ELAC OPA Uwe H. Sültz
NAKAMICHI... jetzt ging es erst richtig los... vom Anfang bis zum Ende - 1973 bis 1996
- hochgeladen von R. G. Wardenga
Der ELAC OPA hat nun seit längerer Zeit über die Entwicklungen von PHILIPS, ELAC, THE FISHER und ganz besonders NAKAMICHI geschrieben. Es ging darum, die Geschichte bis zur High Fidelity-Norm aufzuarbeiten und zu dokumentieren. Und zwar nicht durch Meinungen, Vermutungen und Hörensagen, sondern von den Zeitzeugen Heinz Sültz, Radio- und Fernsehtechniker Meister und Geschäftsinhaber und Uwe H. Sültz, Radio- und Fernsehtechniker, Autor und Journalist. Hier der Anfang der Compact Cassetten Recorder bis zur High Fidelity:
https://www.myheimat.de/kiel/c-kultur/high-fidelity-mit-nakamichi-fidela-elac-the-fisher-harman-kardon-wie-alles-begann-original-equipment-manufacturer_a3610217
Wir starten nun, nachdem NAKAMICHI für sehr viele Marken ganze Recorder oder auch nur Laufwerke geliefert hatte.
Um es noch einmal zu sagen, die gesamte Entwicklung vom FIDELA Nr.11 bis zum ELAC CD 520 gehört zu NAKAMICHI. Denn ein DRAGON konnte nur entstehen, weil Niro Nakamichi seine Geräte immer weiter entwickelte.
NAKAMICH suchte ja ab 1967 Geschäftsverbindungen. Anfangs waren es die USA, zum Schluss Deutschland mit ELAC.
Soweit waren wir im ersten Teil.
Anfang 1973 veröffentlichte ELAC das Deck CD 400 erstmals. Das Deck war eine Gemeinschaftsproduktion von ELAC in Kiel und NAKAMICHI aus Tokio. Anders als bei vielen anderen OEM-Produktionen erkennt man den deutschen Einfluss an den DIN-Anschlüssen und der Rauschunterdrückung DNL (CD 520).
In der zweiten Jahreshälfte veröffentlichte ELAC das Deck 500. Beide Decks besaßen den Tonkopf "BLACK CRYSTAL HEAD".
Gegen Ende des Jahres 1973 trafen erste Recorder der Serie 700 und 1000 in Kiel ein. Sie wurden mit ELAC/NAKAMICHI beschriftet. Nun war erstmalig der Name NAKAMICHI zu sehen.
In den Prospekten ab 1974 wurden nun die Decks CD 400, CD 500, 700 und 1000 angeboten.
Der deutsche Einfluss galt auch beim ELAC/NAKAMICHI 1000 für das Rauschunterdrückungssystem DNL.
1976 wurde die Modellpalette gravierend erweitert. Das Deck CD 500 wurde nicht mehr angeboten. Letzte Geräte erhielten den neuen FGC-Kopf, auch weitere CD 400 wurden mit dem neuen Kopf ausgerüstet. Nun kam das Deck CD 520. Es war das letzte Deck von Niro Nakamichis Anfangsdecks (FIDELA, THE FISHER RC 70,75,80,80B).
Das CD 520 besaß DOLBY und DNL, sowie Cinch- und DIN-Buchsen.
Auch neu im Programm das Deck 500 und 550. Noch liefen auch diese Decks unter ELAC/NAKAMICHI.
Das Deck 500 wollte ELAC gern als CD 600 anbieten, das lehnte NAKAMICHI aber ab. Denn NAKAMICHI wollte unbedingt zukünftig ganz auf eigenen Beine stehen.
1977 kam noch das Deck NAKAMICHI 600 (Schrägdeck) hinzu.
1978 trennten sich die Wege zwischen ELAC und NAKAMICHI.
Ab 1977 veröffentlichte NAKAMICHI nun eigene Prospekte mit der bereits bekannten Modellpalette.
Ab Ende 1979 wurde die Bauart in Frontloader-Decks verändert, die Toploader Geräte wurden beendet.
1980 wurde nur noch das tragbare Deck 550 als Toploader angeboten.
Von nun an wurden fantastische Decks mit allen möglichen Techniken und Weiterentwicklungen angeboten.
Jeder kennt die Geräte um den DRAGON herum, die muss ich nicht weiter erwähnen.
Zwischen 1990 und 1996 wurden die Recorder
Cassette Deck 1 (1990)
Cassette Deck 2 (1990)
Cassette Deck 1 Limited (1991)
Cassette Deck 1.5 (1991)
DR-1 (1992)
DR-2 (1991)
DR-3 (1991)
veröffentlicht. Aber die Zeit der Recorder war vorüber.
Im Jahr 1996 wurde die Fertigung von NAKAMICHI-Decks vollständig eingestellt. Die Firma, sowie die Markenrechte gingen von der Familie NAKAMICHI an neue Eigentümer über, die bald darauf die Produktion und den Vertrieb von Car-Audio-Systemen, Mikrosystemen und Komponenten-Decks unter der alten Marke wiederaufnahmen. Bei den Modellen DR-10 und DR-8 (1999–2002) handelte es sich im Wesentlichen um in Malaysia gefertigte Nachbauten der Modelle DR-2 und DR-3. Der Hauptunterschied bestand darin, dass das Modell DR-8 anstelle des Canon-Sendust-Kopfs des Modells DR-3 einen kostengünstigen Permalloy-Kopf von Sankyo Seiki verwendete. Das DR-5 war eine preisgünstige OEM-Komponente für Mikrosysteme mit einer ausfahrbaren Ladeschublade, die mit dem Sansui D11 identisch war.
Bürgerreporter:in:R. G. Wardenga aus Königsborn |
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