Oktagon 91
Titelwechsel und Tumulte: Jotko entthront Engizek – Chaos überschattet OKTAGON 91
- hochgeladen von Yunus Kizilisik
Köln. Krzysztof Jotko ist der neue OKTAGON-Champion. Der Pole besiegte den bisherigen Titelträger Kerim Engizek nach fünf Runden durch einstimmige Punktentscheidung. Doch statt über den Titelwechsel sprach nach dem Hauptkampf kaum noch jemand, denn die Ereignisse nach dem Urteil sorgten für Szenen, wie sie die Organisation bislang kaum erlebt hat.
Schon beim Einmarsch wurde deutlich, wer die Unterstützung der Fans genoss. Wie bereits beim ersten Aufeinandertreffen in Düsseldorf verwandelte sich die Arena in einen Hexenkessel. Während Engizek frenetisch gefeiert wurde, musste sich Jotko lautstarke Pfiffe gefallen lassen.
Sportlich entwickelte sich ein Duell zweier unterschiedlicher Kampfstile. Jotko setzte konsequent auf sein Grappling und brachte Engizek mehrfach in Bedrängnis. Vor allem in den ersten beiden Runden kontrollierte der Pole den Kampf mit Takedowns und Bodenarbeit.
Engizek fand anschließend immer besser in den Kampf. Im Stand landete der Champion die klareren Treffer und wirkte vor allem ab der dritten Runde gefährlicher. Für Diskussionen sorgte eine Unterbrechung wegen eines vermeintlichen Tiefschlags gegen Jotko. Die Wiederholung auf den Videowänden ließ viele Zuschauer daran zweifeln, ob tatsächlich ein Treffer in der verbotenen Zone vorlag.
Nach 25 Minuten werteten die Punktrichter den Kampf zugunsten von Jotko, der sich damit den Titel sicherte.
Doch unmittelbar nach der Entscheidung eskalierte die Situation.
Noch während Jotko interviewt wurde, unterbrach Engizek das Siegerinterview, griff zum Mikrofon und kritisierte lautstark die Unterbrechung wegen des vermeintlichen Tiefschlags. Aus seiner Sicht habe diese Szene den Kampf entscheidend beeinflusst.
Kurz darauf gingen beide Teams im Käfig aufeinander los. Es kam zu Rangeleien, während Sicherheitskräfte versuchten, die Beteiligten zu trennen. Zeitweise herrschte völliges Chaos. Nach Augenzeugenangaben gelangten sogar einzelne Zuschauer in den Bereich des Cages. Immer mehr Security-Mitarbeiter stürmten in die Arena, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Engizek wurde zunächst in die Kabine gebracht. Sein Trainer kehrte anschließend in den Käfig zurück, kündigte einen möglichen Einspruch gegen die Wertung an und versuchte gleichzeitig, die Situation zu beruhigen.
Doch damit war der Abend noch nicht beendet.
Kurze Zeit später betrat Engizek erneut den Käfig. Er griff wieder zum Mikrofon, bezeichnete die Entscheidung als unfair und machte seinem Ärger vor den Zuschauern Luft. Anschließend verließ der ehemalige Champion den Cage und nahm seinen Meisterschaftsgürtel mit in Richtung Kabine.
Erst nach rund zehn bis fünfzehn Minuten beruhigte sich die Lage. Auch die Polizei war vor Ort, um die Situation rund um den Kabinenbereich abzusichern.
Sportlich darf sich Krzysztof Jotko über den Gewinn des OKTAGON-Titels freuen. Überschattet wurde sein Erfolg jedoch von den dramatischen Ereignissen nach dem Kampf. Nun bleibt abzuwarten, wie sich OKTAGON zu den Vorfällen äußert und ob das angekündigte Vorgehen des Engizek-Lagers weitere Konsequenzen nach sich ziehen wird.
Bürgerreporter:in:Yunus Kizilisik |
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