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Auftakt von Koblenz: im Dialog legt Demokratieschwächen offen

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Veranstalterin Sabiene Jahn (Foto: © Bild: www.linkedin.com CC)
 
Gastredner Hermann Ploppa (Foto: © Bild: www.rubikon.news CC)
Koblenz: Bundesarchiv |

Initiatorin der neuen Veranstaltungsreihe Koblenz: im Dialog ist Sabiene Jahn, eine 1967 gebürtige , professionell ausgebildete Sprecherin und Sängerin mit einer kompetenten Medienlaufbahn in Redaktion von Tages- und Mitgliederzeitungen, sowie Key Account und Productmanagement bei Verlag für Anzeigenblätter.

Bei einer Veranstaltung der Friedensbewegung in Ramstein Air Base führte die Begegnung mit Hermann Ploppa, dem deutschen Politologe und Autor zweier Sachbücher, sowie eines humoristischen, autobiographisch geprägten Romans, zum Redner der Auftaktveranstaltung am 05. März 2018.

Die Macher hinter den Kulissen: wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern, lautet nicht nur einer seiner Buchtitel, sondern war auch roter Faden für den Vortrag, anhand dessen er anschaulich dokumentierte, wie die Politik von den diversen Thinktanks und dem hinter diesen stehenden Großkapital ausgehebelt und zu einer reinen Marionettenfunktion degradiert wurde.
Begleitet wird dieses Szenario vom Medien-Mainstream, in dem zahlreiche exponierte Vertreter der Atlantik-Brücke e. V. angehören.

Entgegen der Orientierung an, von Kriegstreiberei geprägtem US amerikanischen Bündnis sieht Ploppa das Eurasische Haus: das Seidenstraßenprojekt mit China und Russland als die weitaus zukunftsträchtigere Option.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat hier bereits richtungsweisend massive Finanzmittel auf den Weg gebracht!

Wichtig ist ihm im nationalen Bereich die Wiederbelebung des Genossenschaftsgedanken, was angesichts des bevorstehenden 200jährigen Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen diesen Potentialen einen ganz aktuellen Bezug gibt.

Deutlich auch sein Ruf nach Journalisten die frei von den Zwängen des Systems und in allgemein verständlicher Form der Bevölkerung die Zusammenhänge nahe bringen, doch neben der eigenen und schonungslosen Offenlegung der großen internationalen Systeme und Strukturen blieb offen, was die Bevölkerung, jede(r) Einzelne für eine dringend nötige Veränderung wirksam tun kann.

In der sich anschließenden Publikumsrunde griff der anwesende freie investigative Journalist Erich Neumann diese Bälle auf und verwies auf die gerade in Eintragung befindliche Medien wirksam eG …weil sich Etwas ändern muss!, über die, in Verbindung mit dem in Anmeldung befindlichen Verein jurawatch … damit Justiz wieder Vertrauen verdient!, diesen Erfordernissen Rechnung getragen wird.
Allerdings bedürfen solche Journalisten, welche in Deutschland körperlich und wirtschaftlich geschädigt, in ihrer Existenz vernichtet werden, der wirklichen Aufmerksamkeit und Unterstützung, welche sich nicht in Mahnwachen wie zuletzt für Deniz Yücel erschöpfen dürfen.
Anhand einiger konkreter Missstände, um deren Beendigung und Aufarbeitung er bemüht ist, zeigte Neumann auf, was Jede(n) schneller ereilen kann, als es lieb sein dürfte und dass den gravierenden Negativfolgen nur über Solidarität wirksam zu begegnen ist.
Kaufboykott wie bei Nestlé gegen deren menschenverachtende Wasserpolitik zwingt letztlich auch einen Konzern in die Knie und bedarf dabei nicht einmal der Organisation wie übet eine Partei, allerdings weit mehr, als nur ein Gefällt mir bei Facebook oder 300.000 Menschen auf der Straße gegen TTIP.
Was soll direkte Demokratie, wenn bei Themen, die uns alle angehen, die Beteiligung im Promille-Bereich bleibt und den Verantwortlichen allenfalls ein müdes Lächeln abgewinnt?

Wie wichtig diese allgemeine und breite Solidarität ist und wohl kaum je wichtiger war, zeigt nicht nur die große Gefährdungslinie des Vortrages, sondern auch sein Vorfeld im Kleineren mit der echten Demokratiegefährdung vor der Haustüre.

Die zum bezahlten Chaotenhaufen verkommene Antifa hat keine Linie in der Protestbewegung mehr, sondern taucht auch zu in sich gegenläufigen Anlässen auf, oft die selben Gesichter und immer nur von Einem geprägt: Hass, Randale und Zerstörung!

