"Reiche macht uns ärmer" - heute wieder Klimademo in Potsdam und vielen anderen Städten

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"Bei einem weltweiten Aktionstag haben tausende Menschen in ganz Deutschland für mehr Klimaschutz demonstriert. Protestiert wurde unter anderem für einen sofortigen Stopp aller neuen Erdgasprojekte hierzulande, etwa auf Borkum in einem Gebiet nahe dem Nationalpark Wattenmeer. „Während die Klimakrise weltweit Existenzen zerstört, heizt die Bundesregierung sie weiter an“, hieß es im Demo-Aufruf. ...", https://www.tagesspiegel.de/politik/sie-ist-vollig-im-gasrausch-tausende-demonstrieren-gegen-die-bundesregierung-14360726.html

"Wetterextreme werden häufiger und heftiger. Darauf müssen wir uns einstellen. Die Antwort ist eine engagierte, soziale Klimaschutzpolitik. Damit wir alle weiter gut, gesund und sicher leben können." heißt es zutreffend auf der Seite des Umweltministeriums. (https://www.bundesumweltministerium.de/)

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist auch Thema der heutigen Klimademo gewesen. Sie ist nun ein knappes halbes Jahr im Amt und sollte keine Politik gegen ihren Kollgegen und uns alle machen. Ihr Vorvorgänger, "Peter Altmaier zögerte nicht lange, als er 2012 die Förderungen für Solarstrom kürzte. ... Der Ausbau der Solarenergie (und später auch der Windkraft) brach ein, PV-Hersteller wanderten ab, Installateure gingen pleite. Die deutsche Solarindustrie schrumpfte nach 2011 von ehemals 150 000 auf 40 000 Jobs. Eine Warnung für Schwarz-Rot, die derzeit wieder über energiepolitische Reformen nachdenken.
Heute – rund 13 Jahre später – ist es Katherina Reiche, die als neue Wirtschaftsministerin die Energiewende auf den Prüfstand stellen will. Auch sie spricht von Kostensenkungen und Versorgungssicherheit. Davon, dass Klimaschutz nicht das einzige Ziel sei. Dass der Ausbau der Netze dem der erneuerbaren Energien hinterherhinke und der Bau neuer Gaskraftwerke schleunigst angegangen werden müsse. ...
Die Altmaier-Delle war ein historischer Fehler, den Katherina Reiche nicht wiederholen darf.
Statt Ziele zu verschieben, sollte die Ministerin deshalb lieber auf Lösungen setzen, die Kosten und Klimaschutz gleichermaßen adressieren. Das Ampel-Ziel – 80 Prozent Erneuerbare im Strommix bis 2030 und 100 Prozent bis 2035 – hat immerhin den Vorteil, dass es auch unabhängig von der unsicheren Entwicklung des Stromverbrauchs gelten kann.
https://www.fr.de/politik/die-stiftung-klimawirtschaft-kritisiert-bundesministerin-fuer-wirtschaft-katherina-reiche-die-aehnlich-ins-amt-startet-wie-einst-peter-altmaier-93773849.html (Hervorhebung durch mich)

Bürgerreporter:in:

Jost Kremmler aus Potsdam

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