Kids Windsurfen 2026
Erfolgreiche Jugendfreizeit des surf club Peine 2026 auf Fehmarn - Unsere Jugendsprecherin Lina Wagenführ berichtet.
- hochgeladen von Alexander Gley
Freitagmorgen, 5 Uhr. Während der Rest von Peine noch schläft, sitzen 14 surfbegeisterte Jugendliche und ihre vier Betreuer bereits im Auto Richtung Fehmarn. Im Gepäck: zahlreiche Boards, Segel, Neoprenanzüge und eine vielversprechende Windvorhersage.
Jeden Sommer zieht es die Nachwuchssurfer des Surf Club Peine auf die Sonneninsel. Während „Kids Fehmarn“ tauschen die Jugendlichen für ein verlängertes Wochenende den heimischen Surfteich gegen das weitläufige Revier am Burger Binnensee ein. Große Stehbereiche, konstante Winde und die Abschirmung von Strömungen und Wellen bieten dort optimale Bedingungen, um die Technik zu verbessern und neue Manöver zu erlernen.
Nach gut drei Stunden Fahrt kam dann endlich die lang ersehnte Fehmarnsundbrücke in Sicht. Bereits bei der Ankunft wehte eine kräftige Brise über den Campingplatz am Wulfener Hals, die später alle Surfer aufs Wasser locken sollte. Zunächst galt es jedoch, sich bei einem ausgiebigen Frühstück mit frischem Rührei, Bacon und Mett für den ersten Surftag zu stärken. Anschließend hieß es „Surfen bis die Finnen glühen“. Der Wind bot besonders den Aufsteigern perfekte Bedingungen. Trapezfahren, die ersten Gleitversuche, das Fahren in den Fußschlaufen und sogar die ersten Powerhalsen standen auf dem Programm. Gegen Mittag wurden schnell die mitgebrachten Kuchen vernascht, bevor auch der letzte Wind noch „weggesurft“ wurde. Zum Abend hin wurde traditionell der Grill angefeuert, ehe es bei einer Runde Speedminton heiß herging. Wer dann immer noch nicht genug hatte, konnte die anderen noch beim Kartenspielen herausfordern. Improvisationstalent bewies derweil einer der Teilnehmer, der seinen Schlafsack zuhause vergessen hatte und die Nacht kurzerhand im Boardbag verbrachte.
Der Samstag brachte leider Flaute mit sich. Dafür konnten alle Jugendlichen aus lauter Frust ihr Taschengeld bei einem Besuch des Surfshops auf den Kopf hauen. Bei leckeren Waffeln planten die jungen Surfer, alle gemeinsam mit einem großen SUP von der Ostsee um die Landzunge herum in den Burger Binnensee zu paddeln. Kaum in See gestochen, verließ alle schnell die Motivation am ausdauernden Paddeln. Stattdessen wurde kurzerhand die „Wackelboardchallenge“ gespielt, bei der alle Jugendlichen versuchten, gleichzeitig auf dem großen SUP zu stehen und die anderen geschickt über Board gehen zu lassen, ohne dabei selbst ins Taumeln zu geraten. Anschließend ging es in den Pool. Die Gruppe in den neonpinken Leibchen war dort kaum zu übersehen. Am Abend wurde natürlich, wie könnte es anders sein, der Grill angeworfen. Darauf folgten mehrere legendäre Runden Wikingerschach. Mit großartiger Stimmung und noch mehr Ehrgeiz entwickelte sich das Spiel zu einer regelrechten Show, die sogar vorbeikommende Camper zum Zuschauen bewegte.
Am Sonntagmorgen zeigte sich Fehmarn wieder von seiner besten Seite. Direkt nach dem Frühstück ging es endlich wieder mit Board und Segel aufs Wasser. Bei tollem Übungswind konnten die Nachwuchssurfer zahlreiche Manöver wie schnelle Wenden und Halsen, Beachstarts sowie andere Spielereien wie Helikopterwenden und das Fahren mit der Finne voraus trainieren. Nach der Anstrengung musste zunächst der Hunger gestillt werden. Das restliche Grillgut vom Vorabend wurde kurzerhand mit einer ordentlichen Portion Pommes verspeist. Auch am Nachmittag war an Aufhören nicht zu denken. Die kreativen Ideen der Jugendlichen, wie zu zweit auf einem Board zu surfen und das sogar im fliegenden Wechsel oder sich gegenseitig zu ziehen, sorgten auch am Nachmittag noch einmal für ordentlich Spaß. Am Abend gab es dann nochmal reichlich Gelegenheit zum Schlemmen, denn nach einer Pizza gab es für jeden noch ein großes Eis. Da für den nächsten Morgen Regen angekündigt war, wurden bereits die Anhänger fertig gepackt. Einige der Jugendlichen gingen später noch auf große Entdeckungstour und machten dabei zwei besondere Funde. Ein ausgemustertes Segel auf dem Müll und ein angeschwemmtes Board sorgten für große Begeisterung. Andere ließen den Abend bei einer weiteren Runde Karten ausklingen.
Im strömenden Regen hieß es dann am Montagvormittag Abschied nehmen von der „Sonneninsel“ Fehmarn. Gegen 18 Uhr erreichte die Gruppe schließlich den Handorfer Teich, wo die Anhänger dank vieler helfender Hände flott ausgeladen wurden.
Damit ist Kids Fehmarn 2026 zu Ende. Die Nachwuchssurfer kamen sportlich voll auf ihre Kosten, konnten einige Fortschritte auf dem Wasser erzielen und werden das Wochenende sicher in bester Erinnerung behalten. Ihre Betreuer dürften wohl das eine oder andere graue Haar davongetragen haben. Doch zum Glück wird es auch 2027 wieder ein Kids Fehmarn geben. In diesem Sinne, Hang Loose!
Alexander Gley
Pressewart surf club Peine
Bürgerreporter:in:Alexander Gley aus Peine |
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