. Wenn man an jemanden besonders denkt, sind natürlich das „Ave Maria“ oder „Halleluja“ sehr passend. Wenn ich aber meinem spanischen Temperament freien Lauf lassen möchte, spiele ich sehr gerne mein „La Paranda“. Wenn mir das Herz übergeht, ist „Eleni“ mein Lieblingslied.
Welche Erinnerungen haben Sie an den Grand Prix der Volksmusik?
Ich habe sehr schöne Erinnerungen daran, vor allem, weil wir überhaupt nicht damit gerechnet haben. Wir wurden als absolute Nichtfavoriten gehandelt. Es war eine große Überraschung. Es hat schon etwas, wenn man dort sitzt und die einzelnen Wertungen abwartet. Da spürte man richtig das Herzklopfen.
Gibt es einen Lieblingsplatz auf der Harburg, an dem Sie besonders gut Kraft tanken können?
Ja, den habe ich tatsächlich. Er befindet sich im Kircheninnenhof. Dort gibt es ein ganz besonderes Fleckchen, an dem ich gerne Energie tanke.
Was fasziniert Sie an Greifvögeln?
Ich betreibe eine Auffangstation für gestrandete Wildtiere, insbesondere für Greifvögel. An ihnen fasziniert mich alles. Ein kleiner Turmfalke fliegt zum Beispiel ohne Probleme nach Afrika und wieder zurück. Ich finde es sensationell, wie die Natur die Tiere ausgestattet hat.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Ich bin sehr stolz darauf, dass es mir gelingt, mein Publikum auch nach über 30 Jahren noch mit meiner Musik zu erreichen – und das trotz weniger medialer Plattformen und ohne große Plattenfirma.
Wie möchten Sie, dass das Publikum Daniela de Santos nach einem Konzert in Erinnerung behält?
Mir ist es wichtig, dass das Publikum von meinen Konzerten Hoffnung, Freude und Zuversicht mit nach Hause nehmen kann. Ich möchte, dass die Menschen die innere Kraft des Konzerts in sich tragen.
Vielen Dank für das Interview!
Bürgerreporter:in:Matthias Bucher aus Burgau |
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