Stadeltheater Lauingen
Männer gründen eine Mördergesellschaft
- Foto: Conny Gärtner
- hochgeladen von Sandra Kost
Das Ensemble des Lauinger Stadeltheaters wird nach der erfolgreichen Premiere gefeiert. Die Krimigroteske `Mördergesellschaft“ von Robert Thomas feierte am vergangenen Freitag Premiere im Lauinger Stadeltheater.
Zum Inhalt: Vier leidgeprüfte Männer schließen sich zusammen und schmieden einen verwegenen Plan. Sie gründen eine Mördergesellschaft. Der smarte Journalist (Philipp Schombacher) wird von seiner jungen Frau (Jessi Dürk) betrogen. Die attraktive Chansonette wird von ihrem Publikum verkannt. Sie strebt die große Bühne an und versprüht ihren Charme bei den Männern, die ihr auf dem Weg nach oben behilflich sein könnten. Der elegante Baron Adrien (Otto Killensberger) leidet unter seiner politisch ambitionierten und herrischen Baronin (Gerlinde Scheit-Mayer).
Der Kaffeehausbetreiber (Alwin Schweizer) wird von seiner mürrischen Schwester Berthe gegängelt (Moni Badow alterniert mit Doris Gleich). Berthe wirkt bieder und unscheinbar, überrascht aber mit ihren umfangreichen Kenntnissen über Schusswaffen. Dies hat sie sich ganz nebenbei durch das abonnierte Jägerblatt angeeignet. Herrlich, ihr Monolog über die Vorzüge einer bestimmten Waffenmarke. Der Polizeihauptmann (Helmut Weiß) möchte seine kokette Nichte (Katharina Salzmann) loswerden. Die Idee: Jeder der Männer soll eine der ihm nicht anverwandte Frau um die Ecke bringen. Somit haben alle ein wasserdichtes Alibi. Kommt es so, wie erhofft? Nein, die Rechnung haben die Herren ohne die Damen gemacht!
Absurd, komisch, sehenswert – Erfolgreiche Premiere im Stadeltheater
Eine Groteske überzeichnet, ist komisch und manchmal absurd. Sie kann soziale Missstände aufzeigen und gleichzeitig zum Lachen bringen. Diese Aufgabe haben die Schauspielerinnen und Schauspieler des Lauinger Stadeltheaters brillant erfüllt.
Das gesamte Ensemble überzeugte durch schauspielerisches Können, fantastische Mimik und Gestik. Zusammen mit dem aufwendigen Bühnenbau, der teilweise skurrilen Maske, der aufwendigen Lichttechnik, der stimmigen Kostüme ist hier ein sehenswertes Gesamt(kunst)werk entstanden. Durch langanhaltenden Applaus und vielen Lachern wurde dies von den Premierengästen gewürdigt.
Inszeniert wurde die“ Mördergesellschaft“ von dem freischaffenden Regisseur Holger Seitz aus Augsburger. Seitz war schon in vielen Häusern in ganz Deutschland tätig, darunter am Theater in Augsburg und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Nach den folgenden Schlussworten ging er von der Bühne: „Dieses Theater mit all seinen Menschen, auf hinter und vor der Bühne, ist ein absolutes Juwel. Dieses ehrenamtliche Engagement ist unbedingt unterstützenswert!“
Weitere Spieltermine und Gastspiele unter www.stadeltheater.de . Vorverkauf bei Schreibwaren Eismann in Lauingen. Voranzeige: 20.12.25 Weihnachtliches Konzert mit der All Swing Big Band. 25.01.26 Joscho Stephan Trio.
Text: Stadeltheater Lauingen
myheimat-Team:Sandra Kost aus Augsburg |
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