Sei es am 20. Januar in Kelsterbach das Symposium Öffnung der Ehe – Folgen für Alle, zur Frage der Verfassungsmässigkeit, welches sowohl nur unter massivem Polizeischutz durchführbar war, als konkret auch die Frankfurter Bildungsdezernentin, Sylvia Weber, auf einer öffentlichen Webseite der Stadt Werbung für eine Gegenveranstaltung machte und zudem behauptete, dass es eine “diskriminierende Veranstaltung sei, die sich gegen die Grundwerte des gesellschaftlichen Miteinanders richtet“, oder die Preisverleihung Aufrechter Gang am 28. Januar, für die der Humanistischen Union München-Südbayern städtische Veranstaltungsorte versagt blieben, da die unsägliche Verbotspraxis der Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund ja nicht konterkariert werden durfte.
In beiden Städten erfuhren die Veranstaltungsorte ebenso massiven Duck bzgl. ihrer Vertragstreue, wie es hier in Koblenz der Fall war und dankenswerterweise das Bundesarchiv nach Ausfall des ursprünglich geplanten seine Räumlichkeiten öffnete.

Ein verspengter Haufen ließ es sich auch nicht nehmen, vor Veranstaltungsbeginn zu demonstrieren, wobei die Einordung als antisemitisch derart abstrus ist, dass sich jegliche Kommentierung erübrigt, wie auch bei vereinzeltem Störer und seinen Zwischenrufen Hopfen und Malz verloren war.

Wo sind wir in Deutschland 2018 nur angekommen, ist die brennende Frage.
Dass trotz unserer Vergangenheit und besonderen Verantwortung – keine Schuld der heutigen Generationen, aber die verdammte Pflicht und Schuldigkeit nicht zu vergessen! – wieder Nazis als Partei und nicht versprengte Einzelpersonen im Parlament Einzug gehalten haben, fordert eine hohe Wachsamkeit: liegt jedoch auf einer Linie mit vielen anderen Ländern, also einem
gegenwärtigen Trend.

Selbstverständlich sind wir Alle gefordert, Alles daran zu setzen, diesen Spuk nicht weiter ausufern zu lassen und weit schneller und konsequenter zu beenden, als dies andernorts geschieht.

Dass jedoch öffentliche Stellen ihre Positionen und Kompetenzen missbrauchen, sowie den Land auf Land ab immer wieder vollmundigst zu hörenden Ruf nach Zivilcourage nicht fördern, sondern boykottieren ist mehr, als nur ein Skandal.
Verlieren wir so die rechtsstaatlichen Grundsätze, ist dem auch auf allen anderen Ebenen Tür und Tor geöffnet, die Folgeschäden ebenso unausdenkbar wie dann irreparabel!

Was im US-Filmdrama Der Club der toten Dichter einem Millionenpublikum bekannt wurde, beschwor Prof. Dr. Jörg Benedict, Inhaber des Lehrstuhles für Privatrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie der Universität Rostock, beeindruckend als Eröffnungsredner in Kelsterbach.
Wie es Regisseurs Peter Weir in seinem Meisterwerk aus dem Jahr 1989 – dessen Drehbuch von Tom Schulman verwendete Nancy H. Kleinbaum als Grundlage für den im gleichen Jahr erschienenen Roman zum Film – am Englischlehrer John Keating demonstriert, der mit unkonventionellen Methoden seine Schüler zu selbständigem Handeln und freiem Denken auffordert, wobei ihm die Förderung deren Individualität sehr wichtig ist und er sie immer wieder ermutigt, sich mehr zuzutrauen und ihre Möglichkeiten auszuloten, so forderte er ein Aufstehen aller Aufrechten gegen die gegenwärtigen Unmöglichkeiten ein!

Erich Neumann, freier investigativer Journalist
über DFJ Deutsche-Foto-Journalisten e. V. www.dfj-ev.de
Medienunternehmer im Gesundheitsbereich
Postfach 11 11, 67501 Worms
GSM +49 160 962 86 676
e-Mail e.neumann@cmp-medien.de
www.cmp-medien.de

© Bild: www.cmp-medien.de CC – Logo in Beamerprojektion
© Bild: www.linkedin.com CC – Veranstalterin Sabiene Jahn
© Bild: www.rubikon.news CC – Gastredner Hermann Ploppa
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© Bild: www.cmp-medien.de CC – ZuhörerInnen
© Bild: www.amazon.de CC – Cover Hermann Ploppa Die Macher hinter den Kulissen
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