Vorstand des DRK Westfalen-Lippe Dr. Hasan Sürgit plädiert für die überfällige Reform der Notfallversorgung

Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe Dr. Hasan Sürgit

Beim Kongress „Gesundheitswirtschaft managen“ plädiert der Vorstand des DRK Westfalen-Lippe Dr. Hasan Sürgit für die überfällige Reform der Notfallversorgung: „Wir alle sind gefragt, aktiv an dieser Veränderung mitzuarbeiten.“

„Die Reform der Notfallversorgung ist dringend notwendig. Sie muss durch bessere Digitalisierung, bessere Koordination, eine verstärkte Ausbildung und eine nicht risikobehaftete Finanzierung sichergestellt sein. Dabei müssen wir vorhandene und funktionierende Konzepte berücksichtigen und Synergien zwischen diesen schaffen.“ In seinem Vortrag am 8. Mai 2025 beim Kongress „Gesundheitswirtschaft managen“ in Münster thematisierte der Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Hasan Sürgit, die derzeitigen Probleme in der Notfallversorgung und im Rettungsdienst und unterbreitete Lösungsvorschläge.

Überlastung der Rettungsdienste und der Notaufnahmen durch ansteigende Einsatzzahlen, der infolge des hohen Einsatzaufkommens kaum zu deckende Bedarf an Fachkräften, die aufgrund der langfristigen Ausschreibungen risikobehaftete Finanzierung und der demografische Wandel gehörten zu den immensen Herausforderungen, vor denen die Notfallversorgung bzw. der Rettungsdienst – nicht nur in NRW - aktuell stehen, so Sürgit.

„Eine Reform ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern eine Frage der Menschenleben. Wir müssen sicherstellen, dass in einem Notfall jede Sekunde zählt und jeder Patient die bestmögliche Versorgung erhält“, sagte der DRK-Landesverbandsvorstand.

Als mögliche Reformansätze und Lösungen nannte er unter anderem eine durchgängige digitale Vernetzung „vom Hausarzt über den Rettungsdienst bis in das Krankenhaus“. Um mehr junge Menschen für eine Tätigkeit im Rettungsdienst zu interessieren, müssten mehr Anreize geschaffen werden. Der Rettungsdienst müsse als attraktives Berufsbild ausgestaltet werden, welches – zum Beispiel auch über einen ehrenamtlichen Einstieg – differenzierte Karrierepfade aufzeigt.

Die Ausbildung von Teilen der Bevölkerung zu Pflegeunterstützungskräften und die Ausweitung von „Helfer-vor-Ort-Systemen“ seien weitere Möglichkeiten, rettungsdienstliche Strukturen zu unterstützen.

Am Ende von Sürgits Vortrag stand ein Appell: „Jeder von uns kann in die Lage gelangen, den Rettungsdienst zu benötigen. Und jeder wird sich wünschen, dass ein Rettungswagen kommt, und dass die Einsatzkräfte gut qualifiziert sind und wissen, was zu tun ist. Leider gefährden wir aktuell diesen Anspruch, und das darf nicht sein. Wir alle sind gefragt, aktiv an den notwendigen Veränderungen mitzuarbeiten, sei es als Fachleute im Gesundheitswesen, als Politiker oder engagierte Bürger.“

Bürgerreporter:in:

DRK-Landesverband Westfalen-Lippe aus Münster (NW)

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