Olympia Fieber in Köln
Wird es was?
- Wird Köln irgendwann Olympia Stadt?
- Foto: Foto: Elisabeth van Langen / Olympische Ringe KI generiert
- hochgeladen von Elisabeth van Langen
Insgesamt 812.370 Kölner Bürgerinnen und Bürger waren abstimmungsberechtigt. Davon haben lediglich 322.327 ihre Stimme abgegeben. Auf „JA“ entfielen 184.523 Stimmen – von einem „grandiosen Ergebnis“ kann angesichts dieser Zahlen also kaum die Rede sein. Vielleicht in Politiker Kreisen, die es als Erfolg verbuchen wollen.
Warum aber haben die Kölner so verhalten reagiert? Dafür gibt es mehrere Gründe, betrachtet man z.B.den demografischen Faktor.
Schaut man auf den Altersdurchschnitt, wird deutlich, dass viele Stimmberechtigte eine mögliche Olympiade vermutlich gar nicht mehr erleben würden. Schließlich reden wir über einen Zeitraum von 10, 14 oder gar 18 Jahren in der Zukunft.
Ein weiterer Punkt, die Prioritäten der Stadtentwicklung. In Köln gibt es zahlreiche „Baustellen“, die in den Augen der Bürger schlicht Vorrang haben sollten.
Skeptisch schaut man hier auf Großprojekte. Natürlich werden Zuschüsse versprochen, um marode Sportstätten zu sanieren oder ein Olympisches Dorf zu errichten, das später als Wohnraum dienen könnte. Doch wir sind in Köln – da kommt es meistens anders, als man denkt. Man muss nur an die Oper oder die Rheinbrücken denken; das sind die Assoziationen, die den Kölnern beim Thema
„städtische Bauvorhaben“ zuerst in den Sinn kommen. Und wie wir wissen, sind diese Sorgen nicht grundlos.
Nichtsdestotrotz gab es in der Region Rhein-Ruhr nun grünes Licht für die Olympiabewerbung. Also dann: Viel Erfolg!
Bürgerreporter:in:Elisabeth van Langen aus Köln |
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