Der Maschsee in Hannover
Das Ungeheuer auf dem Maschsee - eine Ferienabenteuer

Schwan vom Maschsee | Foto: Winfried Gehrke
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Das Ungeheuer vom Maschsee
Ein Erlebnis auf dem Maschsee

Der Maschsee mitten in Hannover war an diesem Tag zunächst ganz friedlich. Das Wasser glitzerte in der Sonne, und kaum ein Lüftchen war zu spüren.

Der elfjährige Louis saß mit seinem 29-jährigen Opa in einem Tretboot. Louis hatte das Lenkrad übernommen und steuerte das Boot gemütlich über den See.

„Das ist richtig schön hier“, sagte er zufrieden.

Doch plötzlich änderte sich alles.

Ein kräftiger Wind kam auf. Das Wasser kräuselte sich, dann wurden aus den kleinen Wellen
immer größere. Das Tretboot begann heftig zu schaukeln.

„Opa!, Opa!“, rief Louis erschrocken. „Wir kippen gleich um!“
„Ganz ruhig!“, sagte sein Opa. „Wir müssen nur ruhig bleiben.“

In der Ferne ein Ungeheuer auf dem See?

Plötzlich sah Louis etwas in der Ferne auf dem Maschsee.
Weit draußen auf dem Maschsee tauchte eine seltsame Gestalt aus dem Wasser auf.
Platsch!

Eine hohe Welle breitete sich aus.
Dann verschwand die Gestalt wieder.

„Opa ... hast du das gesehen?“

„Was denn?“
Wieder tauchte etwas auf.
Platsch!

Wieder kam eine Welle.
Louis zeigte mit zitternder Hand auf das Wasser.

„Da! Da ist etwas!“

Sein Opa starrte angestrengt in die Ferne. „Vielleicht ist es nur ein großer Fisch.“

Doch Louis dachte an die Geschichten, die er mal über den Maschsee gehört hatte. Hier soll
es ein Seeungeheuer geben.

„War das das Ungeheuer vom Maschsee!“

Die Gestalt tauchte erneut auf.
Diesmal war sie schon viel näher.

Das Boot schaukelte auf dem Wasser

Das Boot schaukelte stärker.
„Opa, was machen wir, wenn es unser Boot umwirft?“, fragte Louis ängstlich. „Oder wenn es
sogar ins Boot springt?“

Sein Opa versuchte, ruhig zu bleiben. „Wir bleiben sitzen und halten uns gut fest.“
Louis klammerte sich an seinen Opa , ganz fest.

Plötzlich tauchte das geheimnisvolle Wesen direkt neben dem Boot auf.
Platsch!

Für einen kurzen Moment konnten sie etwas erkennen.
Es sah weißlich und unheimlich aus.
Und tatsächlich – hinten war ein kleiner Schwanz zu sehen!

„Opa! Opa !“, flüsterte Louis

Doch schon war das Wesen wieder verschwunden.
Mittlerweile waren die beiden ganz allein auf dem See.
Kein anderes Tretboot war mehr zu sehen. Das Ufer war weit weg.
Der Wind pfiff über das Wasser und die Wellen schlugen gegen das Boot.

Es klopfte an die Bordwand

Dann ...
KLOPF!

Beide erstarrten.
Jemand – oder etwas – hatte gegen das Boot geklopft.
„War das unter uns?“, fragte Louis mit großen Augen.

Sein Opa sah ins dunkle Wasser.

„Ich ...sehe nichts, ich weiß es nicht.“

KLOPF! KLOPF!

Diesmal kam das Geräusch von der anderen Seite des Bootes.
„Es ist hinter uns!“, rief Louis.

Die beiden wagten kaum noch zu atmen.
Das rettende Ufer war noch weit entfernt.

„Was sollen wir tun?“, fragte Louis.
Sein Opa überlegte kurz.
„Augen zu und durch?“

Die seltsame Gestalt kam näher

Da bewegte sich plötzlich etwas neben dem Boot.
Die Gestalt kam näher und näher.
Dann tauchte sie auf der anderen Seite des Bootes auf und war wieder weg.

KLOPF!

Louis schrie:
„JETZT HAT ES UNS! DAS BOOT KIPPT!“

Doch genau in diesem Moment schob sich der Kopf des geheimnisvollen Wesens aus dem
Wasser.
Louis und sein Opa schauten ganz genau hin.

Die Überraschung

Sie blinzelten sich zu.
Dann schauten sie sich verwundert an.
„Äh ... Opa? Was war das denn?“
„Ja?“

„Es war das vermeintliche Ungeheuer ...“

…..und was sie sahen, war ein großer Schan !“

Tatsächlich!

Vor ihnen schwamm ein riesiger Schwan gemütlich neben dem Tretboot her. Der kleiner
Schwanz ragte aus dem Wasser, und wenn er abtauchte, schlug er mit seinen
Flügeln so kräftig ins Wasser, dass es aussah, als würde ein Ungeheuer auftauchen.

Auch das geheimnisvolle Klopfen war plötzlich erklärt:
Der Schwan hatte mit seinem
Schnabel immer wieder gegen das Tretboot geschnäbelt.

Louis musste lachen. Sein Opa lachte ebenfalls.

„Na, das war ja ein furchterregendes Ungeheuer!“

Der Schwan sah die beiden kurz an, zischte laut und schwamm davon.
Er zischte und fauchte noch lange.

Der Wind beruhigte sich 

Der Wind wurde auch langsam schwächer und auch die Wellen beruhigten sich.
Louis lehnte sich erleichtert zurück.

Eine Feriengeschichte vom Maschsee

„Opa, Ich werde diese Geschichte aber trotzdem weitererzählen.“
„Welche?“, fragte sein Opa.

Louis grinste.

„Natürlich die Geschichte vom Ungeheuer vom Maschsee.“

So kehrten die beiden schließlich sicher ans Ufer zurück.

Seit diesem Tag wussten sie:
Manchmal steckt hinter einem großen Abenteuer nur ein sehr großer Entenvogel, ein Schwan.

Eine Geschichte frei von Winni

Schwan vom Maschsee | Foto: Winfried Gehrke
Ungeheuer vom Maschsee | Foto: Winfried Gehrke
Ferien auf dem Maschsee 2026 | Foto: Winfried Gehrke
Tretbootfahren Maschsee | Foto: Winfried Gehrke
Bürgerreporter:in:

Winfried Gehrke aus Wennigsen

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