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Augsburger Asse stechen auch in München - Kampfsportschule ist erneut erfolgreich

Cihan Selcuk (links) mit seinem Unterschleißheimer Halbfinalgegner und dessen Trainer Agron Kurtipi
München: Gymnasium Trudering | Ramazan Varisli ist in der Kick- und Thaiboxszene ein bekannter Namen. Sein Leon Gym in München-Neuperlach gilt als Kaderschmiede und hat bereits den ein oder anderen Titelträger hervorgebracht. 

Das neben dem sportlichen und nicht zu vergessenden sozialen Aspekt, auch ein Organisationstalent in Ramazan Varisli steckt, beweist er jedes Jahr aus Neue, wenn er mit den Munich Open im Gymnasium Trudering wieder eines der am Besten organisierten Amateur-Kickboxturniere auf die Beine stellt. 

In Zusammenarbeit mit der ISKA-Germany stellen die Munich Open auch eines der Wertungsturniere für das ISKA Nationalteam und die kommende Weltmeisterschaft in Jamaika dar. 

Beim Betreten der Halle fallen dann bereits die an der Wand hängenden Starterkarten auf, bei denen sich jeder Kämpfer bereits im Vorfeld über die Zahl der Starter in seiner Klasse informieren kann. 

Da kann man dann auch den Ausfall des Hallenmikros verschmerzen, dass bei der Begrüßung der Sportler nur sporadisch funktionierte.

Die hohe Anzahl an Startern zeigt den Stellenwert, den dieses Turnier mittlerweile einnimmt. 

Edelmetall für die Kampfsportschule Augsburg 

Nach der Deutschen Meisterschaft in Ulm im Vormonat waren auch in München wieder einige Sportler der Kampfsportschule Augsburg vertreten.

Siggi Keck kämpfte, wie Emre Demirkaya im K1-Sparring der Herren. Besonders Emre, der vier Wochen vorher bereits den Deutschen Meistertitel nach Augsburg geholt hatte, war topmotiviert und wollte auch in München nicht ohne Medaille nach Hause gehen. 

Und er sollte sein Ziel auch erreichen. Nach einer starken Leistung in den Vorkämpfen konnte er sich bis ins Finale durchkämpfen. Dort verlor er trotz couragiertem Auftritt knapp nach Punkten, zeigte aber erneut, warum das Trainerteam um Kabüs Kaba und Cihan Selcuk zurecht stolz auf ihn sind. Wenn man das noch junge Alter und die wenige Turniererfahrung bedenkt, ist der Auftritt von Emre Demirkaya hier ein Ausblick in die Zukunft der Kampfsportschule Augsburg. 

Der Burgauer Siggi Keck machte es Emre nach und konnte sich ebenfalls die Silbermedaille erkämpfen. Somit konnte das Augsburger Team bereits im K1-Sparring zwei Podestplätze bejubeln. 

Cihan Selcuk - der Augsburger Wahnsinn

Wer in Augsburg an Kickboxen denkt, kommt an Cihan Selcuk nicht vorbei. Der mehrfache ProAm Titelträger nach Version der ISKA ist trotz seines noch jungen Alters eines der absoluten Aushängeschilder der Augsburger K1 Kickboxszene. 

Und was er unter Motivation versteht, zeigte er in München. Direkt aus der Nachtschicht, ohne zu schlafen in den Ring zu steigen und in seiner Paradedisziplin K1 zu kämpfen, zeugt von einer mehr als starken Einstellung zum Sport.

Trotz des fehlenden Schlafes und der Müdigkeit konnte er den ersten Kampf klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen für sich entscheiden. In der zweiten Runde hätte er seinen Gegner aus Bruckmühl auch fast noch ausgeknockt. 

Im zweiten Kampf schaltete er den einen Gang nach unten, punktete aber trotzdem mit starken Schlagkombinationen gegen seinen Gegner aus Unterschleißheim. Die Kampfrichter waren sich nach den beiden Runden dann auch uneins und die Entscheidung musste durch den Supervisor am Ring fallen. Letztendlich fiel diese mit einer Split Decision (2 zu 1-Wertung) äußerst knapp zu Ungunsten des Augsburgers. 

Wenn man aber trotz der Müdigkeit derart Leistung im Ring steigt, kann man auch auf eine Bronzemedaille in dieser stark besetzen Klasse mehr als Stolz sein. 

Oldies, but goldies

Das man auch mit etwas mehr als 20 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört, bewies in München Benjamin Rauch. 

Mit Mitte 30 könnte man sich auf den Erfolgen vergangener Tage ausruhen und der Jugend das Feld überlassen. Oder man versucht einfach trotzdem noch an die körperlichen Grenzen zu gehen.

Der 36-Jährige, der in der Kampfsportschule Augsburg fast schon zum Inventar gehört, versuchte sich bereits bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm in seiner ehemaligen Paradedisziplin, dem Pointfighting. 

Nach dem zweiten Platz in Ulm sollte es in München dann für den großen Wurf reichen. 
Nachdem einer der Gegner erst gar nicht gegen ihn antreten wollte, sollte es im Finale zu einem bayerisch-schwäbischen Duell mit einem Sportler aus Schwäbisch-Gmünd kommen. 

Die erste Runde ging dabei deutlich nach Augsburg. Nach einem Tiefschlag in der zweiten Runde zeigte sich Benjamin zwar angeschlagen, konnte aber trotzdem noch gegen seinen Gegner punkten und sicherte sich damit den Turniersieg und die Goldmedaille.

Noch besser lief es für ein Augsburger Urgestein. Dirk Schäfer, als einer der besten Kampfrichter der ISKA in Deutschland sonst meist eher in der Mitte des Rings zu finden, wollte es in München noch einmal selbst wissen. Bei seinem Doppelstart konnte er sich im Leichtkontakt bis ins Finale durchkämpfen, das er letztendlich knapp verlor. Im K1-Sparring dagegen sicherte er sich mit Platz 1 mehr als verdient die Goldmedaille und damit ebenso wie Benjamin die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Jamaika im September.

Optimale Ausbeute für Augsburg

Erneut zeigte sich die exzellente Vorbereitung der Kampfsportschule Augsburg. Alle Starter konnten in ihren jeweiligen Disziplinen das Podest erreichen. 
Kabüs Kaba und Cihan Selcuk dürfen zurecht stolz auf ihre Schützlinge und die gezeigte Leistung sein. 

Wer mehr über die Kampfsportschule in der Hofrat-Röhrer-Straße erfahren will, findet  Infos auf http://www.kickboxing-augsburg.de .
Probetraining ist dabei jederzeit möglich. 
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