Start in der Donau-/Rosenstraße
Wärmenetz für Lauingen kommt

Foto: Tobias Trebs

Lauingen (Donau) Die Stadt Lauingen baut in Kooperation mit der GP Joule, Buttenwiesen ihre Wärmeversorgung – und das schon ab kommendem Jahr. Das hat der Stadtrat einstimmig in der vergangenen Woche beschlossen. Vorausgegangen war ein Auswahlverfahren, das bereits im Mai diesen Jahres mit einer Markterkundung begann und nun seinen Abschluss gefunden hat. Bürgermeisterin Katja Müller äußert sich glücklich: „Während andere noch planen, fangen wir aktiv mit dem Ausbau an.“ Bereits Anfang nächsten Jahres sollen in der Donaustraße und der Rosenstraße die Leitungen für die Wärmeversorgung verlegt werden – und damit zeitgleich zur dort geplanten Straßensanierung der Stadt. „Natürlich wird die Stadtverwaltung und GP Joule schnellstens mit den Anwohnern dieser beiden Straßen sprechen – damit auch alle, die ans Netz anschließen möchten genug Zeit für ihre Entscheidung haben“, so Müller. Noch dieses Jahr soll in der Lauinger Stadthalle eine Auftaktveranstaltung stattfinden – bei der dann alle Lauinger und Lauingerinnen mit ins Boot geholt werden sollen.

Die Energiewende funktioniert nicht ohne Wärmewende. Unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen schnell Sicherheit. Dies sind laut Bürgermeisterin Müller die Hauptgründe für das unkonventionelle Vorgehen der Stadt. Gemeinsam mit der RPV Kommunalberatung, München habe man einen Weg gefunden schneller, zielgerichteter und verlässlicher zu einem tatsächlichen Netzbau zu kommen. „Wir schärfen freiwillig nach – für unsere Bürgerinnen und Bürger, die einen Anspruch auf Planungssicherheit gerade in diesem sensiblen und kostenintensiven Bereich haben,“ so Müller.

Grundsätzlich wäre die Stadt gesetzlich lediglich verpflichtet bis zum Jahr 2028 eine sogenannte kommunale Wärmeplanung fertigen zu lassen. Die Suche nach einem Betreiber würde dann erst nach diesem Zeitpunkt beginnen und der tatsächliche Netzbau würde sich dann zeitlich nach hinten verschieben. Hinzu kommt, dass eine Betreibersuche auf der Grundlage eines Wärmeplanes auf Daten basiert, die in Teilen überholt sein werden. Der Wärmebedarf beispielsweise wird sich durch energetische Gebäudesanierungen, Heizungserneuerungen, Umnutzungen, Leerstände bzw. Erweiterungen, neu erschlossene oder geplante Baugebiete verändert haben und kann kaum mehr Grundlage für den tatsächlichen Ausbau der Wärmeversorgung sein.

Jeder potentielle Betreiber eines Wärmenetzes fährt auch eine unterschiedliche Ausbaustrategie – die sich in einem theoretischen Wärmeplan nicht niederschlagen kann. Ein Wärmeplan ist nur eine unverbindliche Rahmenplanung – deren Erstellung allerdings vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Eine Kommune ist durch den aufgestellten Wärmeplan nicht verpflichtet, ein Wärmenetz tatsächlich zu bauen – sie ist lediglich zur Aufstellung des Wärmeplans verpflichtet.

Die Stadt hat nun über ein Vergabeverfahren – bei dem zu Anfangs acht Unternehmen beteiligt wurden – die Firma GP Joule aus Buttenwiesen zum Bau und Betrieb ihres Wärmenetzes ausgewählt. GP Joule zählt deutschlandweit zu den erfahrensten Firmen im Bereich Wärmenetze und hat der Stadt insgesamt das beste Komplettpaket angeboten. „Wir sind begeistert von der Entscheidung und freuen uns auf die nächsten Schritte mit der Stadt Lauingen“, so Kevin Schwark, Projektleiter von GP Joule.

Natürlich wird die Stadt ihrer gesetzlichen Pflicht zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung nachkommen – aber eben als Ausbauplanung, die dann um einiges mehr Verbindlichkeit und Verlässlichkeit hergibt als die kommunale Wärmeplanung. „Wir überspringen die kommunale Wärmeplanung und gehen auf der Grundlage eines schlüssigen Ausbaukonzepts sofort in den Netzbau,“ so die Bürgermeisterin zufrieden.

Bürgerreporter:in:

Stadt Lauingen (Donau) aus Dillingen

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